transparenz

Wikileaks – kommt die Demokratisierung der Information?

Am 28.2.2011 fand ein DerStandard-Montagsgespräch in Zusammenarbeit mit dem World-Information Institute statt. Im Haus der Musik diskutierte man u.a. die Frage, wie sich die Grenzen zwischen Geheimhaltung und Transparenz bei Regierungen und großen Konzernen verschieben.

Es diskutierten:

  • Daniel Domscheit-Berg / Ex-Wikileaks Sprecher, Openleaks
  • Constanze Kurz / Chaos Computer Club Berlin
  • Peter Pilz / Nationalratsabgeordneter Die Grünen
  • Konrad Becker / World-Information Institute
  • Moderation: Alexandra Föderl-Schmid / Chefredakteurin Der Standard

Da einige Leute nicht mehr in den überfüllten Saal konnten und ich (noch) keine Aufzeichnung entdecken konnte, hier meine Mitschrift – ohne Anspruch auf Vollständigkeit und durch zwei Pausen unterbrochen. 🙂

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Überwachung und Selbstüberwachung

Am 13. Dezember fand im Rahmen der Reihe “Culture of Control” ein Vortrag von Aldo Legnaro, Sozialwissenschaftler aus Köln, zum Thema Überwachung statt. Nicht nur Regulierung von außen, auch das sich wandelnde Verhältnis von Privat- und Öffentlichkeit sowie Formen der Selbstregulierung und freiwilliger Transparenz waren Thema.

Ökonomie der Aufmerksamkeit und Arten der Überwachung

Technische Möglichkeiten und zunehmende Transparenz führen momentan zu gemischten Gefühlen: Zwischen Coolness und Angst, zwischen Autonomie und Heteronomie bewegt sich die Wahrnehmung technischer Automatismen. Als in den 90ern die “Neighborhood Watch“-Programme in England durchgeführt wurden, hieß es als Antwort auf den Überwachungsbefehl: “Aber wir beobachten unsere NachbarInnen doch schon!”. Zu unterscheiden ist auch zwischen Beobachtung und Überwachung: Beobachtung ist ersmal nur eine methodisch angestellte Erfahrung, der Schritt zur Überwachung ist nicht unbedingt nowendig. Die Dualität der beiden Begriffe wird z.B. in Hitchcock’s “Das Fenster zum Hof” deutlich. Überwachung wird auch konstruiert und wirkt dann oft wie ein Gesellschaftsspiel.

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