Session4: ePartizipation und eID

Präsentation von Michael Sachs und Judith Schossböck

Zur Sammlung von Meinungen zum Spannungsfeld E-Part und e-ID und die Diskussion von Anwendungsszenarien für E-Partizipation und elektronische Identitäten wird ein Brainstorming durchgeführt. Dieses bringt verschiedene Vorstellungen von einer elektronischen Identität ans Licht: Kaufen Raucher mit einer e-ID Zigaretten? Verwende ich mit Facebook eine e-ID? Fällt eine Supermarkt-Kundenkarte in diese Kategorie?

Man kann nicht von “der einen und einzigen” e-ID sprechen. Elektronische Identität kann in verschiedenen Ausprägungen konzipiert werden. Kann man von e-ID sprechen, oder ist die Bezeichnung “unterschiedliche Identifizierungsmöglichkeiten” adäquater?

Die Begriffe Identifikation (Feststellung der Identität: anonym bis Klarnamen) und Authentifikation (Echtheit der Willenserklärung in dem Sinn, dass ihr vorgeblicher Urheber auch der tatsächliche Urheber ist) sind zu differenzieren.

Welche Merkmale sollten elektronische Identitäten haben?

Je nach angestrebtem Ziel soll diesbezüglich dahingehend unterschieden werden: Für die Verfassung eines Diskussionsbeitrages soll die e-ID möglichst niederschwellig angelegt sein. Im Gegensatz dazu sind bei Entscheidungen andere Kriterien anzuwenden. Dies wird oft ausgeführt – welchen Hintergrund hat diese Ansicht? Anonym, Pseudonym, Klarnamen – was soll wie verwendet werden? Um sicherstellen zu können, dass eine Person eine Stimme hat, ist die technische Rückverfolgung auf die betreffende natürliche Person zwingend notwendig. Gleichzeitig kann die Anforderung der geheimen Stimmabgabe bestehen. Technisch ist dies lösbar. Doch wie begegnet man der Gefahr der Verzerrung des Meinungsbildes bei einer online durchgeführten Befragung? Bedingt die Tatsache, dass die “Netzcommunity” beteiligt wird, an sich eine Verzerrung des “Stimmungsbildes”?

Bei Partizipation gilt es viele Aspekte zu berücksichtigen. Bereits die Vorauswahl, die getroffen wird, bevor die partizipative Phase stattfindet, ist von großer Bedeutung für die Partizipation. Durch die Vorgabe von Alternativen wird der Beteiligungsprozess beeinflusst (Worüber darf abgestimmt werden?). “Wenn es wirklich wichtig ist, muss eine Abstimmung in der realen Welt durchgeführt werden” – Ja? Stimmt diese Aussage? Freier Zugang zur Partizipationsmöglichkeit ist essentiell.

Damit in Zusammenhang stehende Ereignisse wie die ÖH-Wahl via E-Voting und die Bürgerkarte als bekanntes elektronisches Identitätskonzept werden diskutiert. Das Ergebnis des laufenden Projekts E-Partizipation wird Aufschluss über Möglichkeiten der Identifizierungs- und Authentifizierungsmöglichkeiten bei demokratischer Online-Beteiligung geben.

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