vergessen

#gov2vie Vergessen im Internet / Innenpolitische Twittersphäre / Transparenz & Demokratisierung

In diesem Thread findet ihr meine Aufzeichnungen der Nachmittags-Sessions des Government 2.0-Camps.

Vergessen im Internet (Ralf Lesser)

Inspirationsfrage zur Themeneingrenzung: Wie wirkt es sich eigentlich auf unsere Gesellschaft aus, dass das Internet nichts vergisst und sich das Verhältnis von Erinnern und Vergessen sich grundlegend wandelt?

Die Session wurde zu Beginn eingegrenzt (je nachdem, worüber die TeilnehmerInnen diskutieren wollten). Als da wären:

  • Das Löschen einzelner Daten
  • Findet man mit Erinnern und Vergessen überhaupt den richtigen Punkt? Die neue Dimension ist eher das Auffinden als das Vergessen – Gespeichert wurden die Informationen ja schon vorher.
  • Wie wirken sich diese Veränderungen auf die Gesellschaft aus?

Grundsätzlich erhöht sich die Menge der Publikationen und ebenso die Speicherbarkeit. Daten im Zugriff zu halten und immer laufend neu zu kopieren ist ein Problem des Archivs. Spannend ist wohl, welches Vergessen wir eigentlich meinen, weil die Archivierung ohnehin passiert (das Internet archiviert sich gewissermaßen selbst). Vergisst nicht aber jedes Medium nicht? Das Internet vergisst auch insofern, weil gewisse Dinge nicht mehr verlinkt und dann nicht mehr als relevant wahrgenommen werden. Worin unterscheidet sich aber der Vergessensprozess im Internet zu jenen, die wir von früher her kennen? Vielleicht lässt sich Publizieren in Büchern auch mit dem Publizieren in wissenschaftlichen Journalen vergleichen – was zitiert wird, ist aktiv im Erinnerungsvermögen vorhanden.

(more…)

Vergessen im Internet (Session GovCamp 2011)

Hier finden Sie eine Vorankündigung einer Session im Rahmen des Government 2.0-Camps am 2.12.2011 in Wien.

Vergessen im Internet: gesellschaftliche Bedeutung und mögliche Lösungswege

Das Internet weiß (fast) alles. Ereignisse, Erlebnisse und Alltäglichkeiten stehen im Netz, öffentlich und dauerhaft, nichts wird vergessen. Diese Art der ewigen Präsenz und der ständig abrufbaren Vergangenheit kann – je nach Situation und Perspektive – Segen oder Fluch sein. Wollen wir wirklich, dass alles aus unserer Vergangenheit, aus unserem Privatleben immer verfügbar ist und bleibt? Welche technischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Möglichkeiten gibt es, mit der ständigen Verfügbarkeit von Informationen im Netz umzugehen? Wie wirkt es sich auf unsere Gesellschaft aus, dass sich mit dem Internet das Verhältnis von Erinnern und Vergessen umkehrt, zumindest aber stark verändert? Welche Chancen bringt dieser Prozess mit sich, welche Risiken bestehen?

(more…)