Am 5. März 2015 fand der E-Day:15 von der WKO in Wien statt. Unser Zentrum war mit Dr. Johann Höchtl bei einer Podiumsdiskussion zum Thema “Open Data” mit dabei. Hier zum Nachsehen.

Podiumsdiskussion: “Spielen mit Daten” mit
Dr. Johann Höchtl (Donau Uni Krems)
Dipl. Ing. Dieter Zubek (IMD)
Ing. Brigitte Lutz (Stadt Wien)
Martin Kaltenböck (Semantic Web)

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Stream: stream15.eday.at

The 4th Symposion Dürnstein 2015, on the 19th-21th Feb. 2015
Glücksbilder. Die Wirklichkeit der Utopien‘, was dedicated to current topics around utopias. National and international experts from the fields of economy, natural science, philosophy, theology, sociology discussed alternative visions and concepts of society – its utopias and dystopias and the role of power, people and systems in them.

Peter Parycek delivered a talk about the Utopia Internet and Freedom.

Technology to spread knowledge to the mass of people developed in the last centuries. The article ‘Utopia and Liberty’ describes similarities of printing-press and Internet, according to freedom of press and speech. Different technological developments in mass communication have important effects on individuals and states – but they are not only liberating. A short historical overview of different technologies, and the reaction of individuals and states to them, gives an impression about advantages and disadvantages of the Utopia of liberating communication forms.

Read more about this in the conference proceedings. We will let you know, as soon as thy are online.

Vom 16. – 17. 3. fand in Timisoara das dritte SharePSI treffen zum Thema Open Data Priorities and Engagement statt. Mehrere Themen des Workshops waren dem Thema Qualität offener Daten gewidmet.

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(c) https://www.flickr.com/photos/dreamsjung/

Ausgehend von den Qualitätsdimensionen offener Daten wurde breiter Raum der Richtung der Qualitätsmessung gewidmet. Qualität sollte primär eine Metrik sein, die von den Nutzern selbst bestimmt wird und drückt sich beispielsweise durch eine niedrige Anzahl von Fehlerberichten gegenüber dem Datenbereitsteller im Verhältnis zur Verwendung aus. Neben diesem ausschließlich durch die NutzerIn bestimmten Qualitätsbegriff existieren einige Versuche Datenqualität greifbar zu machen.

Das Open Data Institute (ODI) veröffentlichte 2014 das Open Data Certificate, das eine Reihe von Qualitätsindikatoren beschreibt. Zu diesen zählen die Bereitstellung der Daten in einer offenen Lizenz oder die Tatsache, dass die Daten keine personenbezogenen Informationen enthalten. Zusätzlich wird noch die Beständigkeit der Daten ausgewiesen und wie rasch Datensätze nach Erhebung tatsächlich veröffentlicht werden. Besonders interessant ist die Tatsache, dass die Einbindung der Öffentlichkeit ebenfalls als Qualitätskriterium herangezogen wird, so beispielsweise ob Fehler nachvollziehbar und öffentlich einsehbar gemeldet werden können oder ob es ein Forum zur Diskussion über den Datensatz gibt.

Ein weiterer Aspekt von Qualität ist die Relevanz, die ausdrückt, wie oft ein Datensatz verwendet wird und welche Art von Lösungen daraus entstehen. Als schwierig zu erhebenden Qualitätsbegriff stellt sich die Vollständigkeit dar, da die Vollständigkeit von Daten  vom jeweiligen Anwendungsfall abhängig ist. Die Diskussion identifizierte weiters, dass der Qualitätsbegriff sowie der Nutzen von im Verlauf der Zeit Änderungen unterworfen ist. Abschließend wurde festgehalten, dass Linked Data bzw. das 5-Sterne-Modell von Tim Berners-Lee zwar einen guten Anhaltspunkt im Bezug zu Qualität geben kann, aber nicht ausreichend ist, um Datenqualität umfassend zu beschreiben. Linked Data sind Datensätze, die mit URIs verbunden werden. Die Verarbeitbarkeit von offenen Daten hängt aber maßgeblich von der Granularität der beschriebenen Entitäten innerhalb der Daten selbst ab und wird nicht nur durch die Tatsache bestimmt, dass einzelne Datensätze miteinander verbunden werden.

