e-partizipation

Ergebnisse der Finalen Präsentation Digitale Agenda Wien

Wien digt Anders

Wien digt Anders ©Magistratsdirektion der Stadt Wien

Am 16.6.2015 wurden die Egebnisse der Digitalen Agenda Wien von Stadträtin Sandra Frauenberger, Mag.a Eva Czernohorszky (Wirtschaftsagentur Wien), Magistratsdirektor-Stellvertreter Mag. Wolfgang Müller, Alfred Taudes (WU Wien) und CIO der Stadt Wien Mag.a Ulrike Huemer, präsentiert.

Das Ziel der Digitalen Agenda Wien war die Erarbeitung der zukünftigen IKT-Strategie. Diese wurde gemeinsam mit knapp 400 TeilnehmerInnen – BürgerInnen, externen und internen ExpertInnen und der Wirtschaft – online und offline erarbeitet.
Die im Herbst 2014 mit Hilfe der Plattform http://www.digitaleagenda.wien von den BürgerInnen eingebrachten Ideen wurden thematisch kategorisiert an sechs Arbeitsgruppen, bestehend sowohl aus BürgerInnen als auch aus ExpertInnen, zur weiteren Bearbeitung übergeben.
Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen wurden – erneut überarbeitet – online zur Diskussion gestellt.

Im Rahmen der am 16.6.2015 veröffentlichten Digitalen Agenda Wien wurden schließlich folgende Handlungsfelder identifiziert:

    Mit Sicherheit vernetzt
    Den Menschen Zeit schenken
    Stadt der digitalen Kompetenz
    I Like it – Digital City Wien
    Digitale Infrastrunktur als Basis

Zu diesen wurden richtungsweisende “Leuchtturmprojekte” festgelegt, die in den nächsten Jahren durchgeführt werden, oder an denen bereits gearbeitet wird:

Leuchtturmprojekt 1: Nachweis für sicheren und transparenten Umgang mit Daten

Das Vertrauen in die Sicherheit und den Schutz der Daten soll gestärkt werden. BürgerInnen sollen die Verwendung ihrer Daten im IKT-System der Stadt nachvollziehen. In einem Portal soll überprüft werden könnnen, welche Daten abgefragt oder übermittelt wurden. Nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften sollen BürgerInnen den Zugriff auf ihre Daten einschränken/oder erweitern können.

Leuchtturmprojekt 2: BürgerInnenportal “Meiner Stadt stets nah”

Dieses Portal soll eine zentrale Kontaktstelle für alle Anliegen dienen. Services und Informationen der Stadt Wien sollen einfach und übersichtlich in Anspruch genommen werden können. Das Portal wird personalisierte Services zur Verfügung stellen. Diese werden es ermöglichen, zu ausgewählten Themen z.B. zu Veranstaltungen, Radwegen, Kurzparkzonen, Newsletter – Informationen zu erhalten.

Leuchtturmprojekt 3: Stadt-Wien-App

Das Serviceangebot der Stadt Wien wird in Zukunft auch auf mobilen Geräten verwendet werden können. NutzerInnen können in Zukunft gewünschte Dienstleistungen, aktuelle und saisonale Angebote individuell auf ihren Geräten abrufen. Internationalen Gästen werden ebenfalls mobil und mehrsprachig Informationen – Stadtplan, Öffnungszeiten, Veranstaltungsprogramm – angeboten.

Leuchtturmprojekt 4: Einsatz von QR-Codes

QR-Codes auf Gebäuden, Formularen und/oder Broschüren werden den direkten Zugriff auf gesuchte Informationen erleichtern. Auch die Bezahlung von Verwaltungsstrafen soll durch den Einsatz von QR-Codes möglich sein.

Leuchtturmprojekt 5: Smart Kids

Die Initiative “Smart Kids” soll die digitalen Kompetenzen (Verständnis für Daten, digitale Fähigkeiten …) von SchülerInnen der Wiener Pflichtschulen steigern.

Leuchtturmprojekt 6: Code Studio

Kinder und Jugendliche sollen im “Code Studio” in zweistündigen Workshops ersten Erfahrungen mit dem Programmieren sammeln und lernen, IKT selbst zu gestalten.

