Studie

E-Government Konferenz 09

Die alljährliche E-Government Konferenz der ADV fand dieses Jahr anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung am 18. Juni 2009 im Wiener Rathaus statt. Eine ausgewogene Mischung aus lokalen E-Government Neuigkeiten und Berichten zu internationalen Projekten sorgte auch heuer wieder für ein ausgewogenes und spannendes Programm.

In seiner Eröffnungsrede bot SC Dr. Arthur Winter, Leiter der Sektion V des Bundesministeriums für Finanzen, nicht nur eine Aufstellung der Arbeitsbedingungen der Verwaltung vor zwanzig Jahren gegenüber von heute, sondern auch einen Ausblick auf verwalterisches Handeln in dreißig Jahren. Besonders der demografische Wandel wird zu völlig neuen Arbeitsmodellen führen und, bedingt durch den hohen natürlichen Abgang in die Pension, elektronischem Wissensmanagement eine strategische Bedeutung geben.

Mag. Dr. Peter Parycek, MAS, Leiter des Zentrums für E-Government der Donau-Universität Krems, präsentierte die Gemeindestudie 08/09. Sollten sie Interesse an Details haben, können sie die gesamte Studie als PDF herunterladen: E-Government Gemeindeumfrage 2008. Einen kurzen Überblick bietet die foglende Präsentation:

Dr. Roland Sallmann von Public Manangement Consulting präsentierte die E-Government Referenzstädte Initiative, getragen zum Bundeskanzleramt und Städtebund. In mehrjähriger Laufzeit werden in Städten unterschiedlicher Größe bis hin zur gesamten Region Kärnten praktikable E-Government Vorgehensmodelle implementiert, die allen österreichischen Städten zur Verfügung stehen werden.

In seiner Rede stellte Dr. Bernhard Karning vom Bundeskanzleramt neue Entwicklungen im Bereich der elektronischen Zustellung vor. Besonders die behördeninterne Kommunikation über verschiedene föderale Ebenen hinweg, wird in Zukunft über die behördlichen Zustellservices abgewickelt werden, so das Konzept.

Semantischer Datenaustausch wird die Herausforderung für die öffentliche Verwaltung der nächsten Jahre, davon ist Doris Ipsmiller von m2n – consulting and development GmbH überzeugt. In ihrer Präsentation stellte sie das Virtual Company Dossier (VCD) vor, ein work package des PEPPOL-Projektes. PEPPOL, für Pan European Public Procurement OnLine, soll durch Schaffung eines großen europäischen Raums für öffentliche Ausschreibungen wesentlich zur Wettbewerbsbelebung im Fall großer europäischer Ausschreibungen beitragen.

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E-Government Gemeindeumfrage 2008

Im Jahr 2001 hatte der Österreichische Gemeindebund das Zentrum für Praxisorientierte Informatik und das Zentrum für E-Government der Donau-Universität Krems mit der Durchführung einer Studie beauftragt. Dabei sollte erhoben werden, wie sich der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien auf die Gemeindearbeit auswirkte, wie hoch der Bekanntheitsgrad von E-Government in Österreich war, welchen Informationsbedarf die Gemeinden diesbezüglich hatten und wie die österreichischen Gemeinden in den damals gegebenen Rahmenbedingungen die von Bund, Ländern, Städten und Gemeinden definierte E-Government Strategie umsetzten bzw. umgesetzt hatten.

Entwicklung seit 2002

Die seinerzeit konkretisierten Handlungsempfehlungen wurden durch den Österreichischen Gemeindebund umgesetzt. Die Grundaussage der Analyse 2002 (E-Government Gemeindestudie 2002) war die Erkenntnis, dass Skaleneffekte (die für das E-Government von entscheidender Bedeutung sind) ausschließlich über die Bündelung von Ressourcen und die Zusammenarbeit der Gemeinden erzielt werden können. Dies führte in weiterer Folge zur Gründung von kommunalnet.at.

