Schule

fe|male: Web 2.0 in der Schule

Web 2.0-Tools halten nach und nach Einzug in Schulen. Können die davon ausgehenden Impulse aber auch das Potential enthalten, eine männlich dominierte Technologiegestaltung zu “vergendern”? Diese Frage war u.a. Thema der fe|male-Tagung am 10.9.2010 in Purkersdorf.


Sabine Zauchner (Donau-Universität Krems): Partizipation und gendersensible Gestaltung von Web 2.0-Lernszenarien

Knapp 98 % der SchülerInnen nutzen Web 2.0-Technologien. Der Ausgangspunkt für das partizipative Projekt “fe|male” an der Donau-Universität Krems war, wie dieses Potential für die Schule genutzt werden und ob dies auch einen “passage point” für Mädchen darstellen kann. Im Projekt wurden Technologien von SchülerInnen und LehrerInnen auf deren Nutzen für die Schule hin evaluiert, was sowohl durch Workshops als auch Interviews mit LehrerInnen geschah. Auch zur Dokumentation wurden Web 2.0-Tools eingesetzt. Die Evaluierung ergab positives Feedback, riesiger Enthusiasmus war von Seiten der SchülerInnen aber nicht vorhanden.

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Medienkompetenz: Web 2.0 im Unterricht

Am 13. 2. 2010 fand in der Österreichischen Computer Gesellschaft (OCG) ein Workshop zum Thema Medienkompetenz 2.0 für VermittlerInnen statt. Dr. Richard Heigl von der “Hallo Welt”-Medienwerkstatt aus Regensburg konzipierte die Weiterbildung.

Der Fokus lag auf der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem social web sowie den konkreten Möglichkeiten, Internetdienste im Unterricht einzusetzen. Durch die Anknüpfung an die Lebenswelt der SchülerInnen soll die Motivation gesteigert werden und Internetkompetenzen gefördert werden. Soweit die Theorie. Im Workshop wurden diese Möglichkeiten aus einer praktischen Perspektive und der Sicht von PädagogInnen vorgestellt und diskutiert. Platz war auch für problematische Aspekte und Kritik.

Ein erweiterter Medienkompetenz-Begriff

Der Bedarf an Medientraining, der aus dem komplexeren Umgang mit Massenmedien und dem Internet entsteht, wird in den Schulen zunehmend erkannt. Oft scheitert der Computerunterricht aber daran, Lernende durch die riesigen Dimensionen des Webs zu geleiten. Die SchülerInnen können sich kein Bild von der sozialen Struktur des Internets machen oder den Wert von Informationsquellen feststellen. Internetkompetenz als Fähigkeit, dieses Medium bewusst und gemäß der eigenen Bedürfnisse zu verwenden, müsste um den Aspekt der Mediendemokratie erweitert werden. Durch die zunehmende Fokussierung auf Interaktivität und die Entstehung sozialer Netzwerke sind soziale Kompetenzen zur Teilnahme an Communities notwendig. Je größer die Freiheit ist, eigenständig Dinge zu verändern (Beispiel Wikis), desto größer ist der Bedarf an Selbstorganisation und der gemeinsamen Erarbeitung von Regeln.

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