Politik

Web 2.0 und Politik: Webinare der Gesellschaft für Politische Bildung

David Röthler veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Politische Bildung eine Reihe von Webinaren als Einführung in die Thematik Web 2.0 und Politik. Dabei geht es um ein erstes Kennenlernen, aber auch eine Vertiefung von Werkzeugen des Web 2.0 und ihrem möglichen Einsatz in den Bereichen politische Kommunikation und Bildung.

Ein Webinar als Online-Seminar

Ein Webinar ist ein Online-Seminar, das die TeilnehmerInnen durch Video, Audio, Chat und Whiteboard miteinander verbindet. Als Konferenzort kommt dabei Adobe Connect zum Einsatz, zum Mitmachen benötigt man einen Internet-Browser, Breitbandinternet sowie die neueste Version von Adobe Flash (kostenlos). Ein Headset ist zur besseren Übertragung des Tons zu empfehlen.

Twitter; RSS

Ich habe mich an den Webinaren zu Twitter und RSS beteiligt, anbei die Slideshares zur Einführung. Aus dem Twitter-Termin sind mir insbesondere die sehr passenden “4 Stufen der Twitter-Akzeptanz” in Erinnerung geblieben, die der/die ein oder andere vielleicht schon an sich beobachten konnte (siehe S. 25):

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Ist das Internet demokratiefördernd?

Kritische Stimmen meinen zum Thema E-Democracy, dass das Internet zwar wie ein demokratisches Medium erscheint, tatsächlich aber den demokratischen Diskurs behindert. Gegensätzlich sind die aktuellen Ereignisse im Iran zu bewerten, wo das Internet die Grundlage für den gegenwärtigen politischen Diskurs bietet.

Kommerzieller Erfolg wichtiger als demokratische Entwicklung

„Im Internet ist vieles möglich. Nur mit Demokratie sollten wir es nicht verwechseln,“ schreibt Jens Jessen in einem Artikel auf ZeitOnline. Das Internet ermöglicht zwar UserInnen Ihre Meinungen zu äußern und mit anderen UserInnen zu diskutieren, dennoch ist das Internet nicht prinzipiell von demokratischen Prinzipien geleitet.

Das Netz ist nur eine Technologie die sowohl in Demokratien als auch in Diktaturen genutzt werden kann.  Diktatorische Staaten arbeiten beispielsweise  mit etablierten Internetplattformen zusammen um den Informationsfluss zu regulieren und die digitale Öffentlichkeit zu zensurieren. Dass das World-Wide-Web (WWW) in solchen Staaten gelegentlich auch unerwünschte Informationen anbietet, liegt an den technischen Eigenheiten des Internets und den aktiven UserInnen. Die Technologie ist nur  die Grundlage für eine digitale Öffentlichkeit. Somit ist das Internet nicht zwingend demokratiefördernd, sondern wird erst von UserInnen zu einem demokratischen Raum gemacht. Die beiden Öffentlichkeiten greifen ineinander, ergänzen sich und bieten der Bevölkerung noch nie dagewesene Möglichkeiten zur Kommunikation und Organisation.  Basis dazu ist die  Demokratisierung der Technologie (Mobile Telephonie, Internetzugang, Digitalisierung) und der Information (E-Mail, WWW, SMS, …).  Noch vor wenigen Jahren waren die heute allgegenwärtigen Technologien und Informationen einer kleinen Elite vorenthalten. Heute stehen sie beinahe kostenlos einer breiten Gesellschaft zur Verfügung und ermöglichen so neue Formen der Zusammenarbeit, von Linux über Wikipedia bis hin zu den aktuellen politischen Protesten im Iran, organisiert über die Plattformen wie Twitter, Facebook oder YouTube.

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Partizipative Wählerlisten

2010 sollen die Kandidaten der Grünen für die Wiener Gemeinderatswahlen durch einen partizipativen Prozess über Bloggs ermittelt werden, berichtet orf.at.

Von der offiziellen Spitze gibt es zur Zeit noch keine Stellungnahme dazu, die Parteistatuten sehen aber prinzipiell die Möglichkeit einer Beteiligung auch von nicht Parteimitgliedern vor. Eine Herausforderung dabei wird die Bewertung der Beiträge werden. Ein mögliches Bewertungssystem für Meinungen im politischen Konkurs wurde schon bei jugend2help erprobt.