Author: melaniemorawek

Digitalisierung in österreichischen Gemeinden

Die Donau-Universität Krems hat gemeinsam mit dem Österreichischen Gemeindebund zum dritten Mal – nach 2002 und 2008 – den aktuellen Status der Digitalisierung in den Gemeinden erhoben. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden im Rahmen einer Pressekonferenz am 66. Österreichischen Gemeindetag präsentiert.

Die umfangreiche Studie wurde vom Präsidenten des Österreichischen Gemeindebundes, Alfred Riedl, dem steirischen Gemeindebund-Chef Erwin Dirnberger, und von Thomas Lampoltshammer von der Donau Universität Krems vorgestellt. Die Ergebnisse zeigen einen klaren Trend:

Gemeinden stärken Bewusstsein für Datenschutz
Der stellvertretende Leiter des Zentrums für E-Governance Thomas Lampoltshammer erläuterte die Ergebnisse der Studie. „Positiv auffällig für uns ist eine starke Sensibilisierung der Gemeinden bezüglich der Maßnahmen im Bereich Datenschutz und Datensicherheit“, betont Lampoltshammer, denn die Gemeinden achten viel stärker auf IT-Sicherheit als noch vor zehn Jahren.

Stärkung der Bürgerbeteiligung durch Digitalisierung
“Mit den digitalen Möglichkeiten haben wir die Interaktion mit den Bürgern verbessert und die Partizipation gestärkt, was viele erfolgreiche Beispiele aus den Gemeinden zeigen”, so Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl und der Präsident des Gemeindebundes Steiermark LAbg. Bürgermeister Erwin Dirnberger, die auch auf die Plattform oesterreich.gv.at und die App “Digitales Amt” verweisen, wo der Gemeindebund eng mit den Ministerien zusammenarbeitet.

Glasfasernetze für Gemeinden
Gemeindebund-Präsident Riedl betonte, dass es im digitalen Bereich auch eine nachhaltige Infrastruktur braucht und fordert nachhaltige flächendeckende Glasfasernetze für alle Gemeinden in ganz Österreich. „Die digitalen Datenkabel sind die Autobahnen von morgen. Glasfaser ist Teil der kommunalen Daseinsvorsorge und erfordert einen nationalen Schulterschluss in Form eines Glasfaserfonds.“ so Riedl.

Die zentralen Ergebnisse der Digitalisierungsumfrage können hier nachgelesen werden!

Fotocredits: ©Schuller/Gemeindebund

Lehrforschungsprojekt „Digitale Governance“ erfolgreich abgeschlossen

Letzte Woche fanden die Abschlusspräsentationen des diesjährigen Lehrforschungsprojekts “Digitale Governance” statt. Entstanden sind dabei 18 Digital-Strategien für Unternehmen in der Praxis, die von den Studierenden vorgestellt und ausarbeitet wurden.

Im Fokus stand dabei eine Untersuchung in realen Unternehmen bzw. Organisationen mit dem Ziel, die Hauptveränderungen, die sich aus der digitalen Transformation ergeben, aufzuzeigen und die Risken, Einflussfaktoren sowie Chancen für das jeweilige Unternehmen zu analysieren. „Die Herausforderungen der digitalen Transformation sind ja mittlerweile überall – von den KMU bis zur Verwaltung – sichtbar. Unser Universitätslehrgang Management und IT bereitet, auch über das Lehrforschungsprojekt Digitale Governance, die Studierenden darauf vor, diese Veränderung zu managen“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Peter Parycek, Leiter des Departments für E-Governance in Wirtschaft und Verwaltung.

Dokumentiert wurde die Lehrveranstaltung von der talentierten Alexandra Brenner von Blaugezeichnet, die die Ergebnisse mittels Graphic Recording festhielt.

Weitere Informationen:
Universitätslehrgang Professional MSc Management und IT

Erste Master-Abschlüsse von Instandhaltern

2017 startete an der Donau-Universität Krems der europaweit erste Universitäts-Lehrgang mit Masterabschluss mit der Spezialisierung „Industrial Maintenance Management“ und nun haben die ersten Teilnehmer ihre Master Thesen erfolgreich verteidigt und sehen voller Vorfreude der Graduierung entgegen.

Möglich gemacht wurde dieser Lehrgang durch die gemeinsame Gestaltung des Curriculums durch die Donau-Universität Krems, die für die allgemeinen Fächer verantwortlich zeichnet, die Trainingsakademie für Instandhaltung unter der Leitung von Ing. Dipl.-Ing. Jutta Isopp (Messfeld GmbH) und Dipl.-Ing. Dr. Andreas Dankl (dankl+partner consulting | MCP Deutschland).

Die Teilnehmer dieser ersten Durchführung mit dem Instandhaltungsschwerpunkt sind ausnahmslos erfahrene Instandhalter oder vereinzelt auch im Facility Management tätig. Sie haben ihre Karrieren bislang auch ohne „akademische Weihen“ gut vorantreiben können, doch alle hatten bereits zu Beginn des Studiums das Ziel, der Instandhaltung durch die akademische Aufarbeitung einen besseren Stellenwert zu geben.

