Verwertungsrechte

Welches Urheberrecht brauchen wir?

Rund um die internationalen Proteste gegen das “Anti-Piraterie-Abkommen” ACTA wurde die Diskussion über die Notwendigkeit eines zeitgemäßen Urheberrechts verstärkt angefacht. Zu diesem Thema fand gestern (3. April 2012) in Wien binnen weniger Tage bereits die zweite Diskussionsveranstaltung statt, diesmal im Bürgerbüro Ehrenhauser.

Zu Gast waren Michael Bauer vom Verein für Internetbenutzer Österreichs (vibe!at), Geschäftsführer des Verband der Österreichischen Musikwirtschaft (ifpi) Franz Medwenitsch, VAP-Präsident (“Verein für Anti-Piraterie der Film- und Videobranche“) Ferdinand Morawetz sowie Markus Stoff von der Initiative für Netzfreiheit – die Moderation übernahm der fraktionsfreie EU-Abgeordnete Martin Ehrenhauser selbst.

Unerwartet einhellig

wirkten die anwesenden Gäste lange Zeit, für ungeübte ZuhörerInnen war die erste Stunde durchaus als Überblicksveranstaltung geeignet. Zur Sprache kamen gleich zu Beginn grundsätzliche Fragen wie der Unterschied zwischen Urheberrechten und Verwertungsrechten, deren Konnex zu Nutzungsrechten sowie exemplarische Vergleiche der international völlig unterschiedlich angelegten Urhebervertragsrechte (beispielsweise in den USA zu Europa). Dabei waren sowohl die unterschiedliche zeitliche Dauer von Urheberrechten Thema, wie auch die Tatsache, dass beispielsweise in den USA Werke, die mittels staatlicher Förderungen entstehen, auch der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden müssen.

Auf die Frage nach seinen Ansichten zur Durchsetzung von Urheberrechten antwortete Franz Medwenitsch diplomatisch:

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