Wien

7 Fragen zu Open Data Inside an Andreas Langegger

Am 22. Jänner 2015 wurde im Expat Center Wien das Open Data Inside Badge präsentiert. Sonja Fischbauer von der OKFN Austria moderierte den Abend und als Keynote Speaker waren Andreas Langegger, Co-Initiator des Projekts und Gründer des Immobiliensuche-Startups zoomsquare.com, Bernhard Steinmayer von der Wirtschaftsagentur Wien, sowie Stefano Bertolo, Scientific Project Officer bei der EU-Kommission eingeladen.

Wir haben bei Andreas Langegger nachgefragt, was es mit dem Projekt “Open Data Inside” auf sich hat.

Open Data Inside in a nutshell

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Abb. 1: Open Data Inside in a nutshell

1. Seit Jänner 2015 gibt es die Initiative “Open Data Inside”. Diese Organisation vergibt für Projekte einen Art digitalen “Badge” – wofür wird der Badge vergeben?

Es gibt bereits zahlreiche Unternehmen, Organisationen, Entwickler die Open Data in ihren Produkten und Projekten verwenden. Leider ist das von außen meist nicht sichtbar. Deshalb wurde das Open Data Inside Badge ins Leben gerufen: jeder der Open Data verwendet, soll das auch nach außen hin zeigen. Ganz nach dem Motto „Wo Open Data drin ist, soll auch Open Data draufstehen.“

2. Kann jeder mitmachen und welche Kriterien gibt es für diesen Badge? Was sind die Voraussetzungen?

Da wir eine möglichst große Reichweite haben möchten, um Awareness zu schaffen, wurde bewusst auch einen komplizierten „Auswahlprozess“ verzichtet. Jeder, der also „Open Data“ verwendet, also offene Daten laut opendefinition.org, der darf und soll das Badge verwenden.

3. Was ist mit den Projekten und TeilnehmerInnen geplant?

Es handelt sich um ein Awareness Projekt. Derzeit geht es uns ganz einfach darum, der Welt zu zeigen, wo überall Open Data verwendet wird und wie wichtig das Thema ist. Natürlich um in Zukunft mehr Rückenwind für weitere Maßnahmen sowie auch eine ordentliche Umsetzung der neuen PSI Direktive zu haben.

4. Wer steckt hinter Open Data Inside und wie ist das Projekt zu Stande gekommen?

Dahinter stecken einerseits die OKF Austria, die sich schon seit mehreren Jahren für Open Data in Österreich einsetzt, sowie das Immobiliensuche-Startup zoomsquare.com. Andreas Langegger, Gründer von zoomsquare, hat 2010 die Open Data Szene in Österreich mitbegründet, nachdem er die Initiativen in Amerika und UK mitverfolgte.

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Abb. 2: Open Data Inside Badge (Quelle: opendatainside.com)

5. Was war die Idee dabei und gibt es ähnliche Ideen in anderen Ländern?

Das Badge soll sich wie ein Lauffeuer verbreiten, nachdem die Seite auch in andere europäische Sprachen übersetzt ist und das Badge in weiteren Ländern gestartet wird. Das Thema Open Data soll damit auch in einer breiteren Öffentlichkeit mehr Sichbarkeit und Bekanntheit erlangen. Bislang gab es zwar kleine „Open Data“ Buttons im W3C-Stil, allerdings gab es kein Konzept dahinter, wie man die Verwendung dieses Buttons promoten könnte. Außerdem ist der Button kaum sichtbar.

6. Was wollt ihr damit erreichen, was ist das Ziel?

In den nächsten zwei Jahren soll Open Data nicht nur Thema eines engen Kreises von Entwicklern, Datenjournalisten und Wissenschaftlern sein, sondern auch in der breiten Bevölkerung bekannt werden. Jedem Bürger sollten die Vorteile von Open Data klar sein.

7. Was wäre bei Open Data in Österreich ein wünschenswertes Ziel?

Jedem sollte klar sein, dass es viele Dienste, wie auch zoomsquare.com, ohne Open Data nicht gäbe! Es wäre wünschenswert, dass die Politik in ganz Österreich das Thema als Chance sieht und mehr Daten öffnet. Nicht weil es die EU mit der PSI Direktive ohnehin vorschreibt, sondern weil damit ein großer Schatz gehoben wird und wir alle davon profitieren werden.