Als Ergebnis des Workshops zu Datenqualität wurden im Bezug zu Datenqualität Prioritär diese drei Themenbereiche identifiziert:

  1. Verfügbarkeit
    Ist der Datensatz im Zeitverlauf verfügbar?
    Sind Lizenzinformationen zum Datensatz verfügbar?
    Gibt der Datenbereitsteller Angaben zur Absicht der langfristigen Verfügbarkeit der Daten?
    Ist die BenutzerIn gezwungen eine Form der Authentifizierung durchzuführen oder gibt es sonstige Zugriffsbeschränkungen wie Captchas?
    Erlaubt der Datensatz eine freie Weiterverwendung?
  2. Maschinelle Verarbeitbarkeit
    Das 5-Sterne-Modell von Tim Berners-Lee zwar einen guten Anhaltspunkt im Bezug zu Qualität geben kann, aber nicht ausreichend ist, um Datenqualität umfassend zu beschreiben.
  3. Exaktheit (accuracy), Konsistenz (consistency) und Relevanz (relevance)

Das Zentrum für E-Governance beschäftigt sich im Rahmen der Cooperation OGD Östereich intensiv mit dem Thema Datenqualität von offenen Datenportalen und wird dazu im Rahmen des kommenden 4. Treffens des SharePSI-Projektes in Krems (co-located mit der CeDEM15) einen Workshop abhalten.

Am 11.3.2015 wurden Führungskräfte der Stadt Wien anlässlich der Veranstaltung “Innovationsforum IKT” durch Vorträge interner Experten über technologische Innovationen informiert, bevor Peter Parycek in seiner Keynote das Hauptaugenmerk auf die Digitalisierung legte und Alfred Taudes seine Keynote zu Partizipation mit besonderer Berücksichtigung der Digitalen Agenda Wien hielt.

Peter Parycek

45 Sekunden erscheinen uns heute als eine unglaublich lange Zeitspanne. Wenn man bedenkt, dass es genau der Zeitspanne entspricht, während welcher man vor einiger Zeit nur das Ticken einer Uhr vor Beginnen einer Nachrichtensendung hörte, hat sich unser Empfinden durch neue Technologien seither sehr verändert. Das digitale Speichern von Daten steigt explosionsartig an. 93% der 16-24-Jährigen greifen unterwegs via Smartphone auf das Internet zu (Statistik Austria 2014). Mobilität, Vernetzung und die Kombination von künstlicher und menschlicher Intelligenz sind nur einige Schlagworte des Lebens der digitalen Netzwerkgesellschaft.

 

Alfred Taudes

Für Partizipation gibt es keine allgemein gültigen Regeln. Ist Zweck der Partizipation die Ideenfindung und möglichst viele Ideen zu bekommen, so ist etwa eine umfassende Moderation nicht notwendig. Diese kann in anderen Fällen eine notwendige Voraussetzung für den Erfolg eines Beteiligungsprozesses sein. Mögliche gegenüber Partizipation bestehende Vorurteile wurden entkräftet und auf ein sehr interessantes Anwendungsszenario wurde hingewiesen: nicht nur im Verhältnis Entscheidungsträger-BürgerInnen, sondern auch innerhalb von Organisationseinheiten bietet sich die Durchführung einer Partizipation, insbesondere zur Erarbeitung einer Strategie, an.

Auf dem internationalen Rechtsinformatik Symposion, das dem Diskurs zwischen internationalen und nationalen Juristen, Technikern und Rechtsinformatikern heuer bereits zum 18. Mal eine Plattform bot, war die DUK an folgenden Vorträgen beteiligt:

  • Department für E-Governance in Wirtschaft und Verwaltung, Zentrum für E-Governance:

Authentifizierung und Identifizierung in E-Beteiligungsverfahren

Peter Parycek

PP 1 verkleinertPP 2

Abstract: “Der folgende Beitrag beschreibt die Ausrichtung und Zielsetzung des 2014 gestarteten KIRAS-Projekts ‚E-Partizipation – Authentifizierung bei demokratischer Online-Beteiligung‘. Vorgestellt werden die relevanten Ebenen der E-Partizipation sowie die Projektziele sowie die zu erarbeitenden Aspekte der Bürgerbeteiligung mit Blick auf vorhandene Beteiligungsinstrumente und Identifikationsmöglichkeiten im österreichischen Kontext.”

