Author: bettinarinnerbauer

20 JAHRE IRIS: Trends und Communities der Rechtsinformatik

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Wie der Ausschnitt aus der Titelseite des Konferenzprogramms zeigt, fand das Internationale Rechtsinformatik Symposion zum Generalthema “Trends und Communities der Rechtsinformatik” von 23. bis 25. Februar 2017 an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg statt. Vorträge wurden insbesondere zu den Themen Datenschutz, E-Government, E-Democracy, Rechtstheorie, Rechtsvisualisierung, Rechtsinformation und Robolaw – Ethical, Legal, Social Issues to Advanced Robotics gehalten. Mit Fokus auf die Mitwirkung durch MitarbeiterInnen der Donau-Universität Krems und auf einige persönliche Eindrücke, werden nachfolgend ausgewählte Programmpunkte skizziert.

E-Partizipation und Entbürokratisierung

Am 23.2.2017 zeigte Michael Sachs (Department für E-Governance in Wirtschaft und Verwaltung, DUK) in der Session “E-Partizipation” in seinem Vortrag Optionen zur Gestaltung der Evaluierung von elektronischen Beteiligungsprojekten auf. Den Prozess der Definition der Erwartungshaltung, der darauffolgenden Erstellung der Evaluierungsmatrix bis hin zur Durchführung der Evaluierung veranschaulichte er anhand von Beispielen. Als besonders bedeutsam hob er die Bestimmung der Indikatoren und Arten der Messung vor Beginn der Durchführung der E-Partizipation hervor.

Darüber hinaus wurden auch laufende Forschungsprojekte präsentiert, wie etwa Scoop4C und TOOP, die die Zielsetzung der stärkeren Entbürokratisierung miteinander vereint.

Copyright, Blockchain, Datenschutz

Am 24.2.2017 gab Philipp Homar (Department für Rechtswissenschaften und Internationale Beziehungen, DUK) Einblicke in die Rechtsprechung in der Rechtssache Amazon vor nationalen Gerichten und vor dem EuGH. Clemens Appl (Department für Rechtswissenschaften und Internationale Beziehungen, DUK) behandelt kritische Eckpunkte des EU Copyright Package in seinem Vortrag.Im Zentrum seiner Kritik stehen systemische und dogmatische Schwächen des Richtlinien-Entwurfs der Europäischen Kommission für ein Urheberrecht im Digitalen Binnenmarkt.

Auch Überlegungen im Zusammenhang mit Blockchain-Technologie wurden diskutiert, wie etwa rechtliche Herausforderungen ihrer Verwendung in elektronischen Wahlsystemen in Deutschland.

Dem Thema Datenschutz waren mehrere Sessions gewidmet. Diskutiert wurden etwa auf Datenschutzbeauftragte nach der Datenschutz-Grundverordnung zukommende Rechte und Pflichten und ob es denkbar ist, dass ein Datenschutzbeauftragter selbst verpflichtet sein könnte, einen Datenschutzbeauftragten zu bestellen.

Elektronische Rechtsetzung, Recht und Sprache

Moderiert von Bettina Rinnerbauer (Department für E-Governance in Wirtschaft und Verwaltung, DUK) fand am 25.2.2017 eine Session über Elektronische Rechtsetzung statt, in der unter anderem diskutiert wurde, inwieweit Systeme derzeit in der Lage wären, Regelungen in der Form von Modellen abzubilden. Potentiale und Herausforderungen der Idee der Verwendung technischer Systeme als Unterstützung für Legisten wurden thematisiert. Auch wurde demonstriert, wie eine Bestimmung in Technik “übersetzt” wurde.

Benedikt Lutz (Zentrum für Kognition, Information und Management, DUK) setzte in seinem Vortrag den Schwerpunkt auf die Verständlichkeit von Gesetzen und referierte zu der Frage, was Legisten von Technischen Redakteuren lernen können. Das Ziel des erleichterten Verständnisses von Gesetzen verfolgte auch ein weiterer Vortragender, der Beispiele zur Umformulierung einzelner gesetzlicher Bestimmungen in Klarsprache anführte (weitere Informationen dazu siehe: http://www.klarsprache.at).

Weitere Informationen zum IRIS

IRIS auf Twitter: @ri_symposion

In Tweets zur diesjährigen Konferenz wurde #iris2017 verwendet. Dies zeigte sich auch in der Trendline für Österreich.

