Digitale Agenda Wien

Digitalisierung in der Verwaltung – Erfolgsgeschichten

In der neuen rbb-Reportagereihe “besser geht immer” begibt sich Astrid Frohloff auf Reisen, um Erfolgsgeschichten aus der Digitalisierung in der Verwaltung zu finden. Von der Hauptstadt der Wartemarken – Berlin – bis hin zu kreativen Bürokraten in Wien und Barcelona.

Auf Berliner Ämtern gibt es bisher kaum digitale Angebote, stattdessen benötigen die Bürger viel Zeit und starke Nerven um die Behördenwege hinter sich zu bringen. Hier kann es bei einer vermeintlich simplen Namensänderung nach der Hochzeit schon einmal 1 Jahr dauern bis die Abwicklung erfolgreich ist.

Peter Parycek vom Fraunhofer Fokus Institut in Berlin und der Donau-Universität Krems berät die deutsche Regierung in Fragen der Digitalisierung. Er sieht den Grund für das Fehlen digitaler Dienste in der Liebe zum Papier und im Perfektionismus der Deutschen. In Österreich und vor allem in Wien steht hingegen der Pragmatismus im Vordergrund.

In Wien werden bereits 300 Bürgerdienste online mit digitaler Signatur angeboten, in Berlin hingegen nur 3. Was es braucht um eine innovative, bürgerfreundliche Verwaltung umzusetzen sind kreative Bürokraten, die bestehende Prozesse hinterfragen.

Auch Francesca Bria (Digitale Innovations Stadt Barcelona) ist der Meinung, dass es Mut zum Experimentieren braucht, um Innovation voranzutreiben. Barcelona setzt hier auf das Öffnen der Verwaltung für deren Bürger, um so eine ehrliche, demokratische Bürgerbeteiligung mit der Technologie zu verknüpfen.

Zum ganzen Beitrag geht’s hier!

“Das Amt und meine Daten”

Der Einzug der Digitalisierung in den öffentlichen Sektor schreitet voran, vor allem Länder wie Finnland, Estland oder Dänemark nehmen hierbei eine Vorbildrolle ein. Aber auch der österreichische Staat unternimmt zunehmend mehr Schritte in die richtige Richtung und liegt damit im Digitalisierungsindex DESI der EU-Kommission im Bereich der öffentlichen Dienste auf Platz acht unter den 28 Mitgliedsstaaten.

Doch mit dem Fortschritt kommen auch neue Herausforderungen auf uns zu. Im Fokus der neusten Diskussionen stehen neben dem „Digitalem Amt“, welches Ende März bereits zu großer Aufregung führte, als Nationalratsabgeordneter Gerald Loacker seinen Hauptwohnsitz mühelos im Digitalisierungsministerium anmelden konnte, auch der neue AMS-Algorithmus zum Berechnen der Vermittlungswahrscheinlichkeit und der damit verbundenen Bewilligung von Maßnahmen.

In dem Artikel “Das Amt und meine Daten” in der ZEIT-Online, die am 11. Mai 2019 erschienen ist, werden genau diese Probleme und zukünftigen Herausforderungen beleuchtet und von ExpertInnen kommentiert. Peter Parycek wartet darin mit Lösungsansätzen auf, weist aber gleichermaßen Handlungsbedarf hin.

Wer den ganzen Artikel noch nicht kennt, sollte ihn unbedingt hier nach lesen!

                                                                                              Quelle: ZEIT-Online

#GovCamp: Digitale Agenda Wien: jetzt wird’s konkret!

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Sessionname: Digitale Agenda Wien
Host: Michael Hagler (Mitarbeiter der Magistratsdirektion für Organisation und Sicherheit, Gruppe für Prozessmanagement und IKT-Strategie)

Michael Hagler weist darauf hin, dass seit 25.11.2015 wieder Ideen im Rahmen der Digitalen Agenda Wien gesammelt werden.

Präsentation: digitale_agenda_wien

Die Digitale Agenda startete im September 2014 mit der Online-Ideengenerierung mittels des Tools Discuto. Nachder Bearbeitung der Ideen in Arbeitsgruppen und der Revision des Strategiepapiers, wurde der Entwurf online diskutiert und offline fertig gestellt. Leuchtturmprojekte sind benannt worden, die in der ersten Phase mit der höchsten Priorität umgesetzt werden sollen. Im Sinn von Open Innovation sollen von Verwaltung und BürgerInnen gemeinsam weitere Ideen gesammelt und bearbeitet werden. Mindestens drei konkrete Ideen sollen umgesetzt werden. Gefragt wird nach Funktionen, um im Alltag Zeidigitale_agenda_wient zu sparen, Wege zu verkürzen und Ressourcen zu schonen. Mittels eines Open Space Day sollen einzelne Ideen vorgestellt werden.

Unter www.digitaleagenda.wien können Ideen gepostet werden.

