Big Brother

Vortrag: Wieviel ,e’ verträgt der Staat?

  • Konferenz: talk&match.IT – IT Information Transfer and Matchmaking Event
  • “Digital Cities `08: Ist der digitale Bürger dem Technologieansturm gewachsen?”
  • Datum & Ort:  10. Juni 2008, Schwechat

Zusammenfassung der Konferenz:

Die bereits zweite Veranstaltung zum Thema „Digital Cities“ im Rahmen der Serie talk&match.IT der Initiative eSchwechat.at war diesmal nicht nur neuen technologischen Entwicklungen gewidmet, sondern auch der gesellschaftspolitischen Auseinandersetzungen mit diesen.

In beiden Eröffnungsreferaten betonten sowohl der Bürgermeister der Stadt Schwechat, Abg. z. NR Hannes Fazekas, wie auch der Leiter der Initiative eSchwechat.at, DI Helmut Paugger, Geschäftsführer des talk&match.IT-Veranstalters Innovation Consultancy, dass eine der Zielsetzungen von eSchwechat.at auch das Hinterfragen des technischen Fortschritts sein muss, da dieser ja letztlich den Menschen zu Gute kommen soll.

Dr. Friedrich Bock, ehemaliger Vorsitzender des Fachverbandes Informationstechnologie und Unternehmensberatung der WKO und wiederholt Vortragender bei talk&match.IT, betonte, dass das Konzept digitaler Städte durch das Zusammenkommen von Offenheit gegenüber Neuem, politischem Willen, Forschung, Entwicklung und Anwendung durch Bürger und Wirtschaft, wie es eSchwechat.at konzeptionell vorsieht, eben auch die Chance bietet, die Sinnhaftigkeit des „digitalen Ansturms“ zu prüfen.

Umbruch in Gesellschaft un Politk

Mag. Dr. Peter Parycek vom Zentrum für e-Government der Donau Universität Krems stellte zu seinem Thema „e-Government – wie viel ‚e’ verträgt der Staat“ fest, dass sich angesichts der Verdoppelung der Innovationsgeschwindigkeit etwa alle 10 Jahre, die in diesem Jahrhundert mehr Wandel verursache als in Jahrtausenden zuvor, (vermeintlich) stabile Systeme irreversibel zu instabilen Systemen würden, die anderes Vorgehen erfordern – politisch wie gesellschaftlich. Parycek stellte im Zusammenhang mit dem immer höheren Sicherheitsbedürfnisses des Staates schließlich die Frage „Wer hat was gespeichert, verarbeitet und wann darauf zugegriffen?“ und postuliert einen Systemwechsel im Sinne eines neuen Demokratieverständnisses auf Seiten des Staates UND der BürgerInnen.

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