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Datenqualität als EU-Diskussionsthema

Vom 16. – 17. 3. fand in Timisoara das dritte SharePSI treffen zum Thema Open Data Priorities and Engagement statt. Mehrere Themen des Workshops waren dem Thema Qualität offener Daten gewidmet.

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(c) https://www.flickr.com/photos/dreamsjung/

Ausgehend von den Qualitätsdimensionen offener Daten wurde breiter Raum der Richtung der Qualitätsmessung gewidmet. Qualität sollte primär eine Metrik sein, die von den Nutzern selbst bestimmt wird und drückt sich beispielsweise durch eine niedrige Anzahl von Fehlerberichten gegenüber dem Datenbereitsteller im Verhältnis zur Verwendung aus. Neben diesem ausschließlich durch die NutzerIn bestimmten Qualitätsbegriff existieren einige Versuche Datenqualität greifbar zu machen.

Das Open Data Institute (ODI) veröffentlichte 2014 das Open Data Certificate, das eine Reihe von Qualitätsindikatoren beschreibt. Zu diesen zählen die Bereitstellung der Daten in einer offenen Lizenz oder die Tatsache, dass die Daten keine personenbezogenen Informationen enthalten. Zusätzlich wird noch die Beständigkeit der Daten ausgewiesen und wie rasch Datensätze nach Erhebung tatsächlich veröffentlicht werden. Besonders interessant ist die Tatsache, dass die Einbindung der Öffentlichkeit ebenfalls als Qualitätskriterium herangezogen wird, so beispielsweise ob Fehler nachvollziehbar und öffentlich einsehbar gemeldet werden können oder ob es ein Forum zur Diskussion über den Datensatz gibt.

Ein weiterer Aspekt von Qualität ist die Relevanz, die ausdrückt, wie oft ein Datensatz verwendet wird und welche Art von Lösungen daraus entstehen. Als schwierig zu erhebenden Qualitätsbegriff stellt sich die Vollständigkeit dar, da die Vollständigkeit von Daten  vom jeweiligen Anwendungsfall abhängig ist. Die Diskussion identifizierte weiters, dass der Qualitätsbegriff sowie der Nutzen von im Verlauf der Zeit Änderungen unterworfen ist. Abschließend wurde festgehalten, dass Linked Data bzw. das 5-Sterne-Modell von Tim Berners-Lee zwar einen guten Anhaltspunkt im Bezug zu Qualität geben kann, aber nicht ausreichend ist, um Datenqualität umfassend zu beschreiben. Linked Data sind Datensätze, die mit URIs verbunden werden. Die Verarbeitbarkeit von offenen Daten hängt aber maßgeblich von der Granularität der beschriebenen Entitäten innerhalb der Daten selbst ab und wird nicht nur durch die Tatsache bestimmt, dass einzelne Datensätze miteinander verbunden werden.

Als Ergebnis des Workshops zu Datenqualität wurden im Bezug zu Datenqualität Prioritär diese drei Themenbereiche identifiziert:

  1. Verfügbarkeit
    Ist der Datensatz im Zeitverlauf verfügbar?
    Sind Lizenzinformationen zum Datensatz verfügbar?
    Gibt der Datenbereitsteller Angaben zur Absicht der langfristigen Verfügbarkeit der Daten?
    Ist die BenutzerIn gezwungen eine Form der Authentifizierung durchzuführen oder gibt es sonstige Zugriffsbeschränkungen wie Captchas?
    Erlaubt der Datensatz eine freie Weiterverwendung?
  2. Maschinelle Verarbeitbarkeit
    Das 5-Sterne-Modell von Tim Berners-Lee zwar einen guten Anhaltspunkt im Bezug zu Qualität geben kann, aber nicht ausreichend ist, um Datenqualität umfassend zu beschreiben.
  3. Exaktheit (accuracy), Konsistenz (consistency) und Relevanz (relevance)

Das Zentrum für E-Governance beschäftigt sich im Rahmen der Cooperation OGD Östereich intensiv mit dem Thema Datenqualität von offenen Datenportalen und wird dazu im Rahmen des kommenden 4. Treffens des SharePSI-Projektes in Krems (co-located mit der CeDEM15) einen Workshop abhalten.

CFP: Workshop on Open Gov Data Standardisation @Informatik2013 – EXTENDED Deadline

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THE SUBMISSION DEADLINE HAS BEEN EXTENDED: New submission deadline 30. April 2013

Description

Mutually agreed interface descriptions laid out in standards help to reduce a system’s complexity in manifold ways. Standardised processes will simplify governance, increase service delivery quality and enable collaboration beyond system boundaries. Major standards in use today were set up by raw consensus (e.g. http) with others being established by a more conventional standardisation gremium (e.g. GSM). Standards get erected by jurisdiction, by industrial agreement or because of long-lasting, widespread and habituated usage, assigning different roles and meanings to actual standards usage and enforcement patterns.
The workshops goal is to discuss the important aspects of OGD standards, their terms of use in daily application as well as the significance of OGD standards for international collaboration.

