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Nachtrag #2: Rückblick – Die Rolle des Staates in der Informationsgesellschaft

Notizen zur anschließenden Diskussion – Register: Einer der offenen Punkte in Deutschland dürften fehlende zentrale Register sein, dies wurde von den TeilnehmerInnen mehrfach angesprochen. Das übliche Konzept in Deutschland dürfte ein Bottom-Up Ansatz sein, d.h. die Originaldaten sind weiterhin in den jeweiligen lokalen Registern verspeichert und werden dann über Schnittstellen zusammengeführt. Diese Art von lokalen Registern finden sich auch in Österreich auf Kommunaler und Landesebene, allerdings versuchen wir Schritt für Schritt gemeinsam betriebene authentische Register aufzubauen, welche nicht nur die Informationen abbilden, sondern auch die jeweiligen Verfahrensprozesse.  Das Original findet sich dann in dem gemeinsamen Register und nicht in den dezentralen Anwendungen der Organisationen.

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Die Rolle des Staates in der Informationsgesellschaft

Der folgende Beitrag bezieht sich auf die Konferenz “Die Rolle des Staates in der Informationsgesellschaft” der Verwaltungswissenschaftlichen Gesellschaft am 18. und 19. November 2010 (Berlin) und gibt die dortigen Wortmeldungen und Diskussion in Notizen wieder.

Tagungsort: Rathaus Schöneberg, Goldener Saal, John-F.-Kennedy-Platz, 10825 Berlin.

Novy: Überzogene Erwartungen in Staat-Bürger Beziehung.  Kluft zwischen Repräsentanten und Vertretern. Umfragen zu Politikverdrossenheit  sind mit Vorsicht zu genießen.  Zweifel an den Probelmlösungsfähigkeiten und -willen der Politik und Verwaltung bestehen aber. Dies bestätigt Studie zur Menschenfeindlichkeit; sie hätte keinen Einfluss auf die politischen Entscheidungen. Novy warnt vor einer Überwertung der E-Demokratie-Werkzeuge.

Ansätze decken sich zu großen Teilen mit den aktuellen Diskussionen zu Open Government und Open Data, insbesondere auch ähnliche Positionen zu kritischen Fragen, auch in Österreich sprechen wir nicht von Politikverdrossenheit sondern Parteienverdrossenheit. Novy fordert Versachlichung des Themas ;-).

Krimmer ergänzt, dass auch die PolitikerInnen in ihrer Rolle sich anpassen müssen und stellt die Ergebnisse des Europarates zu E-Demokratie vor.

Interessant, dass gerade aus der Schweiz starke Kritik kommt – erinnert an Brave New World. Staat informiert, ist transparent und unterhält, solange bis BürgerIn vertraut und unterhalten wird.

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Konferenz: Effizienter Staat 2010

Der zweite Tag der Konferenz “Effizienter Staat 2010” in Berlin startet mit Jürgen Häfner, Leiter der Zentralstelle für IT-Management, Multimedia, eGovernment und Verwaltungsmodernisierung im Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz.

Bürgerbeteiligung bei der Kommunal- und Verwaltungsreform in Rheinland-Pfalz

Häfner sprach über die Verwaltungsreform mit Einbindung der BürgerInnen in Rheinland Pfalz.  Gestartet wurde mit 5 Bürgerzukunftskonferenzen. 10.000 Interviews zu je 30 Minuten wurden in Rheinland-Pfalz durchgeführt. Das Ergebnis war, dass BürgerInenn prinizipiell zufrieden sind, es zeichnete sich jedoch der Wunsch nach mehr elektronischen Diensten ab. Bemägelt wurden zuviele zu komplexe Formulare. Gewünscht wurden landesweit einheitliche Formulare.

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