Author: bh

govcamp vienna

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(Un-)Konferenz in neunter Auflage

Die “Unkonferenz” govcamp vienna blickt auf eine Geschichte zurück, in der sich zwar das Motto laufend geändert hat, die grundlegende Ausrichtung im Themenbereich Digitalisierung und Verwaltung und der Stil eines Barcamps jedoch die Jahre hindurch erhalten geblieben sind. Mit einer Konferenz hat ein Barcamp gemeinsam, dass aktuelle Forschung diskutiert werden, neue Projekte angebahnt werden können und man sich im Vorfeld registriert . Anders als bei einer Konferenz kann man zwar, aber man muss das Thema, dem man seinen Vortrag widmen möchte, nicht im Vorhinein bekannt geben. Das Programm entsteht aus den Vorschlägen der TeilnehmerInnen am Tag der Veranstaltung „live“ (und sieht dann mitunter so aus). Durch die gemeinsame Festlegung des Sessionplans soll sichergestellt werden, dass genau jenen Themen eine Plattform gegeben wird, die den TeilnehmerInnen wichtig sind. Anders als bei vielen Konferenzen ist die Teilnahme kostenlos.

Motto 2018: Automatisch, praktisch, menschlich – Zusammenarbeit für die Zukunft

Am 30.11.2018 ab 9:00 Uhr in der Stadlauer Straße 56 in Wien (Stadt Wien, MA 01) werden sich Akteure aus Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft über Digitalisierungsthemen austauschen, die sie beschäftigen.

Getreu dem Motto „Automatisch, praktisch, menschlich – Zusammenarbeit für die Zukunft“, soll das Aufstreben künstlicher Intelligenz genauso zum Diskussionspunkt gemacht werden wie andere Bereiche der Digitalisierung. Erfahrungsgemäß gehören zu den behandelten Themen solche aus den Themenfeldern E-Government, Datenschutz und –sicherheit sowie Smart City und Lebensqualität. Das govcamp vienna ist offen für kurze Vorträge oder Workshops, aus denen sich Diskussionen ergeben, die im weiteren Sinn mit Digitalisierung und öffentlicher Verwaltung zusammenhängen.

Wie wird sich Zusammenarbeit zukünftig gestalten, wird man den Kollegen Roboter begrüßen? Wie managt man halb virtuelle, halb physische Teams? Die Interaktion Mensch – Maschine wird immer mehr zum Thema. Wie kann Partizipation mittels sicherer Lösungen (wie Blockchain) aussehen, die ortsunabhängig stattfinden kann? Schaffen wir dadurch mehr Teilhabe für alle und eine gerechtere Gesellschaft? Spielt uns die Automatisierung frei für die wirklich wichtigen Dinge?

Zum Austausch über diese und viele andere Fragen sind alle Interessierten und Aktiven aus der Zivilgesellschaft, VertreterInnen aus Verwaltung, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft eingeladen, aktiv an den Sessions mitzuwirken und sich in den Zeiten zwischen den Sessions zu vernetzen.

Eine Disziplin ist oft nicht genug: Perspektivenwechsel

Rechnen Sie mit temporären Verständigungsschwierigkeiten, neuen Einblicken und anderen Blickwinkeln. Stellen Sie sich darauf ein, dass Ihre Argumente auf den Kopf gestellt werden und bereiten Sie sich darauf vor, dass Sie neue Kontakte knüpfen werden. Open Government, offene Daten, Beteiligung im Rechtsetzungsprozess, Verbesserung der Datenqualität und WienBot sind nur einige der Themen der govcamps der letzten Jahre. So wird aus technischem, rechtlichem und organisatorischem Blickwinkel oder ganz einfach praxisnah diskutiert, woran es Ihrer Meinung nach hakt oder was erforderlich ist, damit die Digitalisierung der Gesellschaft dient. Fragen aus laufenden Forschungsprojekten können genauso Thema sein wie praktische Erfahrungen von Entwicklern bei der Nutzung von Daten der öffentlichen Hand. Wie kann der Einsatz von Technologie die Lebensqualität erhöhen? Was ist dabei zu beachten? Kennen Sie Best Practices, die als Vorbilder fungieren könnten?

Machen Sie sich in einem unserer Rückblicke auf vergangene govcamps ein eigenes Bild von der Veranstaltungsreihe:

Das Wichtigste kurz zusammengefasst

Was? Wann? Wo?

govcamp vienna: Akteure aus Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft debattieren über Digitalisierungsthemen, die sie beschäftigen.

30.11., 9:00 Uhr

Stadt Wien, MA 01 – Wien Digital, Stadlauer Straße 56, Wien

Was muss ich tun um teilzunehmen?