Den Rest des Beitrags lesen »

Share PSI 2.0 ist ein EU- gefördertes Netzwerk unter Leitung von W3C mit dem Ziel, die Nutzung freigegebener öffentlicher Daten zu fördern und die Interoperabilität zu verbessern. Das Netzwerk besteht aus 45 europäischen Partnern, unter anderem sind aus Österreich die Donauuniversität Krems und das Bundeskanzleramt in das Projekt involviert. Im Rahmen von Workshops werden relevante Themenbereiche beleuchtet und Empfehlungen gegeben.

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The Share-PSI 2.0 workshops schedule:
Venue Date Broad Topic
Samos, hosted by University of the Aegean and collocated with the Samos Summit 30 June -1 July2014 Uses of open data within government for innovation and efficiency
Lisbon, hosted by the Portuguese Government 3 – 4 December2014 Encouraging data usage by commercial developers

Workshop to include a half day session with the European Thematic Network on Legal Aspects of Public Sector Information,LAPSI

Timisoara, Romania, hosted by the West University 16 – 17 March 2015 Identifying Data Sets for Publication Open Data Priorities and Engagement
Krems, Austria, hosted by the Danube University and collocated with CeDEM 2015, Registration now open 20 – 21 May 2015 A self sustaining business model for open data
Berlin, hosted by Fraunhofer Fokus November 2015 Maximising interoperability: core vocabularies, location-aware data and more

Im Mai 2015 wird die Donau-Universität Krems den  Workshop „A self sustaining  business model for open data“ hosten.

Ziel des Workshops in Krems ist es, verschiedene kommerzielle Re-User mit ihrem Business-Modell vorzustellen und deren Bedarf im Rahmen der PSI Verwendung den datenhaltenden öffentlichen Stellen näher zu bringen.

Die Registrierung für den Workshop in Krems ist jetzt möglich!

DIGITALEAGENDA
Wiens IT-Strategie wird neu gestaltet. Im Vorfeld und während der Erarbeitung der sogenannten Digitalen Agenda Wien, ließ und lässt Wiens CIO, Mag. Ulrike Huemer, die WienerInnen zu Wort kommen. Im Herbst 2014 wurden die BürgerInnen aufgefordert, ihre Ideen für Wiens IT-Strategie einzubringen. Den Beginn des Projekts bildete die erste Partizipationsphase.

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Video-Quelle: wien.gv.at

BürgerInnen posten Ideen für Wiens zukünftige IT-Strategie
Auf digitaleagenda.wien posteten interessierte BürgerInnen Ideen für Wiens zukünftige IT-Strategie, stimmten anderen Ideen zu, vergaben ein “dislike” oder kommentierten bisherige Beiträge. Es gingen über 170 Ideen ein, fast 300 Kommentare wurden abgegeben und über 2400 Stimmen wurden gezählt. Die Ideen der BürgerInnen wurden sodann den Themenfeldern

  • Serviceangebote und Aktivierung der BürgerInnen
  • IT in Bildung und Forschung
  • Sicherheit, Schutz und Vertrauen in Daten der Stadt
  • Digitale Infrastruktur
  • IT Standortförderung
  • IT der Stadt

zugeordnet, für welche je eine Arbeitsgruppe eingesetzt wurde.

Das Zentrum für E-Governance ist mit dabei
Dr. Peter Parycek, Leiter des Zentrums für E-Governance der Donau-Universität Krems, leitet die Arbeitsgruppe IT in Bildung und Forschung. Ich selbst habe durch meine Mitarbeit Einblick sowohl in die Arbeit der AG IT in Bildung und Forschung als auch in die Arbeit der AG Serviceangebote und Aktivierung der BürgerInnen. Die unterschiedlich hohe Anzahl der Ideen, die diesen Gruppen zur Bearbeitung übergeben wurden, bedingte eine individuelle Herangehensweise bei der weiteren Bearbeitung.