Links
zoomsquare.com
OKFN (Open Knowledge Foundation)
futurezone.at (31.01.2015)

Gov2Vienna Camp 2014 – Zusammenfassung

Gov20camp_Vienna_2014_RingDas 5. #gov2vie-Barcamp Wien ging über die mittlerweile familiäre Bühne – bekannte und neue Gesichter diskutierten auch dieses mal über Innovation, Open Government und Partizipation. Wir haben für Sie zum Nachlesen eine Linkliste erstellt – danke an das Dokumentations-Team von der Donau-Universität Krems und Dialogplus! 

Der Stadt Wien ist ein partizipativer Zugang zur Weiterentwicklung der öffentlichen IT-Strategie der Stadt wichtig, insofern war es schön, dass das Barcamp im Rathaus stattfinden konnte, auch Sessions zur Digitalen Agenda der Stadt Wien sowie des Open Data-Portals zeigten, dass die Stadt am Barcamp sehr präsent war. Es kamen jedoch die unterschiedlichsten Perspektiven in den Sessions zur Sprache – neben den Städten auch die der Unternehmen, Wissenschaft, oder der BürgerInnen.

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Links und Dokumentation:

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Slot D: Open Data Portal Wien

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Martin Kaltenböck und Brigitte Lutz stellten das Opendataportal.at in den Mittelpunkt ihrer Session. Diese stand unter dem Motto: “Wünsch dir was für das Opendataportal.at”.

  • CKAN Geo-Extension
  • Domänenspezifische Datenvisualisierungen: 3D-Druckmodelle,
  • Daten, die auf Github liegen, in das opendataportal.at einspielen
  • Dokumentation der CKAN-API, mit der es möglich ist, automatisiert Daten hochzuladen
  • Mehr Lizenzen als CC-BY zulassen
  • Daten der Wirtschaftskammer: Zugang über UBIT

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Slot D: Smart City Wien

Smart City Wien – We want to talk (Lukas Stockinger)

Das Leitziel der Smart City 2050 Wien ist beste Lebensqualität bei gleichzeitiger Ressourcenschonung. Dies kann mit umfassenden Innovationen gelingen. Leuttürmer der Umsetzung der Smart City-Strategie Wien wurden in der Session vorgestellt.

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Open Government Data – Evaluation Stadt Wien

Die Stadt Wien ist im deutschsprachigen Raum Vorreiter im Bereich Open Government Data. So veröffentlichte Wien 2012 als erste Verwaltungseinheit Österreichs ein Open Government Data-Portal. Herausragend im internationalen Vergleich ist ein auf die Bedürfnisse der Stadt Wien abgestimmtes Vorgehensmodell, das die notwendigen Prozesse bei der Veröffentlichung von Daten und Abteilungen der Stadt Wien beschreibt. Mitarbeiter der Stadt Wien arbeiten außerdem in einem für Open Government geschaffenen Kompetenzzentrum gemeinsam mit einer Community an der Detailgestaltung der Veröffentlichung offener Verwaltungsdaten. Mittlerweile verwenden 82 Applikationen Daten aus den Tätigkeitsbereichen öffentlichen Handelns der Stadt Wien.

Möchte man Open Government als Verwaltungsparadigma der Zukunft etablieren, benötigt dies Mut zu gemeinsamen Wegen. Die Verwaltung sucht daher die aktive Zusammenarbeit mit der Community um an den Servicelösungen der Zukunft zu arbeiten. Dabei ist es sinnvoll in regelmäßigen Abständen die gesteckten Ziele mit den Anforderungen der Community abzugleichen. Im Sommer beauftragte die Stadt Wien daher das Zentrum für E-Governance der Donau-Universität Krems mit der Umsetzung einer Studie, um die Wünsche der Öffentlichkeit mit den Anforderungen der Verwaltung abzugleichen. Die dabei erzielten Resultate sollen der Verwaltung helfen, ihr Open Government Data-Angebot zu optimieren bzw. für verschiedene Zielgruppen der Öffentlichkeit sinnvoll zu gestalten. Auch für vergleichbare Bereiche und Bestrebungen lassen sich Ergebnisse ableiten.

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