Public Administration data usage makes no halt at national borders. Apps and applications, visualisations and forecasts, built by open source developers, companies and associations rely on open, structured data and contribute to cross-border added value. Mutual agreement on OGD standards and their terms of use will improve interoperability and foster open data usage within DACH, Europe or in a truly international context. Agreements may be made in these areas: (mehr …)

Call for Papers: Innovation through Open Data

Special issue of the Journal of Theoretical and Applied Electronic Commerce Research

Guest Editors: Marijn Janssen, J. Ramon Gil-Garcia, Natalie Helbig, Anneke Zuiderwijk

The Journal of Theoretical and Applied Electronic Commerce Research is planning a special issue on Innovation through Open Data.

The opening of data has been hailed for its innovative capacity and transformative power. Over the last years, many politicians, companies, scientists, and citizen communities have paid considerable attention to the demand of opening data of both public and private organizations. An important event in this context was the release of the EU Public Sector Information (PSI) directive in 2003, in which a common legislative framework was presented, which regulates making data of public sector bodies available for re-use[1]. In 2009, the Obama Administration stated that its primary goal was the establishment of an unprecedented level of openness of the Government[2] and published an Open Government Directive some months afterwards[3]. Building on former policies, the European Commission has recently presented an Open Data Strategy for Europe, in which more evident rules on making the best use of government-held information are presented[4]. In 2012, the Obama Administration published the Digital Government Strategy, which aims to 1) enable the American people to access high-quality digital government information and services anywhere, anytime, on any device; 2) seize the opportunity to procure and manage devices, applications, and data in smart, secure and affordable ways; and 3) unlock the power of government data to spur innovation and improve the quality of services for the American people[5].

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CFP: Policies & Governance for the Networked Society @HICSS47

“The Foundations of Innovation in Government Must Rest on Sound Policies, Governance Principles, Ethics,and Laws”

This minitrack explores the creation and implementation of public policies and laws to support, facilitate, and promote e-Democracy and e-Government and, as well as how these technologies impact and influence governance systems and public institutions towards open government. It will also explore challenges and solutions in emerging models of governance in relation to ICTs, and ethical issues arising in e-governance in the public sector. Topics and research areas include, but are not limited to: (mehr …)

cfp: Open Government Data D-A-CH-LI-Konferenz

16. Mai 2013 beim Kongress „Effizienter Staat“, Friedrichstraße 169, D-10117 Berlin

CALL FOR PAPERS

2. Konferenz der OGD-D-A-CH-LI-Reihe unter dem Motto:

„Open Government – Bürgernähe durch Kulturwandel“

Am 16. Mai 2013 lädt der Behörden Spiegel gemeinsam mit den Kooperationspartnern Land Berlin, Digitales Österreich, ADV, und E-Government Schweiz zur zweiten Open Government Data D-A-CH-LI- Konferenz nach Berlin ein.

Die Konferenzreihe wurde ins Leben gerufen, um den Austausch und die engere Kooperation der deutschsprachigen Akteure bezüglich Open Government Data zu fördern. OGD D-A-CH-LI sieht sich als Plattform zum Erfahrungsaustausch der Stakeholdergruppen Politik, Verwaltung, BürgerInnen, Wirtschaft und Wissenschaft im D-A-CH-LI- Raum. Über 150 Open Government- Verantwortliche aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, Liechtenstein werden erwartet.

Dieser Call for Papers (für eine Beteiligung am Programm der Konferenz) richtet sich an Politik und Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zur Beteiligung am Programm der Konferenz.

Wir würden uns freuen, wenn Sie den Aufruf auch über Ihre Verteiler verbreiten.

Themen hierbei sind unter anderem:

  • § Lizenzmodelle für Verwaltungsdaten
  • § Metadatenkataloge
  • § Aufbau eines Open Government Data-Ökosystems: Wirtschaftsförderung, Gründerzentren, Kommunikationsstrategien
  • § Open Government in Aus- und Weiterbildung (Data Schools)
  • § Open Government Data Portale der (öffentlichen) Wirtschaft
  • § Open Government Data und Datenschutz
  • § Umsetzung der geplanten neuen PSI-Richtlinie
  • § Linked Open Government Data

Gerne nehmen wir auch Vorschläge über weitere Themen entgegen.

Wir freuen uns über Einsendungen bis zum 28. März 2013 (max. 5.000 Zeichen) auf elektronischem Weg an sonja.bechtold@behoerdenspiegel.de. Über Möglichkeiten der Beteiligung am Programm der zweiten ODG-D-A-CH-LI- Konferenz werden wir Sie rechtzeitig informieren.

Vorsitzende des Programmkomitees:

  • Dr. Peter Parycek, Donau-Universität Krems
  • Prof. Reinhard Riedl, Fachhochschule Bern
  • Prof. Jörn von Lucke, Zeppelin Universität

Weitere Informationen zur OGD-D-A-CH-LI-Konferenzreihe gibt es unter: www.effizienterstaat.eu und unter http://ogd.adv.at.

Unter www.government2020.de/blog/?p=1147 gibt es das Diskussionspapier zur OGD-Zusammenarbeit in der D-A-CH- Region, mit dem ein erster Rahmen der OGD-D-A-CH-LI- Kooperation beschrieben wurden.

 

Melden Sie sich schon jetzt an unter: http://www.effizienterstaat.eu/Anmeldung/ Die Konferenz ist für Angehörige des Öffentlichen Dienstes kostenfrei.