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Abb. 1: Übersicht aller Ideen aus der ersten Partizipationsphase, Quelle: digitaleagenda.wien

Zwischenergebnis auf 500 Seiten
In beiden Arbeitsgruppen wirkten sowohl interne und externe Experten als auch interessierte BürgerInnen mit. Meine persönliche Erfahrung war, dass durch die vielfältige Zusammensetzung der Arbeitsgruppen die unterschiedlichsten Blickwinkel Berücksichtigung finden konnten. Nicht zuletzt weil Priorisierungen und gewisse Fragen eng mit der persönlichen Vorliebe verbunden sind, entstanden interessante Diskussionen. Einigkeit herrschte in Bezug auf das Erfordernis eines inklusiven Zugangs (das Miteinbeziehen aller BürgerInnen). Hinsichtlich der Art und Weise, wie etwa ein zur Diskussion gestellter “IT-Unterricht der Zukunft” bzw. eine stärkere Miteinbindung von IT in den Unterricht gestaltet sein könnte, wurden verschiedene Meinungen geäußert und in der Gruppe besprochen. Die gemeinsame Bearbeitung erfolgte nicht nur in Workshops und Besprechungen, sondern auch online. Das Zwischenergebnis der Arbeitsgruppen umfasst etwa 500 Seiten. Daraus wird eine 30-seitige Zusammenfassung hervorgehen, die im Rahmen einer zweiten Partizipationsphase online diskutiert werden soll.

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Abb. 2: Darstellung des Prozesses der Digitalen Agenda Wien, Quelle: digitaleagenda.wien

Wie Mag. Ulrike Huemer, CIO der Stadt Wien, am 12.02.2015 in 1020 Wien, im 15. Obergeschoss des Meetingpoint.Mediatower, allen Ideengebern und Arbeitsgruppenmitgliedern, die der Einladung folgten, ankündigte, wird dieses Projekt nach der zweiten Partizipationsphase, der eine Überarbeitung und Fertigstellung der Digitalen Agenda Wien folgen wird, noch nicht zu Ende sein. Die Digitale Agenda Wien soll durch wiederkehrende Partizipation aktuell gehalten werden, zumal vor allem den technologischen Entwicklungen und den sich verändernden Bedürfnissen der digitalen Netzwerkgesellschaft Rechnung getragen werden soll.

Partizipation, Partizipation, Partizipation
Durch Partizipation wird BürgerInnen die Gelegenheit gegeben, über Themen mitzudiskutieren und den Verantwortlichen Inhalte zur Verfügung zu stellen, die ihnen persönlich wichtig sind und die die Verantwortlichen bei der von ihnen zu treffenden Entscheidung berücksichtigen können. Häufig werden Entscheidungen Verantwortlicher (manchmal zu Recht und manchmal zu Unrecht) kritisiert. Dies passiert meiner Erfahrung nach oft in der “geschützten Atmosphäre des Glashauses”, gebaut durch das Wissen, dass man diese Entscheidung selbst nicht treffen dürfte oder könnte. Mit dem Wissen, die Entscheidung selbst nicht unmittelbar beeinflussen zu können, kann Kritik manchmal leicht(fertig) geäußert werden. Derartige Aussagen – Sie werden Sie aus Ihrem Umfeld und aus den Medien kennen – verdeutlichen, wie viele BürgerInnen interessiert sind und sich Meinungen zu den verschiedensten Themen bilden.

Auch für diese BürgerInnen ist Partizipation eine hervorragende Möglichkeit, ihre Meinung kundzutun, sich zu engagieren und aktiv an konstruktiven Lösungen mitzuarbeiten. Fachwissen, Erfahrung, konkrete Verbesserungswünsche, Erlebnisse aus dem Alltag und mehr können BürgerInnen den für Entscheidungen Verantwortlichen durch das Nutzen einer Partizipationschance zur Verfügung stellen. Letztendlich soll die Umsetzung einer partizipativ zustande gekommenen Lösung der Allgemeinheit zugute kommen. Für mich ist ein entscheidender Grundgedanke der Partizipation, dass – vereinfacht gesagt – “Viele gemeinsam mehr wissen”.

Viele wissen gemeinsam mehr
“Crowdsourcing”, das Nutzen des Wissens Vieler, ist von zentraler Bedeutung. Niemand kann jeden denkmöglichen Blickwinkel einnehmen. BürgerInnenbeteiligung kann für ein breiteres Verständnis der Bedürfnisse und Prioritäten der BürgerInnen sorgen und allen Beteiligten Horizonterweiterung bieten. BürgerInnenbeteiligung hat neben einer geistig fruchtbaren auch eine soziale Komponente: Partizipation bringt Menschen zu einander, die sich für dasselbe Thema interessieren, sich aber möglicherweise sonst nicht kennengelernt hätten. Das Nutzen des Wissens Vieler soll ein Gewinn für alle sein. Die Allgemeinheit soll davon profitieren, dass EntscheidungsträgerInnen und BürgerInnen, beide mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung, gemeinsam an Projekten arbeiten, die letztlich uns alle betreffen. Partizipation gibt allen BürgerInnen die Chance, ihre Meinung zu vertreten und sie auf die zu behandelnde Agenda der EntscheidungsträgerInnen zu schreiben.