Seit 2002 haben sich in der Gemeindearbeit vor allem der massive technologische Wandel sowie geänderte Verfahrensabläufe aufgrund rechtlicher Änderungen bemerkbar gemacht. Der Gemeindebund als repräsentatives Organ der Gemeinden stand damit vor der Herausforderung, die 2002 gesetzten strategischen Ziele zu messen und zu evaluieren. Die Meinungserfassung und Messung der Zielerreichung sollte durch eine aktuelle Umfrage in den Gemeinden erfolgen, die 2008 durch die Donau-Universität Krems und die Statistik Austria durchgeführt wurde.

E-Government in den Gemeinden etabliert

Gutes Zeugnis für Österreichs Gemeinden bei E-Government

Im Auftrag von Bundeskanzleramt und Gemeindebund erforschte die Donau-Universität Krems das E-Government in Österreichs Gemeinden. Fast alle 2.358 Kommunen bieten bereits Services im Internet an; Tendenz steigend. Potenziale gibt es vor allem bei der Einsparung von Portokosten und bei der Kommunikation zwischen Gemeinden, Ländern und Bund. Probleme bestehen in erster Linie in den Bereichen Barrierefreiheit und Datensicherheit.

Eine Vorgängerstudie aus dem Jahr 2002 bildete die Basis zur Gründung von kommunalnet.at, das mittlerweile über 1.800 Gemeinden Services und den Zugang zum Portalverbund bietet. Die hohe Beteiligung an der Umfrage 2002 von 41% konnte 2008 auf 53% gesteigert werden. 2008 verfügten nahezu alle Gemeinden über einen Internetauftritt, wovon jedoch erst die Hälfte „barrierefrei“ gestaltet war. “Ein kleines Manko”, räumt Mödlhammer ein, “aber eines, das wir in den kommenden Jahren beseitigen werden.” Drei Viertel der Gemeinden bieten bereits elektronische Formulare an; Ende 2009 planen weitere 20 % diese einzuführen.

Gesamte Studie zum Herunterladen.

Einsparungspotentiale beim Porto

Ein besonders positives Ergebnis ist die hohe E-Mail-Akzeptanz von 84% – vom Verfahrensanstoß über die Kommunikation im Verfahren bis zur Erledigung. Allerdings werden Bescheide weiterhin postalisch verschickt. (more…)

United Nations E-Government Survey 2008

Während sich der private Sektor bereits intensiv mit modernem Wissensmanagement auseinandersetzt, ist der öffentliche Sektor in diesem Bereich ins Hintertreffen geraten. Wissensmanagement bietet öffentlichen Einrichtungen die Möglichkeit, Strukturen im Bereich des Backoffice effizient und kundenorientiert zu gestalten. Die Studie der Vereinten Nationen beschäftigt sich mit der Implementierung innovativer Technologien, um den internen Arbeitsfluss und die Kommunikation der Behörden mit den BürgerInnen zu optimieren.

Österreich belegt im Bereich der E-Government-Readiness den 16. Platz und findet sich bei E-Partzipation weltweit an 20. Stelle.

Quellen:


Projekt: Gemeindeumfrage 2008

gemeindeumfrage

Im Jahr 2001 hatte der Österreichische Gemeindebund das Zentrum für Praxisorientierte Informatik und das Zentrum für E-Government der Donau-Universität Krems mit der Durchführung einer Studie beauftragt, die 2002 durchgeführt wurde. 2008 wurde diese Umfrage wiederholt.

Es wurde erhoben, wie sich der Einsatz von Kommunikations- und Informationstechnologie auf die Gemeindearbeit auswirkt, wie hoch der Bekanntheitsgrad von E-Government in Österreich ist, welchen Informationsbedarf die Gemeinden diesbezüglich haben und wie die österreichischen Gemeinden in den gegebenen Rahmenbedingungen von Bund, Ländern, Städten und Gemeinden die definierte E-Government Strategie umsetzen bzw. umgesetzt haben.

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