Journalismus

Data.Journalism! Conference Vienna, 14.6.2012

The Data.Journalism! conference of the fjum and European Journalism Centre was aimed at journalists and other decision makers interested in the potentials of data journalism for their newsroom and in what an open data operation involves. There was quite a mix of international participants from journalists, researchers and information designers to open data activists.

Afternoon: Some data is available, but some data is not! (panel discussion)

The afternoon presentation presented facts about the situation of a Freedom of Information law or the official law of secrecy “Amtsgeheimnis” (in an international comparison of Freedom of Information right, Austria comes last). On the other hand, this comparison is based on the legal situation, why Sweden is to be found a bit far behind (the Swedish law does not say much about access, and plenty of things are missing, despite the country being known for an open information culture – so this is a wrong impression). We have to find ways to evaluate and measure transparency in practice. The Wikileaks example showed us that some of these legal decisions do not work and that some information is misclassified.

As Joseph Barth from Amtsgeheimnis.at pointed out, in Austria there is always a problem with exeptions. Looking at several cases, it was pointed out that much information is kept secret (e.g. what the government spent on advertising in Carinthia, or the agenda of the Council of Ministers, which stays a secret for 30 years).

Problems identified in the Austrian context are that the administration is not trained or restrictive laws keep civil servants submissive. Right now there is no Freedom of Information act in Austria – a situation the initiative amtsgeheimnis.at seeks to change. (more…)

Ist das Internet demokratiefördernd?

Kritische Stimmen meinen zum Thema E-Democracy, dass das Internet zwar wie ein demokratisches Medium erscheint, tatsächlich aber den demokratischen Diskurs behindert. Gegensätzlich sind die aktuellen Ereignisse im Iran zu bewerten, wo das Internet die Grundlage für den gegenwärtigen politischen Diskurs bietet.

Kommerzieller Erfolg wichtiger als demokratische Entwicklung

„Im Internet ist vieles möglich. Nur mit Demokratie sollten wir es nicht verwechseln,“ schreibt Jens Jessen in einem Artikel auf ZeitOnline. Das Internet ermöglicht zwar UserInnen Ihre Meinungen zu äußern und mit anderen UserInnen zu diskutieren, dennoch ist das Internet nicht prinzipiell von demokratischen Prinzipien geleitet.

Das Netz ist nur eine Technologie die sowohl in Demokratien als auch in Diktaturen genutzt werden kann.  Diktatorische Staaten arbeiten beispielsweise  mit etablierten Internetplattformen zusammen um den Informationsfluss zu regulieren und die digitale Öffentlichkeit zu zensurieren. Dass das World-Wide-Web (WWW) in solchen Staaten gelegentlich auch unerwünschte Informationen anbietet, liegt an den technischen Eigenheiten des Internets und den aktiven UserInnen. Die Technologie ist nur  die Grundlage für eine digitale Öffentlichkeit. Somit ist das Internet nicht zwingend demokratiefördernd, sondern wird erst von UserInnen zu einem demokratischen Raum gemacht. Die beiden Öffentlichkeiten greifen ineinander, ergänzen sich und bieten der Bevölkerung noch nie dagewesene Möglichkeiten zur Kommunikation und Organisation.  Basis dazu ist die  Demokratisierung der Technologie (Mobile Telephonie, Internetzugang, Digitalisierung) und der Information (E-Mail, WWW, SMS, …).  Noch vor wenigen Jahren waren die heute allgegenwärtigen Technologien und Informationen einer kleinen Elite vorenthalten. Heute stehen sie beinahe kostenlos einer breiten Gesellschaft zur Verfügung und ermöglichen so neue Formen der Zusammenarbeit, von Linux über Wikipedia bis hin zu den aktuellen politischen Protesten im Iran, organisiert über die Plattformen wie Twitter, Facebook oder YouTube.

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