Bitte registrieren Sie sich hier   und geben Sie – wenn Sie mögen – gleich bekannt, was Sie bewegt und worüber Sie sich mit anderen ganz besonders austauschen möchten.

Näheres und Updates werden auch via Twitter oder Facebook ausgesandt.

20 JAHRE IRIS: Trends und Communities der Rechtsinformatik

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Wie der Ausschnitt aus der Titelseite des Konferenzprogramms zeigt, fand das Internationale Rechtsinformatik Symposion zum Generalthema “Trends und Communities der Rechtsinformatik” von 23. bis 25. Februar 2017 an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg statt. Vorträge wurden insbesondere zu den Themen Datenschutz, E-Government, E-Democracy, Rechtstheorie, Rechtsvisualisierung, Rechtsinformation und Robolaw – Ethical, Legal, Social Issues to Advanced Robotics gehalten. Mit Fokus auf die Mitwirkung durch MitarbeiterInnen der Donau-Universität Krems und auf einige persönliche Eindrücke, werden nachfolgend ausgewählte Programmpunkte skizziert.

E-Partizipation und Entbürokratisierung

Am 23.2.2017 zeigte Michael Sachs (Department für E-Governance in Wirtschaft und Verwaltung, DUK) in der Session “E-Partizipation” in seinem Vortrag Optionen zur Gestaltung der Evaluierung von elektronischen Beteiligungsprojekten auf. Den Prozess der Definition der Erwartungshaltung, der darauffolgenden Erstellung der Evaluierungsmatrix bis hin zur Durchführung der Evaluierung veranschaulichte er anhand von Beispielen. Als besonders bedeutsam hob er die Bestimmung der Indikatoren und Arten der Messung vor Beginn der Durchführung der E-Partizipation hervor.

Darüber hinaus wurden auch laufende Forschungsprojekte präsentiert, wie etwa Scoop4C und TOOP, die die Zielsetzung der stärkeren Entbürokratisierung miteinander vereint.

Copyright, Blockchain, Datenschutz

Am 24.2.2017 gab Philipp Homar (Department für Rechtswissenschaften und Internationale Beziehungen, DUK) Einblicke in die Rechtsprechung in der Rechtssache Amazon vor nationalen Gerichten und vor dem EuGH. Clemens Appl (Department für Rechtswissenschaften und Internationale Beziehungen, DUK) behandelt kritische Eckpunkte des EU Copyright Package in seinem Vortrag.Im Zentrum seiner Kritik stehen systemische und dogmatische Schwächen des Richtlinien-Entwurfs der Europäischen Kommission für ein Urheberrecht im Digitalen Binnenmarkt.

Auch Überlegungen im Zusammenhang mit Blockchain-Technologie wurden diskutiert, wie etwa rechtliche Herausforderungen ihrer Verwendung in elektronischen Wahlsystemen in Deutschland.

Dem Thema Datenschutz waren mehrere Sessions gewidmet. Diskutiert wurden etwa auf Datenschutzbeauftragte nach der Datenschutz-Grundverordnung zukommende Rechte und Pflichten und ob es denkbar ist, dass ein Datenschutzbeauftragter selbst verpflichtet sein könnte, einen Datenschutzbeauftragten zu bestellen.

Elektronische Rechtsetzung, Recht und Sprache

Moderiert von Bettina Rinnerbauer (Department für E-Governance in Wirtschaft und Verwaltung, DUK) fand am 25.2.2017 eine Session über Elektronische Rechtsetzung statt, in der unter anderem diskutiert wurde, inwieweit Systeme derzeit in der Lage wären, Regelungen in der Form von Modellen abzubilden. Potentiale und Herausforderungen der Idee der Verwendung technischer Systeme als Unterstützung für Legisten wurden thematisiert. Auch wurde demonstriert, wie eine Bestimmung in Technik “übersetzt” wurde.

Benedikt Lutz (Zentrum für Kognition, Information und Management, DUK) setzte in seinem Vortrag den Schwerpunkt auf die Verständlichkeit von Gesetzen und referierte zu der Frage, was Legisten von Technischen Redakteuren lernen können. Das Ziel des erleichterten Verständnisses von Gesetzen verfolgte auch ein weiterer Vortragender, der Beispiele zur Umformulierung einzelner gesetzlicher Bestimmungen in Klarsprache anführte (weitere Informationen dazu siehe: http://www.klarsprache.at).

Weitere Informationen zum IRIS

IRIS auf Twitter: @ri_symposion

In Tweets zur diesjährigen Konferenz wurde #iris2017 verwendet. Dies zeigte sich auch in der Trendline für Österreich.

