Kamingespräch

Kamingespräch mit Dipl.-Ing. Martin Winkler (Oracle Austria) vom 14.01.2015

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Über 60 Studierende sind am Mittwoch, 14. Jan. 2015 der Einladung zum Kamingespräch an der Donau-Universität gefolgt. Zu Gast im Zentrum für E-Governance war Dipl.-Ing. Martin Winkler. DI Martin Winkler, Absolvent der Montanuniversität Leoben (Erdöl und Erdgaswesen) ist seit 2009 Country Manager für Oracle Österreich und leitet auch diese Niederlassung. Oracle zählt zu den weltweit größten Softwareherstellern gemessen am Umsatz und beschäftigt mehr als 122.000 MitarbeiterInnen.

Im knapp zweistündigen Kamingespräch ging es um IT-Standardisierung und wie Oracle es umsetzt -, Shared Service Center in bspw. Indien oder Rumänien sowie um Einblicke in die neue Welt des Arbeitens: “Es zählt das Erreichen von Zielen, nicht die Anwesenheit”.

Neben Struktur, Prozessen und Organisation gab es auch sehr viele persönliche Zugänge von DI Winkler: In der Mitte seines Studiums stellte sich Winkler die Frage, ob denn ein alleiniges Technik-Studium in der heutigen (und damaligen Zeit) ausreichend sei. Seine Antwort darauf lautete “Nein”. Daraufhin stellte sich Winkler vor die Herausforderung, seine Fähigkeiten mit kaufmännischen Kenntnissen, Marketing und Sales zu ergänzen. Diese Möglichkeit fand er bei IBM, seiner ersten Jobstation, wo er lange Zeit im Vertrieb tätig war.

Das gesamte Kamingespräch gibt es hier zum Nachhören:
 

 

 

Oracle Corporation
Oracle ist ein US-amerikanischer Soft- und Hardwarehersteller mit Hauptsitz im kalifornischen Redwood City. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Entwicklung und Vermarktung von Computer Hardware und Software für Unternehmenskunden – insbesondere des Datenbanksystems Oracle Database. Oracle zählt zu den weltweit größten Softwareherstellern gemessen am Umsatz. Oracle beschäftigt mehr als 122.000 Mitarbeiter und hat 400.000 Kunden in 145 Ländern. Die Deutschlandzentrale ist in München, seit 2001 gibt es Oracle Direct in Potsdam. In Deutschland gibt es elf Geschäftsstellen. In der Schweiz hat das Unternehmen vier, in Österreich eine Niederlassung. Oracle produziert und vertreibt neben dem Datenbankprodukt Oracle Database die Oracle Fusion Middleware sowie die JEE-Server Oracle Application Server und Oracle WebLogic. (Quelle: wikipedia.org)

 
Weitere Informationen und Links

IT-Projekte der Finanzverwaltung – Kamingespräch mit SC Dr. Gerhard Popp

Im Rahmen eines Kamingesprächs des Lehrgangs E-Government an der Donau-Universität Krems präsentierte SC Dr. Gerhard Popp, Leiter der Sektion V – IT, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit des Bundesministeriums für Finanzen die Arbeit der BRZ-Gmbh, die aktuellen IT-Projekte und gab eine Zusammenfassung des Entwurfs zum IT-Konsolidierungsgesetz.

SC Dr. Popp startete seine Ausführungen mit einer Bestandsaufnahme des IKT-Sektors in Österreich:

  • In Österreich können ca. 13.000 Unternehmen dem IKT-Bereich zugeordnet werden.
  • Damit werden 91.000 Arbeitsplätze geschaffen, das sind
  • 3,4 % der Beschäftigten Österreichs, die
  • 8,66 % zum BIP beitragen.

Österreich belegt im aktuellen UN IKT-Readiness Index, Platz 19 und befindet es sich seit Jahren in einer Spitzenposition, hinsichtlich der Umsetzung von IKT-Massnahmen im Verwaltungsbereich.

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Kamingespräch mit Dr. Zeger: Wie viel darf die Behörde wissen?

Das Zentrum für E-Government veranstaltet in regelmäßigen Abständen Kamingespräche zu aktuellen Themen aus Politik und Wissenschaft. Freitag den 12. März 2010 war das  Thema „Datenschutz – Wie viel soll/darf eine Behörde über ihre BürgerInnen wissen?“ Diesmal zu Gast: Dr. Hans G. Zeger, Mitglied des Datenschutzrates  im Bundeskanzleramt, Geschäftsführer der e-commerce monitoring GmbH, Obmann der ARGE DATEN und Buchautor.