Leuchtturmprojekt 7: Digital City Wien

Maßnahmen gegen Fachkräftemangel am IKT Standort Wien werden gesetzt, um digitale Kompetenzen zu unterstützen und BürgerInnen für IT Berufe zu begeistern. Die Marke Wien als IKT Standort soll national und international kommuniziert werden um die IKT Branche in Wien zu stärken.

Leuchtturmprojekt 8: Digitale Mobilität

Es wird eine Breitbandstrategie erarbeitet, die bis zum Jahr 2020 eine nahezu vollständige Versorgung mit ultraschnellem- kabelgebundenem und mobilem Breitband sicherstellen soll. Weiters werden ab 2015 400 Hotspots mit freiem WLAN-Zugang angeboten, die weiterhin – insbesondere auch in öffentlichen Verkehrsmitteln – ausgebaut werden sollen. Durch die Bereitstellung von Terminals und Infotainment soll der Zugang zu Informationen ohne eigenen Internetzugang angeboten werden.

Wir wünschen viel Erfolg für alle Projekte und sind gespannt auf zukünftige partizipative Projekte zur Weiterentwicklung der Digitalen Agenda Wien.

Quelle und weitere Informationen:
Homepage Digitale Agenda Wien
Zusammenfassung des Prozesses und der Ergebnisse

Session5: ePartizipation im Grätzl

Max Harnoncourt, factline

Gesammelte Notizen der moderierten Diskussionsrunde:

Kleine Gemeinden haben weniger Mittel sich um E-Partizipationselemente zu kümmern als größere Gemeinden. Insbesondere komplexe Planungstools (für zB. Radweg, Wildbachverbauung) sind kostenintensive online Verfahren was technologische Infrastruktur betrifft. Wien hat zB. ein sehr gut ausgebautes Grätzlmanagement, was aber auch mit Kosten verbunden ist.

pinwand small barcamp 2014

Auf Augenhöhe respektvoll von der Gemeinde informiert zu werden ist ein wichtiger Schritt um sich als BürgerIn ernstgenommen zu fühlen. Dies sollte aktuell zur Norm werden und elektronische Möglichkeiten können hier auch kostengünstig eingesetzt werden. Für sämtliche Änderungen im Bezirk können Informationen helfen, damit sich BürgerInnen darauf einstellen können.

Menschen zur Beteiligung zu motivieren ist ein wichtiger Teil sämtlicher Projekte. Beteiligungsraten sind selbst bei Kommunikation an die Grundgesamtheit der Betroffenen meist sehr überschaubar. Persönliches Anschreiben von zB. dem/r BürgermeisterIn zeigt BürgerInnen Wertschätzung und motiviert zur Teilhabe. Dennoch nimmt nur ein Bruchteil der direkt angesprochenen BürgerInnen an Beteiligungsprozessen (offline und/oder online) teil.

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Session3: E-Partizipation als Voraussetzung für Innovation

Kirsten Neubauer, neu & kühn


Notizen: Im Bereich der Innovation gelten ähnliche Bedingungen bezüglich der Community wie bei Partizipation, wenn man Erfolg haben will. Beispiele von kooperativer Produktentwicklung gibt es zahlreiche. Diese Beteiligungsprozesse bringen jedoch kaum grundlegend neue Ideen, die noch kein/e ExpertIn hatte. Das konkrete Ergebnis ist somit bei partizipativen Innovationsprozessen oft zweitrangig, weil vor allem die Einbindung und der Informationsfluss mit der Community wichtig sind. Öffentliche Beteiligungsverfahren im Bereich des öffentlichen Verkehrs gibt es mittlerweile in einer Vielzahl, und hier finden sich ähnliche Erfahrungen.

#ogc11 Open Government Camp Berlin 2011

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Dieses Jahr gab es besonders viele Sessionvorschläge am Open Gov Camp – ein gutes Zeichen, aber auch eine Herausforderung für die Organisation bzw Sessionplanung. Denn wenn mehr als vierzig Sessions angeboten werden, kann das schon mal dauern. 🙂

Nach der Planung der slots gab es einen Impulsvortrag von Brigitta Jonsdottir aus Island, genauer gesagt dem isländischem Parlament.

‘So we had this wonderful crisis!’

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