Innovationsworkshops: weitere Anmeldungen erwünscht

Wir haben es uns gemeinsam mit der Stadt Wien zum Ziel gesetzt, im Rahmen der Digitalen Agenda Wien Ihre konkreten Erfahrungen und Wünsche im Zusammenhang mit Behördenverfahren bei der Konzeption neuer Online-Services zu berücksichtigen. Sie ermöglichen ein Eingehen auf Ihre Wünsche dadurch, dass Sie diese im Rahmen eines Workshops zu untenstehenden Themen mit uns teilen, denn Sie sind ExpertInnen wenn es um Ihre Erfahrungen und Anregungen geht. Wir freuen uns auf interessante Diskussionen mit Bürgerinnen und Bürgern am 10.11.2016 und mit Unternehmerinnen und Unternehmern am 22.11.2016.

Zielgruppe Bürgerinnen und Bürger

  • Wann? Do, 10. November 2016, 16:30–20:00 Uhr
  • Wo? Friedrich-Schmidt-Platz 3, 1010 Wien

Zur Wahl stehende Themen: Umzug aus anderen Bundesländern nach Wien, Bedürfnisse von Erziehungsberechtigten, Optimierter und auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittener, personalisierter Amtsweg sowie Bedürfnisse der Altersgruppe 60+

Zielgruppe Unternehmerinnen und Unternehmer

  • Wann? Di, 22. November 2016, 16:30–20:00 Uhr
  • Wo? Friedrich-Schmidt-Platz 3, 1010 Wien

Zur Wahl stehende Themen: Unternehmensgründung, Förderungen, Optimierter und auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittener, personalisierter Amtsweg sowie ein durch Sie vorgeschlagenes Thema

Anmeldung

Bitte melden Sie sich unter post-pikt@md-os.wien.gv.at an und geben Sie uns folgende Informationen bekannt:

  • Name, Unternehmen/Beruf
  • Interesse an der Teilnahme am Workshop für BürgerInnen (10.11.) und/oder Workshop für UnternehmerInnen (22.11.)
  • Lieblingsthema aus der oben genannten Liste der zur Wahl stehenden Themen

Wenn Sie Alter, Geschlecht, Wohnort und höchste abgeschlossene Ausbildung angeben (freiwillig), unterstützen Sie uns bei der Sammlung von Bedürfnissen aus verschiedenen Blickwinkeln. Über die Vergabe freier Plätze werden wir Sie in einer Rückmeldung informieren. Auch für den Fall, dass kein Platz mehr frei sein sollte, werden Sie im Nachhinein kurz über den Workshop informiert.

Siehe auch: Informationsblatt

Wir freuen uns auf die Kick-Off Veranstaltung des Projekts Data Market Austria

…und laden Sie herzlich dazu ein!

Alle interessierten Personen sind zur offiziellen Kick-off Veranstaltung des Projekts eingeladen.

Wann:                   3. November 2016, 16:00 Uhr

Wo:             T-Center, Rennweg 97-99, 1030 Wien

Melden Sie sich an unter http://datamarket.eventbrite.com an und sichern Sie sich die noch verfügbaren Plätze.

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Durch Ihre Teilnahme am Kick-Off Event lernen Sie das „IKT der Zukunft“ Leitprojekt Data Market Austria (DMA) kennen und haben die Gelegenheit, sich mit den Projektpartnern auszutauschen. Ziel dieses von FFG/BMVIT geförderten Projekts ist die Entwicklung eines neuen, auf sicherer Technologie basierenden  Datenmarktes für Österreich. Bestandteil des Projekts ist auch die Untersuchung innovativer Geschäftsmodelle, die für alle Akteure des Datenmarktes in Österreich (wie etwa Datenanbieter, Dateninfrastrukturanbieter, StartUps und Daten Broker) interessant sein können. Wie Beteiligte im Datenmarkt agieren können, wird das Projekt anhand der Bereiche Erdbeobachtung und Mobilität beispielhaft zeigen. Unsere Rolle wird dabei  insbesondere in der Leistung eines Beitrags zur Analyse der rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und zur Verbesserung der Datenqualität bestehen.