Die Abnahme der Thesen durch die Kommission der Donau-Universität Krems war sehr erfolgreich. Es ist abzusehen, dass die Ergebnisse der Arbeiten für die Instandhaltung im Gesamten innovative Ansätze bringen, natürlich den jeweils betroffenen Unternehmen die zukünftige Gestaltung des Maintenance-Bereiches maßgeblich erleichtert und nicht zuletzt den Benchmark für nachfolgende Studierende an der Donau-Universität Krems setzt.

Übrigens: Es gibt noch Plätze für den nächsten Lehrgangsstart im November. Der Universitätslehrgang „Management und IT“ mit verschiedenen Spezialisierungen (neben „Industrial Maintenance Management“ sind das „Strategie, Technologie und Management“, „IT-Consulting“, „Supply Chain Management“ und „Information Security Management“, also alles Themen, die im Zeitalter von Industrie 4.0 besondere Aufmerksamkeit verdienen) dauert vier Semester und schließt mit „Master of Science (MSc) ab. Mehr Infos unter www.donau-uni.ac.at/mit

Bild:
Die ersten „Master of Science“ aus dem Maintenance-Bereich vlnr.:

Dietmar Längauer (Worthington Industries), Ing. Martin Komornik, BA (Takeda), Ing. DI Jutta Isopp (Trainingsakademie für Instandhaltung), Ing. Manfred Enzinger (Zellstoff Pöls) und Nenad Todorovic (Wioss Witron).

Fotocredit: Donau-Universität Krems, Piswanger, Abdruck honorarfrei

Digitalisierung in der Verwaltung – Erfolgsgeschichten

In der neuen rbb-Reportagereihe “besser geht immer” begibt sich Astrid Frohloff auf Reisen, um Erfolgsgeschichten aus der Digitalisierung in der Verwaltung zu finden. Von der Hauptstadt der Wartemarken – Berlin – bis hin zu kreativen Bürokraten in Wien und Barcelona.

Auf Berliner Ämtern gibt es bisher kaum digitale Angebote, stattdessen benötigen die Bürger viel Zeit und starke Nerven um die Behördenwege hinter sich zu bringen. Hier kann es bei einer vermeintlich simplen Namensänderung nach der Hochzeit schon einmal 1 Jahr dauern bis die Abwicklung erfolgreich ist.

Peter Parycek vom Fraunhofer Fokus Institut in Berlin und der Donau-Universität Krems berät die deutsche Regierung in Fragen der Digitalisierung. Er sieht den Grund für das Fehlen digitaler Dienste in der Liebe zum Papier und im Perfektionismus der Deutschen. In Österreich und vor allem in Wien steht hingegen der Pragmatismus im Vordergrund.

In Wien werden bereits 300 Bürgerdienste online mit digitaler Signatur angeboten, in Berlin hingegen nur 3. Was es braucht um eine innovative, bürgerfreundliche Verwaltung umzusetzen sind kreative Bürokraten, die bestehende Prozesse hinterfragen.

Auch Francesca Bria (Digitale Innovations Stadt Barcelona) ist der Meinung, dass es Mut zum Experimentieren braucht, um Innovation voranzutreiben. Barcelona setzt hier auf das Öffnen der Verwaltung für deren Bürger, um so eine ehrliche, demokratische Bürgerbeteiligung mit der Technologie zu verknüpfen.

Zum ganzen Beitrag geht’s hier!

“Das Amt und meine Daten”

Der Einzug der Digitalisierung in den öffentlichen Sektor schreitet voran, vor allem Länder wie Finnland, Estland oder Dänemark nehmen hierbei eine Vorbildrolle ein. Aber auch der österreichische Staat unternimmt zunehmend mehr Schritte in die richtige Richtung und liegt damit im Digitalisierungsindex DESI der EU-Kommission im Bereich der öffentlichen Dienste auf Platz acht unter den 28 Mitgliedsstaaten.

Doch mit dem Fortschritt kommen auch neue Herausforderungen auf uns zu. Im Fokus der neusten Diskussionen stehen neben dem „Digitalem Amt“, welches Ende März bereits zu großer Aufregung führte, als Nationalratsabgeordneter Gerald Loacker seinen Hauptwohnsitz mühelos im Digitalisierungsministerium anmelden konnte, auch der neue AMS-Algorithmus zum Berechnen der Vermittlungswahrscheinlichkeit und der damit verbundenen Bewilligung von Maßnahmen.

In dem Artikel “Das Amt und meine Daten” in der ZEIT-Online, die am 11. Mai 2019 erschienen ist, werden genau diese Probleme und zukünftigen Herausforderungen beleuchtet und von ExpertInnen kommentiert. Peter Parycek wartet darin mit Lösungsansätzen auf, weist aber gleichermaßen Handlungsbedarf hin.

Wer den ganzen Artikel noch nicht kennt, sollte ihn unbedingt hier nach lesen!

                                                                                              Quelle: ZEIT-Online