Innovationsworkshops: weitere Anmeldungen erwünscht

Wir haben es uns gemeinsam mit der Stadt Wien zum Ziel gesetzt, im Rahmen der Digitalen Agenda Wien Ihre konkreten Erfahrungen und Wünsche im Zusammenhang mit Behördenverfahren bei der Konzeption neuer Online-Services zu berücksichtigen. Sie ermöglichen ein Eingehen auf Ihre Wünsche dadurch, dass Sie diese im Rahmen eines Workshops zu untenstehenden Themen mit uns teilen, denn Sie sind ExpertInnen wenn es um Ihre Erfahrungen und Anregungen geht. Wir freuen uns auf interessante Diskussionen mit Bürgerinnen und Bürgern am 10.11.2016 und mit Unternehmerinnen und Unternehmern am 22.11.2016.

Zielgruppe Bürgerinnen und Bürger

  • Wann? Do, 10. November 2016, 16:30–20:00 Uhr
  • Wo? Friedrich-Schmidt-Platz 3, 1010 Wien

Zur Wahl stehende Themen: Umzug aus anderen Bundesländern nach Wien, Bedürfnisse von Erziehungsberechtigten, Optimierter und auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittener, personalisierter Amtsweg sowie Bedürfnisse der Altersgruppe 60+

Zielgruppe Unternehmerinnen und Unternehmer

  • Wann? Di, 22. November 2016, 16:30–20:00 Uhr
  • Wo? Friedrich-Schmidt-Platz 3, 1010 Wien

Zur Wahl stehende Themen: Unternehmensgründung, Förderungen, Optimierter und auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittener, personalisierter Amtsweg sowie ein durch Sie vorgeschlagenes Thema

Anmeldung

Bitte melden Sie sich unter post-pikt@md-os.wien.gv.at an und geben Sie uns folgende Informationen bekannt:

  • Name, Unternehmen/Beruf
  • Interesse an der Teilnahme am Workshop für BürgerInnen (10.11.) und/oder Workshop für UnternehmerInnen (22.11.)
  • Lieblingsthema aus der oben genannten Liste der zur Wahl stehenden Themen

Wenn Sie Alter, Geschlecht, Wohnort und höchste abgeschlossene Ausbildung angeben (freiwillig), unterstützen Sie uns bei der Sammlung von Bedürfnissen aus verschiedenen Blickwinkeln. Über die Vergabe freier Plätze werden wir Sie in einer Rückmeldung informieren. Auch für den Fall, dass kein Platz mehr frei sein sollte, werden Sie im Nachhinein kurz über den Workshop informiert.

Siehe auch: Informationsblatt

Wir freuen uns auf die Kick-Off Veranstaltung des Projekts Data Market Austria

…und laden Sie herzlich dazu ein!

Alle interessierten Personen sind zur offiziellen Kick-off Veranstaltung des Projekts eingeladen.

Wann:                   3. November 2016, 16:00 Uhr

Wo:             T-Center, Rennweg 97-99, 1030 Wien

Melden Sie sich an unter http://datamarket.eventbrite.com an und sichern Sie sich die noch verfügbaren Plätze.

logo

Durch Ihre Teilnahme am Kick-Off Event lernen Sie das „IKT der Zukunft“ Leitprojekt Data Market Austria (DMA) kennen und haben die Gelegenheit, sich mit den Projektpartnern auszutauschen. Ziel dieses von FFG/BMVIT geförderten Projekts ist die Entwicklung eines neuen, auf sicherer Technologie basierenden  Datenmarktes für Österreich. Bestandteil des Projekts ist auch die Untersuchung innovativer Geschäftsmodelle, die für alle Akteure des Datenmarktes in Österreich (wie etwa Datenanbieter, Dateninfrastrukturanbieter, StartUps und Daten Broker) interessant sein können. Wie Beteiligte im Datenmarkt agieren können, wird das Projekt anhand der Bereiche Erdbeobachtung und Mobilität beispielhaft zeigen. Unsere Rolle wird dabei  insbesondere in der Leistung eines Beitrags zur Analyse der rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und zur Verbesserung der Datenqualität bestehen.