Informieren Sie sich unter digitaleagenda.wien und beteiligen Sie sich in der zweiten Partizipationsphase wieder!

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Am Freitag, 27. Feb. 2015 gibt es wieder eine Informations-Veranstaltung zu unseren Studiengängen “Professional MSc Management und IT” sowie “MBA Corporate Governance & Management“. Jetzt anmelden: Lernen Sie die Donau-Universität Krems kennen und nutzen Sie die Möglichkeit, Details zu Inhalt, Struktur und Ziel der berufsbegleitenden Weiterbildungsprogramme im Bereich Management und Informationstechnologien zu erfahren.

Info-Veranstaltung
Veranstaltungsort: Donau-Universität Krems
Termin: 27.02.2015
Beginn: 14:00 (Dauer ca. 90 Min.)

» Wir freuen uns über Ihre Anmeldung und Ihre Fragen, die wir im persönlichen Gespräch sehr gerne besprechen.

Am 22. Jänner 2015 wurde im Expat Center Wien das Open Data Inside Badge präsentiert. Sonja Fischbauer von der OKFN Austria moderierte den Abend und als Keynote Speaker waren Andreas Langegger, Co-Initiator des Projekts und Gründer des Immobiliensuche-Startups zoomsquare.com, Bernhard Steinmayer von der Wirtschaftsagentur Wien, sowie Stefano Bertolo, Scientific Project Officer bei der EU-Kommission eingeladen.

Wir haben bei Andreas Langegger nachgefragt, was es mit dem Projekt “Open Data Inside” auf sich hat.

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Abb. 1: Open Data Inside in a nutshell

1. Seit Jänner 2015 gibt es die Initiative “Open Data Inside”. Diese Organisation vergibt für Projekte einen Art digitalen “Badge” – wofür wird der Badge vergeben?

Es gibt bereits zahlreiche Unternehmen, Organisationen, Entwickler die Open Data in ihren Produkten und Projekten verwenden. Leider ist das von außen meist nicht sichtbar. Deshalb wurde das Open Data Inside Badge ins Leben gerufen: jeder der Open Data verwendet, soll das auch nach außen hin zeigen. Ganz nach dem Motto „Wo Open Data drin ist, soll auch Open Data draufstehen.“

2. Kann jeder mitmachen und welche Kriterien gibt es für diesen Badge? Was sind die Voraussetzungen?

Da wir eine möglichst große Reichweite haben möchten, um Awareness zu schaffen, wurde bewusst auch einen komplizierten „Auswahlprozess“ verzichtet. Jeder, der also „Open Data“ verwendet, also offene Daten laut opendefinition.org, der darf und soll das Badge verwenden.

3. Was ist mit den Projekten und TeilnehmerInnen geplant?

Es handelt sich um ein Awareness Projekt. Derzeit geht es uns ganz einfach darum, der Welt zu zeigen, wo überall Open Data verwendet wird und wie wichtig das Thema ist. Natürlich um in Zukunft mehr Rückenwind für weitere Maßnahmen sowie auch eine ordentliche Umsetzung der neuen PSI Direktive zu haben.

4. Wer steckt hinter Open Data Inside und wie ist das Projekt zu Stande gekommen?

Dahinter stecken einerseits die OKF Austria, die sich schon seit mehreren Jahren für Open Data in Österreich einsetzt, sowie das Immobiliensuche-Startup zoomsquare.com. Andreas Langegger, Gründer von zoomsquare, hat 2010 die Open Data Szene in Österreich mitbegründet, nachdem er die Initiativen in Amerika und UK mitverfolgte.