Ein Teilnehmer wünscht sich eine Infrastruktur für die Bekanntmachung von Anliegen (“Wenn mich etwas stört”). Nicht nur eine Mängelrüge soll möglich sein, es wird weiter gewünscht, einen Entscheidungsprozess der zuständigen Behörde damit anzustoßen. Nicht immer ist es klar, wie die Zuständigkeiten gestaltet sind. Eine einzige “Erstanlaufstelle” mit transparenter Weiterleitung und Verfolgung der Behandlung eines Anliegens wäre ein erster Schritt. Wie könnte die Idee weiterverfolgt werden, wie man Menschen finden könnte, die sich für ein Thema interessieren? Man könnte eine Karte entwickeln, die Beteiligungsprojekte geknüpft an geografische Fakten anzeigen. Eine Idee wäre, Push-Mitteilungen für Partizipation zu verwenden (z.B. Licht in X-Straße: Ist dies störend für Sie? JA/NEIN). Push-Mitteilungen könnten auch kategorienbasiert (Anmeldung für spezielle Themen?) versandt werden. So könnten 1,8 Mio Gehirne auch laufend genutzt werden. Entwürfe im Bereich Stadtplanung wären interessant für BürgerInnen. Auch Informationen über Straßensperren sollten früh an BürgerInnen weitergegeben werden. Informationen über Sitzungen von Bezirksparlamenten sollten leichter veröffentlicht werden.

Stärkere Identifizierung mit der Stadt bzw. Verantwortung für das Gelingen von Vorhaben der Stadt zu fühlen, kann durch stärkere Fokussierung auf Lokale Gegebenheiten erreicht werden. Stichwort: “Delegation von Aufgaben an Selbstorganisation” Können “Zufriedenheitsmesser”/”Kundenmeinungen” veröffentlicht werden? Zu Bedenken wird gegeben, dass hier oft sehr subjektive Sichtweisen vorherrschen. Es bestehen Ressentiments der TeilnehmerInnen gegen ein “Bewertungsportal”. Eine übersichtliche, mobile Darstellung der sachlichen und örtlichen Zuständigkeiten (etwa mittels Visualisierung oder Entscheidungsbaum als Ergebnis von Fragestellungen) würde helfen, im Alltag Zeit zu sparen. Ein “mobiler Safe für Dokumente” wird diskutiert. Könnte man Behörden dann – zeitlich befristet – Zugang zu gewissen Dokumenten gewähren? Auf www.wiengestalten.at sowie auf den entsprechenden Layer der Open Data-Plattform Wiens, der laufende Partizipationsprojekte ankündigt, wid hingewiesen. Auch vorhandene Angebote sollen stärker bekannt gemacht werden. “Digitale Demokratie und Partizipation” als Kapitel im Regierungsprogramm soll als Zeichen gesehen werden, dass Partizipation erwünscht ist und gefördert werden soll.

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Das #govcamp startet! Die Eröffnungsreden im Wortlaut.
User Experience User Research (S. Murth)
Off-/Online-Teilhabe in der Zivilgesellschaft (U. Seethaler)
Re:Think Austria (A. Kovar, M. Tesslaar)
#GovCamp: Spielifizierte Beteiligung (S. Thiel, M. Sachs)
Regierungsprogramm #rotgrün: Kap. 11 (P. Kühnberger, M. Mock)
#Wien2020  als Musterbeispiel der Transparenz (A. Surowiec)
DIY und DIT Demo?kratie Repair-Café (@igdemokratie)
Digitale Agenda Wien: jetzt wird’s konkret! (M.l Hagler)
Stammtisch 3.0 Dynamic Facilitation Bürgerrat
Public Transport Data (R. Harm, S. Hauk, D. Blauensteiner)
Open Data und Genealogie (M. Eisenriegler)
Qualität und Usability von offenen Daten (J. Höchtl)
Digitaler Wandel und Politik # besserentscheiden (A. Kovar)

Digitale Agenda Wien: Deutscher Engagementpreis – Voting läuft bis 31. Oktober 2015

Wiens IKT-Strategie partizipativ erarbeitet

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Das Projekt Digitale Agenda Wien wird durch das Zentrum für E-Governance der Donau-Universität Krems wissenschaftlich begleitet (Peter Parycek: Leitung der Arbeitsgruppe IT in Bildung und Forschung; Bettina Rinnerbauer: Beteiligung in den Arbeitsgruppen IT in Bildung und Forschung und Serviceangebote und Aktivierung der BürgerInnen). Im Rahmen dieses Projekts wurde die IKT-Strategie der Stadt Wien partizipativ erarbeitet. Die Digitale Agenda Wien wird in einem Dialog mit BürgerInnen laufend weiterentwickelt werden.

Erste Online-Phase: Ideenfindung

Die erste Online-Phase im Herbst 2014 war die „Phase der Ideenfindung“. Daraus resultierten 172 Ideen auf www.digitaleagenda.wien , die als Open Government Data veröffentlicht wurden.

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