Gleich einleitend stellte Hans Zeger klar, dass nicht der Schutz von Daten sondern die persönlichen Rechte und Freiheiten der Menschen im Internet das vorrangige Ziel des Datenschutzes darstellen. Seit ca. 1970 gibt es in Österreich automatisierte Datenverarbeitung. Damit einher gehen Fragen des Datenschutzes. 1978 wurde das erste Datenschutzgesetz entworfen. In der damaligen Erhebung des statistischen Zentralamts wurden ca. 150 Personen identifiziert, die mit elektronischen Daten arbeiten. Bereits damals kam der Begriff des „gläsernen Bürgers“ auf, worauf der Entschluss der damaligen Bundesregierung gefasst wurde, nicht alle elektronischen Daten in einem Amt, in dem die Daten zusammengefasst werden könnten, zu verarbeiten.

Die EU-Datenschutzrichtlinie

1995 wurde nach langjähriger Diskussion von den damals 12 Mitgliedern die EU-Datenschutzrichtlinie beschlossen. Der gemeinsame Konsens muss im Kontext betrachtet werden, dass Griechenland zu dieser Zeit keinerlei Regelung hinsichtlich des Schutzes privater Daten hatte, währenddessen Länder wie Frankreich oder Deutschland ein sehr ausgeprägtes Selbstverständnis von Datenschutz hatten. Die Direktive von 1995 wurde daher so formuliert, dass kein Land, das bereits über Regelungen betreffend des Schutzes privater Daten hatte, schlechter gestellt wurde als zuvor, wodurch das Gesetz durchaus „restriktiv“ ausfiel. 1999 wurde die Umsetzung in Österreichisches Recht beschlossen und das DSG trat 2000 in Kraft, mit 2010 wird das Gesetz novelliert.

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Kamingespräch: Connected in 2010

Michael Klemen hat die StudentInnen der Lehrgänge Strategie, Technologie und ganzheitliches Management und Supply Chain Management beim Kamingespräch am 18.3. an der Donau-Universität Krems über aktuelle Entwicklungen im Bereich Web 2.0 informiert. Klemens Erfahrungen in diversen Unternehmen ermöglichten dem derzeitigen Cisco Mitarbeiter umfassendes Wissen zu sammeln, das er gerne an seine StudentInnen weitergibt.

Das Web hat die Welt nachhaltig verändert, da es Örtlichkeiten und Lebensgewohnheiten verändert hat. Die junge Generation ist ständig via Web 2.0 vernetzt. Menschen in den 60 größten Städten der Welt verbringen 70 % ihrer Freizeit online.

Neue Kommunikation

WebEx ermöglicht neue Formen der Kommunikation, indem Business Meetings via Web abgehalten werden. In Klemens Firma haben sich durch neue Technologien Arbeitsprozesse und deren Dokumentation verändert. Dabei muss heute nicht mehr der Computer mit besonderen Programmen ausgestattet werden. Die Applikationen laufen in Browser-Fenstern und ermöglichen plattfromunabhängigen Autausch – zwischen PCs, Smartphones und allen weiteren Produkten, die über einen Webbrowser verfügen. Der gleichzeitige Austausch von Bild, Ton und Daten ermöglicht ortsunabhängige Kommunikation, wie die folgenden Slides darstellen.

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Braucht Österreich ein neues Behördensystem?

Am 27. Jänner 2010 fand im Rahmen des Lehrgangs Professional MSC E-Government ein Kamingespräch mit SC Univ. Prof. Dr. Georg Lienbacher zum Thema „ Braucht Österreich ein neues Behördensystem?“ statt. Im Anschluss daran war Zeit für eine offene Diskussion und den Austausch von Erfahrungen.

SC Univ. Prof. Dr. Georg Lienbacher ist Leiter des Verfassungsdienstes im Bundeskanzleramt und Vorsitzender der „Expertengruppe Staats- und Verwaltungsreform“, die im Jahr 2008 ihre letzte Sitzung hielt.

Überblick über die Entwicklungen der Behördenreform und mögliche Perspektiven

Bereits der Österreich-Konvent (30.6.2003 bis 31.1.2005) unter dem Vorsitz von Dr. Franz Fiedler hatte über Vorschläge für eine radikale Staats- und Verfassungsreform beraten. Ziel des Konvents war die Schaffung eines neuen Verfassungstextes. Konkrete Ergebnisse hat der Österreich-Konvent aber mangels Einigung nicht beschlossen. Verfassungsänderungen sind oft deshalb schwer umzusetzen, weil sie auf vielen Ebenen zu Veränderungen führen. Dazu ist vielfach schon im Vorfeld ein Konsens der Betroffenen (Bund, Länder, Selbstverwaltungskörper, politische Parteien) nur schwer zu erzielen. In den Medien und in der Öffentlichkeit werden oft vordergründig die Länder als die Schuldigen an der mangelnden Konsenserzielung wahrgenommen. Die Realität zeichnet aber ein differenzierteres Bild, in dem je nach Interessen auch von den Zentralstellen (Ministerien), den politischen Parteien, bestimmten Staatsorganen oder aus den Selbstverwaltungskörpern heraus Widerstand geleistet wird.

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