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Abb. 2: Open Data Inside Badge (Quelle: opendatainside.com)

5. Was war die Idee dabei und gibt es ähnliche Ideen in anderen Ländern?

Das Badge soll sich wie ein Lauffeuer verbreiten, nachdem die Seite auch in andere europäische Sprachen übersetzt ist und das Badge in weiteren Ländern gestartet wird. Das Thema Open Data soll damit auch in einer breiteren Öffentlichkeit mehr Sichbarkeit und Bekanntheit erlangen. Bislang gab es zwar kleine „Open Data“ Buttons im W3C-Stil, allerdings gab es kein Konzept dahinter, wie man die Verwendung dieses Buttons promoten könnte. Außerdem ist der Button kaum sichtbar.

6. Was wollt ihr damit erreichen, was ist das Ziel?

In den nächsten zwei Jahren soll Open Data nicht nur Thema eines engen Kreises von Entwicklern, Datenjournalisten und Wissenschaftlern sein, sondern auch in der breiten Bevölkerung bekannt werden. Jedem Bürger sollten die Vorteile von Open Data klar sein.

7. Was wäre bei Open Data in Österreich ein wünschenswertes Ziel?

Jedem sollte klar sein, dass es viele Dienste, wie auch zoomsquare.com, ohne Open Data nicht gäbe! Es wäre wünschenswert, dass die Politik in ganz Österreich das Thema als Chance sieht und mehr Daten öffnet. Nicht weil es die EU mit der PSI Direktive ohnehin vorschreibt, sondern weil damit ein großer Schatz gehoben wird und wir alle davon profitieren werden.


Links
zoomsquare.com
OKFN (Open Knowledge Foundation)
futurezone.at (31.01.2015)

Ein WISSEN-Artikel von Johann Höchtl (Wissenschaftlicher Mitarbeiter)

Offene Daten wurden und werden zunehmend zu einer wichtigen Ressource. Einerseits für die Verwaltung, die selbst Datenbereitsteller ist und sich damit transparent und offen darstellen möchte, darunter fallen Daten der Budgeterstellung, Ergebnisse von Gemeinderatswahlen, Förderberichte oder Gehalts- und Entlohnungsansätze von Verwaltungsbediensteten.

 

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Abb. 1: Infografik zu den Zielen des Mission Statements der Sub-Arbeitsgruppe Qualitätssicherung von Open Data Portalen

 

Diese Art von Daten sollen es den Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, sich über die Arbeit der Verwaltung ein Bild zu machen, deren Tun zu kontrollieren und in Beteiligungsverfahren durch zusätzliche Informationen einen qualitativ höherwertigen Beitrag leisten zu können. Ein weiterer Anwendungsbereich offener Daten ist als Quelle für Wirtschaftstreibende, die die Daten als Ausgangsbasis für neue oder verbesserte Dienstleistungen nutzen können. Diesem Anwendungsfeld wird großes Potential ausgesprochen, die von 2010-2014 zuständige Kommissarin zur Umsetzung der Digitalen Agenda Neelie Kroes spricht in diesem Zusammenhang von Daten als das Öl des 21. Jahrhunderts.

Um dieses Potential zu schöpfen müssen noch wesentlich mehr Daten in hoher Qualität veröffentlicht und diese durch die DatennutzerInnen mit intelligenten Auswertungsmethoden analysiert werden. Die Cooperation OGD Österreich hat dazu eine Sub-Arbeitsgruppe gebildet, die sich mit Qualitätsdimensionen offener Daten auseinandersetzt. Dazu gehört der Qualitätsaspekt der Beschreibung von Daten (Metadaten) als auch die Daten selbst (siehe Abb. 1). So steigt die Nutzbarkeit von Daten wesentlich, wenn Beispielsweise die Felder von CSV Dateien ausführlich beschrieben sind, die Dateien selbst eine einheitliche Struktur aufweisen und Datenfelder wie Datums- oder Ortsangaben in einer einheitlichen und maschinenverarbeitbaren Form angegeben werden. Zukünftig ist es denkbar durch semantische Technologien und mit Einbeziehung des Wissens der DatennutzerInnen auf einem Open Data Communityportal noch mehr an nützlichen Hintergrundinformationen den Daten zu hinterlegen um diese auch für Nicht-TechnikerInnen einfacher zu erschließen (siehe Abb. 2).

 

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Abb. 2: Die Grafik bietet einen Überblick zum Open Data Big picture, den Stakeholdern, Informationsflüssen und Angriffspunkten für Qualitätsmaßnahmen. (Quelle: data.gv.at)

 

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