Franz Fiedler

Österreich – Quo vadis?

Kamingespräch: Am Freitag den 20. November beehrte Dr. Franz Fiedler, Präsident des Rechnungshofes a.D. sowie des Präsidiums des Österreich Konvents, das Zentrum für E-Government mit Vortrag und Diskussion zum Thema „Staatsreform – Verwaltungsreform”.

Die Geschichte der Verwaltungsreform begann in den 60er Jahren, als beschlossen wurde die Verwaltung neu zu ordnen. Die österreichische Verwaltung ist seit den Zeiten von Maria-Theresia im Vergleich zu anderen Staaten qualitativ hochwertig, allerdings ist sie in Österreich zu teuer. Die Strukturen sind seit jeher sehr komplex und die Gesetzesflut bedarf seit Jahrzehnten einer Verminderung.

Pragmatisierung und Doppelgleisigkeiten

In Österreich ist das Berufsbeamtentum stark ausgeprägt, was bedeutet, dass viele Beamte pragmatisiert sind, obwohl sie keinen besonderen Schutz benötigen. Der Schutz gewisser Gruppen, wie Kontrollinstanzen, sollte aber selbstverständlich sein. Auch ist die Verwaltungsstruktur von Bund, Ländern, Bezirken und Gemeinden veraltet und von Doppelgleisigkeiten und Ausnahmeregelungen geprägt.

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