Gemeinden

E-Government Gemeindeumfrage 2008

Im Jahr 2001 hatte der Österreichische Gemeindebund das Zentrum für Praxisorientierte Informatik und das Zentrum für E-Government der Donau-Universität Krems mit der Durchführung einer Studie beauftragt. Dabei sollte erhoben werden, wie sich der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien auf die Gemeindearbeit auswirkte, wie hoch der Bekanntheitsgrad von E-Government in Österreich war, welchen Informationsbedarf die Gemeinden diesbezüglich hatten und wie die österreichischen Gemeinden in den damals gegebenen Rahmenbedingungen die von Bund, Ländern, Städten und Gemeinden definierte E-Government Strategie umsetzten bzw. umgesetzt hatten.

Entwicklung seit 2002

Die seinerzeit konkretisierten Handlungsempfehlungen wurden durch den Österreichischen Gemeindebund umgesetzt. Die Grundaussage der Analyse 2002 (E-Government Gemeindestudie 2002) war die Erkenntnis, dass Skaleneffekte (die für das E-Government von entscheidender Bedeutung sind) ausschließlich über die Bündelung von Ressourcen und die Zusammenarbeit der Gemeinden erzielt werden können. Dies führte in weiterer Folge zur Gründung von kommunalnet.at.

Seit 2002 haben sich in der Gemeindearbeit vor allem der massive technologische Wandel sowie geänderte Verfahrensabläufe aufgrund rechtlicher Änderungen bemerkbar gemacht. Der Gemeindebund als repräsentatives Organ der Gemeinden stand damit vor der Herausforderung, die 2002 gesetzten strategischen Ziele zu messen und zu evaluieren. Die Meinungserfassung und Messung der Zielerreichung sollte durch eine aktuelle Umfrage in den Gemeinden erfolgen, die 2008 durch die Donau-Universität Krems und die Statistik Austria durchgeführt wurde.

E-Government in den Gemeinden etabliert

Gutes Zeugnis für Österreichs Gemeinden bei E-Government

Im Auftrag von Bundeskanzleramt und Gemeindebund erforschte die Donau-Universität Krems das E-Government in Österreichs Gemeinden. Fast alle 2.358 Kommunen bieten bereits Services im Internet an; Tendenz steigend. Potenziale gibt es vor allem bei der Einsparung von Portokosten und bei der Kommunikation zwischen Gemeinden, Ländern und Bund. Probleme bestehen in erster Linie in den Bereichen Barrierefreiheit und Datensicherheit.

Eine Vorgängerstudie aus dem Jahr 2002 bildete die Basis zur Gründung von kommunalnet.at, das mittlerweile über 1.800 Gemeinden Services und den Zugang zum Portalverbund bietet. Die hohe Beteiligung an der Umfrage 2002 von 41% konnte 2008 auf 53% gesteigert werden. 2008 verfügten nahezu alle Gemeinden über einen Internetauftritt, wovon jedoch erst die Hälfte „barrierefrei“ gestaltet war. “Ein kleines Manko”, räumt Mödlhammer ein, “aber eines, das wir in den kommenden Jahren beseitigen werden.” Drei Viertel der Gemeinden bieten bereits elektronische Formulare an; Ende 2009 planen weitere 20 % diese einzuführen.

Gesamte Studie zum Herunterladen.

Einsparungspotentiale beim Porto

Ein besonders positives Ergebnis ist die hohe E-Mail-Akzeptanz von 84% – vom Verfahrensanstoß über die Kommunikation im Verfahren bis zur Erledigung. Allerdings werden Bescheide weiterhin postalisch verschickt. (more…)

eGov09: E-Government Fachtagung

Die Herausforderungen der täglichen Verwaltungsarbeit und die Umsetzung der bürgernahen Behörden wurden von internationalen Experten am vergangenen Donnerstag und Freitag bei der E-Government-Fachtagung, die von der Donau-Universität Krems in Kooperation mit dem Land NÖ und der Kommunalakademie NÖ veranstaltet wurde, diskutiert.

egovernment konferenz 2009

Zentrale Rolle der Donau-Universität bei E-Government

Ingeborg Rinke, die Bürgermeisterin der Stadt Krems, betonte in ihrer Ansprache die zentrale Rolle der Donau-Universität Krems im Bereich E-Government und verwies auf die Chancen und Potentiale von E-Government für Städte und Gemeinden. Alfred Riedl, Präsident des Gemeindevertretungsverbands der niederösterreichischen ÖVP, bekräftigte die Notwendigkeit von Verwaltungsreform mit Hilfe von E-Government, wobei die Verfahren zu überdenken und die Schnittstellen zu anderen Behörden zu definieren seien. Die Notwendigkeit der Zusammenarbeit, Weiterbildung und Koordinierung der Aktivitäten unterstrich auch Rupert Dworak, Präsident des Gemeindevertretungsverbandes der niederösterreichischen SPÖ. Thomas Weninger, Generalsekretär Österreichischer Städtebund, schloss sich den Vorrednern an und verwies auf die Notwendigkeit von Shared Services, wie sie im aktuellen Projekt der Referenzstädte prototypisch umgesetzt werden.

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E-Government Infoabend – Die Zukunft der Verwaltung

egovlogo
Veranstaltungsort: Donau-Universität Krems
Termin: 23.06.2008
Beginn: 18:30

Informieren Sie sich bei einem Informationsabend an der Donau-Universität Krems über die Möglichkeiten einer Ausbildung im Bereich Modernisierung und Reform der öffentlichen Verwaltung!

Lebenslanges Lernen stellt heute eine Notwendigkeit im Berufsleben dar. Die Donau Universität Krems sowie die Verwaltungsakademie des Bundes sind auf diesem Gebiet seit vielen Jahren führend.

Wir möchten Ihnen deshalb Seminare und Lehrgänge vorstellen, die sich insbesondere an EDV-Dienstleister, Unternehmensberater, Personen mit Führungsaufgaben bzw. zukünftige Verantwortungsträger in Bund, Land, Stadt und Gemeinde richten.

„Verstehen, Planen, Umsetzen“ – unter diesem Motto vermitteln Ihnen anerkannte ExpertInnen aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft, Informationstechnologie und Recht praxisrelevantes Know-how, damit Sie den Herausforderungen des modernen Verwaltungslebens optimal begegnen bzw. erfolgreich Dienstleistungen in diesem Umfeld anbieten können.

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Deutschland hat Nachholbedarf bei E-Government

“71 Prozent der Bürger kennen Online-Angebote der Behörden nicht.”

Eine aktuelle Studie des IT-Beratungsunternehmens Booz Allen Hamilton zeigt, dass E-Government Services für einen Großteil der deutschen Bevölkerung unbekannt sind. Jediglich 5% der Behördengänge werden in Deutschland über das Internet abgewickelt, weil vorhandene Dienste (noch) nicht von den BürgerInnen angenommnen werden.