Folgende Agenda wurde für 3. November 2016 festgelegt:

agenda-offizielles-kick-off

Siehe auch: Twitter: @DataMarketAT #DataMarketAT

Projektpartner: Research Studios Austria Forschungsgesellschaft (Projektleitung), Austrian Institute of Technology, Catalysts, Compass-Verlag GmbH, Donau Universität Krems, Earth Observation Data Centre, INiTS Universitäres Gründerservice Wien, Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH. Know-Center GmbH, Lefkopoulos KG – bouncingbytes, Semantic Web Company GmbH, Siemens, T-Mobile Austria GmbH, TDA Trusted Data Analytics GmbH & Co KG, T-Systems Austria GmbH, Wikimedia Austria, Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik

Richten Sie inhaltliche Rückfragen an das Department für E-Governance in Wirtschaft und Verwaltung bitte direkt an Johann Höchtl unter johann.hoechtl@donau-uni.ac.at

 

Keynote Mila Gascó: Co-Production and ICT-enabled Co-Production #cedem16

Mila Gascó (Institute of Public Governance and Management ESADE) held her keynote “Co-Production and ICT-enabled Co-Production” at the CeDEM16.

Foto Mila Gascó (4)Mila Gascó
Mila Gascó holds a MBA and a Ph. D. in public policy evaluation (Award Enric Prat de la Riba granted to the best Ph. D. thesis on public management and administration, given by the Escola d’Administració Pública de Catalunya in Barcelona, Spain).

Nowadays, she is a senior researcher at the Institute of Innovation and Knowledge Management and the Institute of Public Governance and Management, both at ESADE. In the latter, she is in charge of the e-governance, open government and smart cities areas of research.  For seven years, she was a senior analyst at the International Institute on Governance of Catalonia. Mila Gascó has a lot of consulting experience on the information and knowledge society as well.

CeDEM16
CeDEM – the international Conference for e-Democracy and Open Government – brings together e-democracy, e-participation and open government specialists working in academia, politics, government and business to critically analyse the innovations, issues, ideas and challenges in the networked societies of the digital age. The CeDEM16 will be held from May 18th to May 20th 2016 at the Danube University Krems.

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Open government can be defined as a transparent, collaborative and participative government, that mixes different ICT-tools in order to reach its objectives. Collaboration refers to the work of the public administration (internally and externally), which can be distinguished from participation. Social innovation is usually bottom-up led, while co-production is usually top-bottom-led. Co-production encompasses stakeholders and citizens in further developing public services (precise definition see OECD, 2011). Co-production can be shaped in co-commission over co-design, co-delivery and co-assessment.

Co-production, open innovation, ICT-enabled Co-production

Co-production is linked to open innovation: Based on Chesbrough, the open-innovation concept has been applied on the private sector. Approaches to apply this concept on the public sector were needed. Open Innovation means searching for solutions outside of organisational boundaries (Mergel and Desouza).

We used to co-produce before, but ICT makes it different nowadays and links it to open innovation. What has changed is the citizen-centricity. Public services can be made more efficient, but they will only be more effective if citizens’ opinions are taken into account.

Radical improvement of public services

If we take into account that co-production is about collaboration and that co-production makes things more effective, we can get improvement, but not radical improvement, if ICTs play a marginal role and there is a low involvement. If ICT is adopted in the public sector, there is the technocratic paradigm of e-government, when the involvement is low and the role of ICT is central. When a high level of involvement interacts with a high importance of technology, radical service improvement through open and inclusive e-governance, will be possible.  (Cucciniello & Nasi 2015)

Co-production-example

As example of using open data, developing apps and engaging people, inter alia rodalia.info (Spain) can be mentioned. Rodalia asks citizens and organisations to help identifying potential terroristic actions or related suspenses. Public administration can’t monitor everything, therefore, they co-produce.

Co-production can be seen in the actual building of an app (using open data to build the app) or also in using citizen feeds in order to make the app very useful.

Co-production from a historical perspective

We have always co-produced. Otherwise it would be impossible to deliver some services: A co-produced service is f.i. taking out garbage to make the collection and removal of garbage possible.

Factors influencing ICT-enabled co-production

Factors that influence ICT-enabled co-production (Voorberg et al. 2014, Cucciniello & Nasi, 2015) are

  • Organizational factors: A risk averse administration culture, the preparedness for participation (hierarchy? bureaucracy?) and an open attitude (The leadership decides to co-produce, but who really co-produces? The persons who undertake the role of co-producers shall have an open attitude too.) play a crucial role for co-production.
  • Citizens’ behaviour: People need to feel heard and want to improve things, which is why it should be made transparent, what contribution was helpful for what step or how their contribution was taken into account.
  • ICT factors

Summary

  • Not everyone wants or knows how to co-produce.
  • Co-production is not for free, it involves especially the resources of time and money.
  • Often, the process is much more important than the outcome itself. After a co-production process, we will come up with more empowered people.
  • Co-production does not need ICT, but the latter will speed up the co-production process.
  • ICT-enabled co-production is contextual, over all in organisation and design.

