China

EPU-Workshop Technology Revolution, Public Administration and Participation: Guangzhou (China)

From 21-23 July 2018 the workshop Technology Revolution and Public Administration took place in Guagzhou, China. This workshop was sponsored by a grant from the Eurasia-Pacific Uninet (EPU). Researchers from the Centre for E-Governance at Danube University Krems and the Department of Media and Communication at City University Hong Kong took part. It was hosted by the Sun Yat-Sen University in Guangzhou.

Participants of the EPU Meeting in the afternoon

The first session addressed aspects of governmental innovation, e-governance and digital and mobile governance. A particular emphasis was on governmental hotlines and artificial intelligence as well as accessibility of hotlines, f.i. through the usage of languages (50 different languages can be selected in New York, for instance). Examples from New York also included open data contests (Big Apps 3.0) and open data principles. It is interesting that Big Data was called a “tiger flying” – hinting at the different techno-positive metaphors of datafication that seem to be found for this phenomenon around the world. The governmental hotline in Guangzhou is called 12345 and a few presentations were held around this topic.

The second session of the workshop addressed aspects of political participation, civic engagement and social media in a global and Asian context. The following presentations were held: (more…)

Kampf um Freiheit im Internet

Die iranische Bevölkerung konnte durch die Verwendung sozialer Medien die Welt an den Vorgängen rund um die letzte Präsidentschaftswahl teilhaben lassen. Das autoritäre Regime versuchte von Beginn an die Berichterstattung zu kontrollieren, um die Anliegen der Opposition im Keim zu ersticken.

Iran protests for the 5th straight day #iranelection vonDa die iranische Regierung die Berichterstattung und den Kommunikationsfluss innerhalb des Landes relativ gut kontrollieren kann, wurde das Ausland zu einem wichtigen Faktor für oppositionelle Gruppen, um sich zu organisieren und auszutauschen. Das Internet hat dazu beigetragen, dass Jahrzehente der Informationssperre aufbrechen. Die mit grünen Accessoires ausgestatteten IranerInnen stehen nicht nur für einen modernen Iran, sondern auch für freie, wenn auch versteckte, Meinungsäußerung in autoritären Regimes.

Umfassende Überwachung des Infromationsflusses

Letztes Jahr hat die iranische Regierung Computerserver zur Kontrolle des mobilen Informationsflusses von einem deutsch-finnischen Joint-Venture, bestehend aus Siemens und Nokia, erstanden. Das System speichert Absender und Adressat und deren Geolocation, wodurch Datenbanken und Bewegungsprofile von Personen und deren KommunikationspartnerInnen angelegt werden können. Während die Technologie in Europa zur Strafverfolgung verwendet wird, wird sie im Iran zur Überwachung der Bevölkerung benutzt. Den Internetverkehr kann die iranische Regierung schon seit längerer Zeit kontrollieren, da der gesamte Datenverkehr über zentrale Computer des staatlichen Telekommunikationsunternehmens abgewickelt wird. Da das iranische Internet wie ein Intranet aufgebaut ist, kann die Regierung sehr einfach Inhalte filtern oder bestimmte Websites (z.B.: soziale Medien) sperren. Beispielsweise ging der YouTube-Datenverkehr aus dem Iran in der Woche nach den Wahlen um 90 % zurück; bei Facebook um 50 %.

Nachdem am 13. Juni das Wahlergebnis bekannt gegeben wurde, kam es am frühen Abend Ortszeit zu drastischen Einschränkungen im Datenverkehr Irans. “Sämtlicher Internet-Verkehr, der in beide Richtungen bis dahin über die Glasfaserkabel von FLAG, Singapore Telecom, PCCW, Telia und Telecom Italia geflossen war, ging jetzt über die Leitungen von Türk Telecom. Von dort wurde über die internationalen Carrier Level 3, Global Crossing und Telia Sonera weitergeroutet.” (futurzone.orf.at) Grund für die Bündelung des Datenverkehrs dürften entweder technische Probleme gewesen sein, oder der Vereinfachung von Filtermaßnahmen gedient haben, da nach der Umstrukturierung der gesamte Datenverkehr über einen physischen Ort ging.

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