Engagement im öffentlichen Raum – Ideen von BürgerInnen und die Praxis der Umsetzung

Slot C, Raum 10a #GovCamp
Host:  Büro Stadtluft, Gebietsbetreuung

Werden BürgerInnen mit Ihren Ideen eher unterstützt oder entmutigt durch oft lange Amtswege?


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In zum Einstieg in die Diskussion und zur Veranschaulichung der verschiedenen Standpunkte dienenden Rollenspiel kommt hervor, welche Positionen in einem konkreten Fall aufeinander treffen können. Ziel soll die Diskussion der Optimierung von Behördenwegen sein.

Rollen:

  • Antragstellerin: möchte im Frühling mit der Anlegung eines Gartens auf dem derzeitigen Parkplatz vor dem Haus beginnen, sucht die Gebietsbetreuung auf und möchte erste Antworten bekommen
  • Eigentümer des Nachbarhauses hätte gerne einen Parkplatz vor der Haustür
  • Hauseigentümerin findet, ein Grünraum vor dem Haus könnte zur Rattenplage führen, will nicht, dass der Wert ihres Hauses sinkt
  • Mitarbeiter der MA 28/Straßenamt: versteht das Anliegen der Antragstellerin, ist aber gebunden an politische Vorgaben
  • Mitarbeiter der MA 42/Stadtgartenamt: mit minimalen Mitteln muss so viel wie möglich umgesetzt werden, unter dem knappen Budget leitet Ästhetik von Maßnahmen
  • Polizistin: Vorschriften sollen eingehalten werden, Vandalismus fällt auch in ihre Zuständigkeit
  • Bezirkspolitiker: Platzsparend soll Grün eingesetzt werden
  • Rolle der Gebietsbetreuung: konstruktive Zusammenarbeit der Behörden ist Voraussetzung, Verständnis für die Anliegen des jeweils anderen

Die Antragstellerin sucht die Gebietsbetreuung auf und argumentiert für ihr Vorhaben, den Parkstreifen vor dem Haus zu begrünen. Die Finanzierung sei bereits über Crowdfunding sichergestellt. Der öffentliche Raum gehöre uns allen. Die Gebietsbetreuung unterstütze gerne den Beitrag von BürgerInnen zur Gestaltung von öffentlichem Raum. Ein gemeinsamer Ortsaugenschein habe sich hier bewährt. Alle beteiligten diskutieren über Vor- und Nachteile des geplanten Projekts. Während des Rollenspiels wird die Emotionskurve der Antragstellerin aufgezeichnet. Die Gebietsbetreuung schlägt die Antragstellung unter Berücksichtigung aller Inputs gemeinsam mit der Antragstellerin und einen weiteren Diskussionstermin vor.

Es werden Rückmeldungen aus dem Auditorium zu kritischen Punkten und Vorschlägen für Prozessoptimierungen eingeholt. Diskutiert werden unter anderem folgende Punkte:

  • Argumente auf eine andere Ebene heben
  • Politische Unterstützung im Vorfeld holen
  • „Marketing“ für das Vorhaben, z.B. Visualisierungen zeigen – Heranziehung von Best Practice Beispielen zur Veranschaulichung
  • Weniger Emotionalität, mehr Sachlichkeit (z.B. Aufteilung der Beteiligten auf zwei erste Treffen)

Trotz der Führung von Vorgesprächen, sei der Ablauf von Ortsaugenscheinen nicht prognostizierbar. Es sei wichtig, sich darüber bewusst zu sein, wie viele Rollen in solchen Fällen beteiligt sind. Die Standardisierung von einzelnen Prozessen solle in Betracht gezogen werden.

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