Further Information about Mila Gascó: http://www.esade.edu/research-webs/eng/igdp

Keynote Efthimios Tambouris: Multidimensional Open Government Data #cedem16

Efthimios Tambouris held his keynote “Multidimensional Open Government Data” at the CeDEM16.

Tambouris-profilEfthimios Tambouris
Efthimios Tambouris is an Associate Professor of “Information Systems and eGovernment” at the Department of Applied Informatics at the University of Macedonia, Thessaloniki, Greece. Before that, he served at Research Centers CERTH/ITI and NCSR ‘Demokritos’ and the ICT Industry. Dr. Tambouris holds a Diploma in Electrical Engineering from the National Technical University of Athens (NTUA), Greece, and an MSc and PhD from Brunel University, UK. During the last sixteen years he has initiated, coordinated and participated in numerous EU-funded research projects mainly in the field of eGovernment. He is an expert for the European Commission and CEN. He is co-chair of the IFIP International Conference on eParticipation (ePart) and has more than 150 scientific publications.

CeDEM16
CeDEM – the international Conference for e-Democracy and Open Government – brings together e-democracy, e-participation and open government specialists working in academia, politics, government and business to critically analyse the innovations, issues, ideas and challenges in the networked societies of the digital age. The CeDEM16 will be held from May 18th to May 20th 2016 at the Danube University Krems.

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Efthimios Tambouris, Applied Informatics Dpt at University of Macedonia (GR), on “Multidimensional Open Government Data”

There are various open data portals and a lot of conceptual research has been conducted. When examining data portals, it becomes apparent, that the vast majority of the data are numbers (demographic, statistical data etc.). Statistical analyses, visualisations and the development of apps are possible.

What’s new in the OGD portals environment?

New is the fact, that one has access to so much data. Searching for international data might though be not too easy, because this would have to be done using different data portals. Looking at internet usage vs. individuals’ level of internet skills reveals certain correlations. To take one example, data.gov.uk was selected with the objective to get data on unemployment. This showed, finding the data even on only one data portal can be quite difficult, as the result were over 1000 excel files, which would have to be all opened manually. Data being located in excel or csv files and being distributed makes reaching good results challenging.

Usually, being provided only with a number doesn’t suffice to understand its meaning, as it is dependent on the context as f.i. what is measured and to what place the measurement – which is expressed through the number – refers.

Introducing Data Cubes

Statistical data can be compared to data cubes encompassing different dimensions. To stick to the example, such a dimension could be the age of a person if we deal with the issue of unemployment. Data can be rolled up or drilled down (in the sense of summarizing and climbing up a hierarchy or reducing a dimension on the one hand or going down a hierarchy), diced and also sliced, as is shown visually.

One challenge is the knowledge necessary for expanding cubes with data of different cubes. These different cubes could encompass the same dimensions, but comprise different measures.

Open Cube

The research project Open Cube deals with the question of how publishers can publish their content in cubes and how users can make use of it.

Finding data stored in different countries’ portals

Through the internet, within one’s working environment a SPARQL query can be issued and an answer is transferred, provided that the data is stored in the RDF-format. This can also be applied with different sources, which would solve the problem of linking open data portals. With reference to Tim Berners Lee’s 5-star model, a portal publishing data in RDF should be assigned with four stars, while providing Linked Open Data is seen as 5-star-procedure. The RDF Data Cube Vocabulary allows to model multi-dimensional data as RDF-graphs.

Expander suggests improvements

There is a need for tools in order to start with your own data if you want to create statistical cubes and there are lots of tools, starting from XLS and CSV. New is the expander, which was added to the cube structure and the data (table view). A compatibility-check is done by the software and makes suggestions to supplement the data with f.i. newer data on the same issue. The tool supports different visualisation techniques and enables f.i. comparisons of data of the same topic from different regions (as f.i. employment data).

 

See http://opengovintelligence.eu/

Further Information about Efthimios Tambouris: http://uom-gr.academia.edu/tambouris