Gemeindebund

Erneuerung der österreichischen Verwaltung durch E-Government

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SC Dr. Matzka: “Über kurz oder lang wird kein Weg an der Informationstechnologisierung in der Kommunikation von Behörden mit dem Bürger vorbeiführen.”

[Wien] Am 18.6. hat im Palais Porcia eine hochkarätig besetzte Veranstaltung, organisiert vom Zentrum für E-Government der Donau-Universität Krems, zum Thema „E-Government in Österreich“ stattgefunden. Gastredner waren SC Dr. Matzka, Leiter des Präsidiums des Bundeskanzleramtes, Herr Dr. Gschwendtner, E-Government Experts Group der WKO sowie Herr Dr. Parycek, MAS, Zentrumsleiter E-Government an der Donau-Universität Krems.

Schrittweises heranführen an E-Government

Gleich zu Beginn hat Herr SC Dr. Matzka die Unaufhaltsamkeit des „E“ in Government herausgestrichen. Über kurz oder lang wird kein Weg an der Informationstechnologisierung in der Kommunikation von Behörden mit BürgerInnen vorbeiführen. Erfolge in der internen Umgestaltung der Kommunikation (elektronischer Akt) seien nur der erste Schritt für die elektronische Kommunikation mit BürgerInnen. Daher wird einer der vorrangig nächsten Schritte der Ausbau der dualen Zustellung auf das Angebot der auf help.gv verfügbaren Services sein.

Bei der dualen Zustellung werden registrierten BenutzerInnen Dokumente von Behörden zuerst über ein Portal elektronisch zugestellt. Nach Ablauf einer Frist erfolgt die Zustellung über den Postweg. Für die Anmeldung am Portal sowie zum Abruf der Dokumente ist eine Bürgerkartenumgebung notwendig. Durch den Wegfall der Versandkosten wird mittel- bis langfristig ein wesentliches Einsparungspotential erwartet.

Änderungen der öffentlichen Services

Die Frage, inwieweit sich E-Government auf die Zahl der österreichischen Beamten auswirkt, beantwortete SC Dr. Matzka dahingehend, dass zwar traditionelle Leistungen des Staates vermehrt von der Wirtschaft übernommen werden, im Gegenzug aber auch neue Tätigkeiten von der Beamtenschaft wahrgenommen werden. Besonders die Automatisierung von Routine-Dienstleistungstätigkeiten wird zu einer vermehrten Dienstsleistungsorientierung in Spezialfällen führen.

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15. Landesfachtagung des FLGÖ-NÖ

company_stammdaten_3823Die FLGÖ (Fachverband der leitenden Gemeindebediensteten Österreichs) Landesfachtagung 2007 in Waidhofen/Ybbs stand ganz im Zeichen des “ganzheitlichen und kooperativen Gemeindemanagements”.

Dieser vom FLGÖ gemeinsam mit dem Bundeskanzleramt und dem Gemeindebund gestartete Prozess soll die Zusammenarbeit zwischen Politik und Verwaltung und im Besonderen der Bürgermeister und Gemeindeamtsleiter (Stadtamtsdirektoren) erörtern.

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eGov05: NÖ E-Government Fachtagung 05

  • E-Government Innovationspotentiale für Gemeinden, Bürger und Wirtschaft
  • Fachtagung für kommunale Entscheidungsträger
  • Veranstalter: Land NÖ, Donau-Universität Krems, Kommunalakademie NÖ
  • Sankt Pölten, NÖ Landtagssaal, 10.10.2005

Heute Vormittag diskutierten rund 200 niederösterreichische Bürgermeister und Gemeindevertreter über den Einsatz von E-Government in den Gemeinden. Im Rahmen der Konferenz „E-Government – Moderne Gemeinde“ wurden sowohl technische als auch organisatorische Fragen behandelt. Unter den Vortragenden waren Christian Rupp, Pressesprecher Digitales Österreich, sowie Dr. Robert Schilk vom Land Niederösterreich, der über die Tätigkeiten der Koordinierungsstelle des Landes für E-Goverment-Maßnahmen in Gemeinden sprach. Einen wichtigen ersten Schritt zum Einsatz von E-Government stellt die Ausbildung der Gemeindebediensteten auf diesem Gebiet dar. Dr. Peter Parycek stellte im Rahmen der Konferenz das diesbezügliche Ausbildungsprogramm der Donau-Universität Krems vor. Als Gast der Konferenz war der Generalsekretär des Österreichischen Gemeindebundes Dr. Robert Hink anwesend.

Was in einem ersten Schritt auf Bundes- und Landesebene schon umgesetzt wurde, soll jetzt auch auf Gemeindeebene Realität werden: BürgerInnen sollen durch den Einsatz von E-Government die Möglichkeit haben in Zukunft Amtswege zum Gemeindeamt via PC zu erledigen. Das betrifft beispielsweise Um- und Abmeldungen des Wohnsitzes oder das Ausstellen von Staatsbürgerschafts-nachweisen bzw. Strafregisterauszügen. „Dass der Bedarf bei den Bürgerinnen und Bürgern da ist, belegen die Umfragezahlen: Mehr als 50 Prozent der befragten Internetbenutzer besuchen regelmäßig die Internetseiten ihrer Gemeinde und immer mehr sind bereit auch den Antrag und das Verfahren elektronisch zu erledigen“, meint der E-Government-Experte der Donau-Universität Krems, Dr. Peter Parycek. Und weiter: „Wenn einfache Amtswege online erledigt werden können, haben Gemeindeangestellte mehr Zeit für Bürgerberatungen zu komplexeren Verwaltungsverfahren.“

Bisher kommt E-Government vor allem auf Bundesebene zum Einsatz (help.gv.at oder FinanzOnline), aber bereits bei der vorjährigen E-Government-Konferenz der Gemeinden wurde der Wunsch nach konkreten Schritten für den E-Government Einsatz auf Gemeindeebene geäußert. Auf Basis der im Vorjahr erhobenen Bedürfnisse der GemeindevertreterInnen wurde seitens des Landes eine Koordinierungsstelle für Gemeinden eingerichtet und zusätzlich wurde von der Donau-Universität Krems gemeinsam mit dem Land Niederösterreich und der NÖ Gemeindeverwaltungsschule und Kommunalakademie ein Ausbildungsprogramm für Gemeindebedienstete entwickelt. Dabei wird v.a. die Nutzung von elektronischen Medien für die Information und Kommunikation zwischen Gemeinde und BürgerInnen unter der Berücksichtigung der neuen rechtlichen Rahmenbedingungen vermittelt. Dazu zählt beispielsweise das Konzept der Bürgerkarte, die elektronische Zustellung oder das E-Government-Gesetz.

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E-Government Gemeindestudie 2002

Die vorliegende Studie befasst sich mit der Errichtung und dem Betrieb eines Internet-Portals mit dem Ziel, das – unter Berücksichtigung des in den nächsten Jahren umzusetzenden „E-Government“ – zukünftig wachsende Informationsbedürfnis der österreichischen Gemeinden abzudecken. Dadurch soll die Dienstleistung am Bürger durch schlankere und effizientere Abläufe deutlich erhöht werden und im Rahmen einer Verwaltungsvereinfachung die Routinetätigkeiten innerhalb der österreichischen Gemeinden reduziert werden.