Studie

Open Government Data – Evaluation Stadt Wien

Die Stadt Wien ist im deutschsprachigen Raum Vorreiter im Bereich Open Government Data. So veröffentlichte Wien 2012 als erste Verwaltungseinheit Österreichs ein Open Government Data-Portal. Herausragend im internationalen Vergleich ist ein auf die Bedürfnisse der Stadt Wien abgestimmtes Vorgehensmodell, das die notwendigen Prozesse bei der Veröffentlichung von Daten und Abteilungen der Stadt Wien beschreibt. Mitarbeiter der Stadt Wien arbeiten außerdem in einem für Open Government geschaffenen Kompetenzzentrum gemeinsam mit einer Community an der Detailgestaltung der Veröffentlichung offener Verwaltungsdaten. Mittlerweile verwenden 82 Applikationen Daten aus den Tätigkeitsbereichen öffentlichen Handelns der Stadt Wien.

Möchte man Open Government als Verwaltungsparadigma der Zukunft etablieren, benötigt dies Mut zu gemeinsamen Wegen. Die Verwaltung sucht daher die aktive Zusammenarbeit mit der Community um an den Servicelösungen der Zukunft zu arbeiten. Dabei ist es sinnvoll in regelmäßigen Abständen die gesteckten Ziele mit den Anforderungen der Community abzugleichen. Im Sommer beauftragte die Stadt Wien daher das Zentrum für E-Governance der Donau-Universität Krems mit der Umsetzung einer Studie, um die Wünsche der Öffentlichkeit mit den Anforderungen der Verwaltung abzugleichen. Die dabei erzielten Resultate sollen der Verwaltung helfen, ihr Open Government Data-Angebot zu optimieren bzw. für verschiedene Zielgruppen der Öffentlichkeit sinnvoll zu gestalten. Auch für vergleichbare Bereiche und Bestrebungen lassen sich Ergebnisse ableiten.

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Studie: Cyberstalking in Österreich

Das Zentrum für Praxisorientierte Informatik präsentiert am 25. März eine Studie zum Thema Cyberstalking. Im heutigen Kurier erschienen mehrere Artikel zu diesem Thema, die sich auf diese Studie beziehen.

“Es beginnt als lästige Handy-Nachricht und kann in einem Albtraum enden: Für Stalker sind Handys und das Internet immer beliebtere Mittel, um Menschen zu verfolgen, zu belästigen und anzuschwärzen. Mehr denn je sind Opfer diesem sogenannten Cyberstalking hilflos ausgeliefert – was bis zu Jobverlust und Angstzuständen führen kann, wie eine Betroffene dem KURIER berichtete.
In Österreich ist das Phänomen weiter verbreitet, als viele vermuten würden. …”
Lesen Sie den ganzen Artikel auf Kurier.at

Studienpräsentation:

CYBERSTALKING-VERHALTEN in Österreich
Universität Wien, Elise-Richter-Saal, Karl-Lueger-Ring 1, 1010 Wien
Donnerstag, 25. März 2010
Beginn 19:30 Uhr
Weitere Informationen auf der Website der Donau-Universität

Weitere Artikel

Roundabout Kids 2009 zu Digital Natives

Am 24.11.2009 wurde im ORF KulturCafé die Kinderstudie von mobilkom austria vorgestellt. Im Mittelpunkt stand der Zugang von 6-14Jährigen zu Handy, Internet, Facebook & Co. Wie beeinflussen Computer und Netzwerke die junge Generation in ihrer sozialen Interaktion?

Medien als Mittel zum Zweck

Unternehmenssprecherin Mag. Elisabeth Mattes stellte die wichtigsten Ergebnisse der seit 2003 durchgeführten Studie vor und betonte, dass Medien und soziale Netzwerke für die Kinder als „early adopter“ hauptsächlich ein Mittel zum Zweck darstellen: Nach wie vor sind FreundInnen am wichtigsten. Diese Priorisierung ändert sich nicht durch mediale Einflüsse – interaktive Netzwerke können als Verstärker sozialer Kontakte gesehen werden und wirken im Vergleich zu „realer“ Kommunikation nicht isolierend. 54 % der Zielgruppe sind in sozialen Netzwerken registriert, jedoch sprechen nur 15 % mit ihren Eltern über Themen wie Cybermobbing.

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Wirtschaftskrise und Sicherheit – Zur Zukunft der Sicherheit in Österreich

Am 21. Oktober referierte Dr. Walter Seböck im Rahmen der Österreichischen Sicherheitstage 2009 in Saalfelden über die Ergebnisse einer Studie des Zentrums für Praxisorientierte Informatik (Auftraggeber: Kuratorium Sicheres Österreich). Gemeinsam mit namhaften Sicherheitsexperten wurden Szenarien für die Zukunft entworfen.

Die Studienautoren (Mag. Edith Huber / Dr. Walter Seböck) analysierten die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Sicherheitslage; 12 namhafte Experten aus dem Sicherheitsbereich wurden befragt und die Ergebnisse mit vorhandenen Studien abgeglichen. Das Ziel war es, ein Zukunftsszenario zu entwerfen. Die Ergebnisse sind teilweise alarmierend. So wird die Massenkriminalität zunehmen, neue Deliktsformen, wie zB. Online-Betrügereien werden ansteigen. Die wirtschaftliche Situation in den Nachbarländern wird den Kriminaltourismus verstärken. Einen starken Einfluss auf die Kriminalität wird die illegale Migration haben, damit verbunden sind profitable Märkte wie Schlepperei.

Wirtschaftskrise fördert Aggression und Kriminalität

Ausgelöst durch die Wirtschaftskrise wird das Aggressionspotential steigen; die Experten erwarten hier einen Anstieg an innerfamiliären Gewaltdelikten. Die wirtschaftliche Situation ist nach Meinung der Experten auch Auslöser für eine stark steigende Wirtschaftskriminalität.

Die organisierte Kriminalität wird dort neue „Branchen“ finden, wo es gesellschaftliche Mängel gibt: hier sehen die Experten den Organhandel. In Bezug auf den Terrorismus sehen die Experten neben professionell  organisierten und finanziell gut ausgestatteten Terrornetzwerken die zunehmende Bedrohung durch Einzelpersonen und Kleingruppen, die sich Aufmerksamkeit verschaffen wollen, da sie politisch und gesellschaftlich nicht eingebunden sind. Hier wird es in Zukunft weniger um Brand- oder Bombenanschläge gehen sondern mehr um die Destabilisierung von (logistischen, elektronischen) Infrastrukturen.

Die Präsentation der Studienergebnisse stieß auf großes öffentliches Interesse und vor Ort konnten bereits fortführende Arbeiten besprochen werden.

Zusammenfassung der Studie