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Aktive Spinne oder hilflose Fliege? Bewegen im Sozialen Netz

Am 28.4.2010 fand die Blue Hour des Alumni-Clubs der Donau-Universität Krems im Leopoldmuseum statt. Der Abend befasste sich mit der Frage der Nutzung, der Reputation im Internet und den Veränderungsprozessen in der Gesellschaft, insbesondere in Berufssparten, die mit Personengruppen und Öffentlichkeit zu tun haben.

Es diskutierten Judith Denkmayr (Geschäftsführerin von Digital Affairs), Peter Parycek (Leiter des Zentrums für E-Government) und Oliver J. Wolff (Massive Art Multimedia & Software GmbH). Durch die Diskussion führte Michael Prüller (Stv. Chefredakteur “Die Presse”).

Persönliche Erfahrungen und Strategien

Nach der Begrüßung durch Judith Bauer berichtete Herr Prüller (Stv. Chefredakteur der Presse) über persönliche Erfahrungen mit Social Media (seine Passwörter vergisst er gerne mal) und Phänomene der Kontaktaufnahme durch unbekannte Leute oder SchulfreundInnen. Beinahe 80 % ÖsterreicherInnen nutzen das Internet und ca. 2 Millionen der ÖsterreicherInnen haben ein Facebook-Profil angelegt. Doch was tut oder lässt man in Netzwerken ganz gezielt und wie gehen die PodiumsteilnehmerInnen damit um?

Denkmayr vermeidet es, zu viele private Fotos hochzuladen, verbreitet aber wichtige oder auch lustige Themen gezielt an ihr Netzwerk. Die Digital Relations-Managerin wendet täglich ca. 1,5 h dafür auf. Das Zurverfügungstellen von Inhalten reicht heute nicht mehr, vielmehr werden Vernetzung und Suchmaschinenoptimierung immer wichtiger.

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Roundabout Kids 2009 zu Digital Natives

Am 24.11.2009 wurde im ORF KulturCafé die Kinderstudie von mobilkom austria vorgestellt. Im Mittelpunkt stand der Zugang von 6-14Jährigen zu Handy, Internet, Facebook & Co. Wie beeinflussen Computer und Netzwerke die junge Generation in ihrer sozialen Interaktion?

Medien als Mittel zum Zweck

Unternehmenssprecherin Mag. Elisabeth Mattes stellte die wichtigsten Ergebnisse der seit 2003 durchgeführten Studie vor und betonte, dass Medien und soziale Netzwerke für die Kinder als „early adopter“ hauptsächlich ein Mittel zum Zweck darstellen: Nach wie vor sind FreundInnen am wichtigsten. Diese Priorisierung ändert sich nicht durch mediale Einflüsse – interaktive Netzwerke können als Verstärker sozialer Kontakte gesehen werden und wirken im Vergleich zu „realer“ Kommunikation nicht isolierend. 54 % der Zielgruppe sind in sozialen Netzwerken registriert, jedoch sprechen nur 15 % mit ihren Eltern über Themen wie Cybermobbing.

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Understanding Users of Social Networks

“If the ongoing social networking revolution has you scratching your head and asking, “Why do people spend time on this?” and “How can my company benefit from the social network revolution?” you’ve got a lot in common with Harvard Business School professor Mikolaj Jan Piskorski.

Only difference: Piskorski has spent years studying users of online social networks (SN) and has developed surprising findings about the needs that they fulfill, how men and women use these services differently, and how Twitter—the newest kid on the block—is sharply different from forerunners such as Facebook and MySpace. He has also applied many of the insights to help companies develop strategies for leveraging these various online entities for profit. […]”

Interesting Insights taken from this Article

  • When they address real failures in the operation of offline networks.
  • Improve people’s ability to use offline social networks as “covers.”
  • The biggest discovery: pictures. “People just love to look at pictures.”
  • Deep gender differences in the use of sites.
  • Overall, women receive two-thirds of all page views.
  • Piskorski says these findings do not hold for one network: Twitter.
  • 90 percent of Twitter posts were created by only 10 percent of users.
  • More women on Twitter than men.
  • Today’s perception is that Twitter has the buzz and Facebook has the users. MySpace? Dead.
  • Its user base is not really growing, but 70 million users is nothing to sneeze at.
  • Not anywhere near the media hubs .
  • You need to shift your mindset from social media to social strategy.

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Sean Silverthorne, “Understanding Users of Social Networks.” HBS Working Knowledge. September 14, 2009

Politics 2.0 – Obamas Wahlkampf

Der Wahlkampf von Präsident Barack Obama hat neue Maßstäbe in der Mobilisierung von Bevölkerungsmassen gesetzt. Fundamente dieser Mobilisierung waren die pro-aktive Verwendung von Kommunikations- plattformen des Web 2.0 und das kreieren einer Marke „Obama“, die sich über eben diese Plattformen etablierte. Im Gegensatz zu Obama verabsäumte sein Kontrahent, Senator John McCain, eine Masse von WählerInnen über soziale Netzwerke anzusprechen.

In der Tabelle  ist Obamas  Dominanz in den populärsten sozialen Medien gut erkennbar:

Obama vs McCain SocMed

Barack Obama war auf mehr als zehn weiteren sozialen Netzwerken vertreten, seine Basis im Internet war jedoch my.barackobama.com (MyBO), „[which] was at the heart of the campaign’s new media strategy. [… The] site allowed users to create events, exchange information, raise funds, and connect with voters in their area. MyBO was the digital home from which the campaign could mobilize its army of supporters.” [2] Durch den einfachen Zugang zu dem Portal etablierte sich bald eine große Community, die selbstverständlich auch von Gegnern Obamas unterwandert wurde, weshalb Community-Manager engagiert werden mussten, die die Internetforen kontrollierten und gegebenenfalls Kommentare löschten.

Demokratisierung des Wahlkampfs durch Partizipation der WählerInnen

Über zwei Millionen Profile wurden im Laufe des Wahlkampfs auf MyBO angelegt. Die Betreiber von MyBO pflegten intensiven Austausch mit UserInnen, um einerseits das Identifikationspotenzial der UserInnen mit der Community zu steigern, andererseits sollte allen, die sich beteiligen wollten, die notwendige Hilfestellung gegeben werden. Über die persönlichen Blogs der Mitglieder auf MyBO konnten Erfahrungen ausgetauscht werden. Im internen Bereich standen den Freiwilligen zahlreiche einfach zu nutzende Werkzeuge zur Verfügung, z.B. Telefonlisten, Terminplaner, regional adaptierte Informationen und Argumentationsleitfäden, ein Barometer der gesammelten Spenden einzelner WahlkämpferInnen sowie eine Übersicht des Aktivitätsgrads, um den Ehrgeiz der Freiwilligen zu steigern.  Beachtlich war der Effekt, den MyBO außerhalb des Internets hatte. 200.000 sogenannte Offline-Events wurden über Obamas Internetportal organisiert.

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