jeff jarvis

re:publica 2010 #1 (Tag 1)

Gerade findet in Berlin die 4. re:publica statt (14. bis 16. April). Mit 250 SprecherInnen aus ca. 30 verschiedenen Nationen hat sich die Veranstaltung zu Deutschlands führender Konferenz für Social Media entwickelt – unmittelbar vor Beginn gab es dann auch nur noch Tagesticktes. Die Vorträge und Workshops fanden parallel im Friedrichsstadtpalast sowie in der Kalkscheune statt.


Bereits bei der Eröffnung war der Friedrichspalast gut gefüllt. Die Veranstalter (Tanja Haeusler, Markus Beckedahl, Andreas Gebhard, Johnny Haeusler) begrüßten mit einigen Fakten zur Konferenz die Anwesenden und Petra Müller verwies kurz auf die momentanen Veränderungen der Öffentlichkeit und die digitale Revolution.

Peter Glaser: Die digitale Faszination. Vom Leben auf dem achten Kontinent

Everything will be okay in the end. If it’s not okay, it’s not the end. (unknown)

Der Bachmann-Preisträger 2002 machte sich in seinem Eröffnungsvortrag Gedanken über die Faszination der digitalen Kommunikationstechnik und jene Orte, an denen wir – außer in unserer Vorstellung – noch nie waren. Dabei spannte er den Bogen von der Bibliothek von Alexandria bis zu Google, ein Dienst, der als Wahrzeichen unserer Gegenwart gelten kann. Denn vielleicht wollen wir heute gar nicht mehr finden, sondern nur suchen? Computer sind demnach auch der Höchststand der Fertigkeit das Feuer zu beherrschen. Statt Angstdebatten ist aber die Entwicklung einer digitalen Öffentlichkeit wichtig. Gleichzeitig erlauben uns digitale Technologien heute, eine neue Dimension des Durcheinanders zu schaffen. Die Welt ist aktuell in die Globalisierung der Unaufgereimtheit eingebunden, Ent-Ordnungssysteme entstehen, in denen die Idee der Strukturierung überhaupt aufgegeben wird (ein Referenzsystem dafür wäre z.B. Facebook).

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