Netzwerke

Wenn Unternehmerinnen netzwerken

Die Nutzung sozialer Netzwerke durch Unternehmerinnen ist des öfteren Schwerpunkt wissenschaftlicher Beschäftigung, in der es neben den Charakteristiken der von Frauen geführten Unternehmen um genderspezifisches Verhalten in Netzwerken geht. Ein Überblick über die bisherige Forschungslage.*

Verallgemeinern lässt sich typisch weibliches Netzwerken und auch Führungsverhalten sicherlich nicht. Dennoch ergeben sich hinsichtlich der Nutzung geschlechterspezifische Verhaltensweisen oder Schwierigkeiten. Von Relevanz ist beispielsweise auch die Frage, welche informellen Netzwerke Frauen wie nutzen.

Formale vs. informelle Netzwerke

Netzwerke sind im Unterschied zu Organisationen mit einem völlig anderen Strukturprinzip verknüpft und im Gegensatz zu Kooperationen nicht zeitlich befristet. Sie bauen auf Reziprozität und im Idealfall auf dem Gleichgewicht von Einflussmöglichkeiten auf. Während formale Netzwerke aber durch eine organisationale Struktur vorgegeben sind, sind informelle Beziehungen nicht auf Inhalte der Arbeit beschränkt und können sowohl der privaten Bindung als auch dem funktionalen Weiterkommen im Beruf dienlich sein. Die Trennung oder Verschränkung dieser beiden Netzwerkarten ist ein aktuelles Thema. Strategien von Individuuen, diese zu trennen oder zu vereinen, sind an den verschiedenen Zugängen zu Privat- und Arbeitsleben im Internet abzulesen (beispielsweise durch die Handhabung mehrerer Accounts bei verschiedenen Diensten).

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