Folgende Agenda wurde für 3. November 2016 festgelegt:

agenda-offizielles-kick-off

Siehe auch: Twitter: @DataMarketAT #DataMarketAT

Projektpartner: Research Studios Austria Forschungsgesellschaft (Projektleitung), Austrian Institute of Technology, Catalysts, Compass-Verlag GmbH, Donau Universität Krems, Earth Observation Data Centre, INiTS Universitäres Gründerservice Wien, Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH. Know-Center GmbH, Lefkopoulos KG – bouncingbytes, Semantic Web Company GmbH, Siemens, T-Mobile Austria GmbH, TDA Trusted Data Analytics GmbH & Co KG, T-Systems Austria GmbH, Wikimedia Austria, Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik

Richten Sie inhaltliche Rückfragen an das Department für E-Governance in Wirtschaft und Verwaltung bitte direkt an Johann Höchtl unter johann.hoechtl@donau-uni.ac.at

 

Keynote Mila Gascó: Co-Production and ICT-enabled Co-Production #cedem16

Mila Gascó (Institute of Public Governance and Management ESADE) held her keynote “Co-Production and ICT-enabled Co-Production” at the CeDEM16.

Foto Mila Gascó (4)Mila Gascó
Mila Gascó holds a MBA and a Ph. D. in public policy evaluation (Award Enric Prat de la Riba granted to the best Ph. D. thesis on public management and administration, given by the Escola d’Administració Pública de Catalunya in Barcelona, Spain).

Nowadays, she is a senior researcher at the Institute of Innovation and Knowledge Management and the Institute of Public Governance and Management, both at ESADE. In the latter, she is in charge of the e-governance, open government and smart cities areas of research.  For seven years, she was a senior analyst at the International Institute on Governance of Catalonia. Mila Gascó has a lot of consulting experience on the information and knowledge society as well.

CeDEM16
CeDEM – the international Conference for e-Democracy and Open Government – brings together e-democracy, e-participation and open government specialists working in academia, politics, government and business to critically analyse the innovations, issues, ideas and challenges in the networked societies of the digital age. The CeDEM16 will be held from May 18th to May 20th 2016 at the Danube University Krems.

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Get access to the presentation

Open government can be defined as a transparent, collaborative and participative government, that mixes different ICT-tools in order to reach its objectives. Collaboration refers to the work of the public administration (internally and externally), which can be distinguished from participation. Social innovation is usually bottom-up led, while co-production is usually top-bottom-led. Co-production encompasses stakeholders and citizens in further developing public services (precise definition see OECD, 2011). Co-production can be shaped in co-commission over co-design, co-delivery and co-assessment.

Co-production, open innovation, ICT-enabled Co-production

Co-production is linked to open innovation: Based on Chesbrough, the open-innovation concept has been applied on the private sector. Approaches to apply this concept on the public sector were needed. Open Innovation means searching for solutions outside of organisational boundaries (Mergel and Desouza).

We used to co-produce before, but ICT makes it different nowadays and links it to open innovation. What has changed is the citizen-centricity. Public services can be made more efficient, but they will only be more effective if citizens’ opinions are taken into account.

Radical improvement of public services

If we take into account that co-production is about collaboration and that co-production makes things more effective, we can get improvement, but not radical improvement, if ICTs play a marginal role and there is a low involvement. If ICT is adopted in the public sector, there is the technocratic paradigm of e-government, when the involvement is low and the role of ICT is central. When a high level of involvement interacts with a high importance of technology, radical service improvement through open and inclusive e-governance, will be possible.  (Cucciniello & Nasi 2015)

Co-production-example

As example of using open data, developing apps and engaging people, inter alia rodalia.info (Spain) can be mentioned. Rodalia asks citizens and organisations to help identifying potential terroristic actions or related suspenses. Public administration can’t monitor everything, therefore, they co-produce.

Co-production can be seen in the actual building of an app (using open data to build the app) or also in using citizen feeds in order to make the app very useful.

Co-production from a historical perspective

We have always co-produced. Otherwise it would be impossible to deliver some services: A co-produced service is f.i. taking out garbage to make the collection and removal of garbage possible.

Factors influencing ICT-enabled co-production

Factors that influence ICT-enabled co-production (Voorberg et al. 2014, Cucciniello & Nasi, 2015) are

  • Organizational factors: A risk averse administration culture, the preparedness for participation (hierarchy? bureaucracy?) and an open attitude (The leadership decides to co-produce, but who really co-produces? The persons who undertake the role of co-producers shall have an open attitude too.) play a crucial role for co-production.
  • Citizens’ behaviour: People need to feel heard and want to improve things, which is why it should be made transparent, what contribution was helpful for what step or how their contribution was taken into account.
  • ICT factors

Summary

  • Not everyone wants or knows how to co-produce.
  • Co-production is not for free, it involves especially the resources of time and money.
  • Often, the process is much more important than the outcome itself. After a co-production process, we will come up with more empowered people.
  • Co-production does not need ICT, but the latter will speed up the co-production process.
  • ICT-enabled co-production is contextual, over all in organisation and design.

Further Information about Mila Gascó: http://www.esade.edu/research-webs/eng/igdp