Erfolgreiche Unternehmensführung verlangt sorgsamen und transparenten Umgang mit Daten – #WIR mit RA Dr. Michael M. Pachinger

Mit dem/r Datenschutzbeauftragten wurde eine Rolle geschaffen, die bei der Umsetzung der datenschutzrechtlichen Vorgaben helfen soll. Kontrollen zur Gewährleistung des Datenschutzes und damit verbundene organisatorische und technische Maßnahmen gehören zu den Aufgaben des/r Datenschutzbeauftragten. Daher ist ein entsprechendes Fachwissen erforderlich.

Unser neuer Lehrgang “Geprüfte/r Datenschutzbeauftragte/r” vermittelt die aktuellen rechtlichen Anforderungen und gesetzlichen Notwendigkeiten zur Verarbeitung von personenbezogenen Daten im Unternehmen. Zusätzlich lernen Sie die wesentlichen Zusammenhänge zwischen Datenschutz und Informationssicherheit kennen und erfahren, wie Sie in der Praxis entsprechende Prozesse gestalten. Sie erhalten somit umfassende Kenntnisse, um in Ihrem Unternehmen die Funktion des/r Datenschutzbeauftragten wahrzunehmen.

Was sagen unsere Vortragenden zu ihren Fachgebieten, welche Trends sehen sie für die Zukunft der AbsolventInnen?

#WIR am Department haben bei RA Dr. Michael M. Pachinger nachgefragt, was es mit der Ausbildung auf sich hat.

Bisherige #WIR

Jetzt informieren! Neues Seminar „Geprüfte/r Datenschutzbeauftragte/r“.

RA Dr. Michael M. Pachinger ist Rechtsanwalt und Partner bei Saxinger Chalupsky & Partner Rechtsanwälte GmbH (SCWP) und neben dem allgemeinen Wirtschafts- und Unternehmensrecht auf Datenschutzrecht und IP- & IT-Recht spezialisiert. Er ist auch zugelassener European Trademark & Design Attorney. Zudem beschäftigt sich RA Dr. Pachinger mit Vertragsgestaltung, insbesondere auch im internationalen Kontext. Wesentliches Asset liegt dabei auch in der Beratung von in- und ausländischen Mandanten in englischer, französischer und spanischer Sprache. Als akkreditierter EuroPriSe Legal Expert begutachtet er IT-Produkte und webbasierte Dienstleistungen im Rahmen von Zertifizierungsverfahren zum Europäischen Datenschutz-Gütesiegel „EuroPriSe“. Er ist auch bei der Pariser Anwaltskammer (Barreau de Paris) eingetragen und Mitglied des Ilustre Colegio de Abogados de Valencia.

Neben seiner anwaltlichen Tätigkeit war er Gastlektor an der Johannes Kepler Universität Linz | JKU für Datenschutzrecht, ist Lektor an der Donau-Universität Krems, FH OÖ, IMC FH Krems und Vortragender beim Institute for International Research (I.I.R.). Er publiziert Beiträge zu aktuellen IT- und datenschutzrechtlichen Themen und ist Autor des Registers Datenschutzrecht im Handbuch zum Multimediarecht, Rechtsberatung Internet.

Foto: © Andrei Liankevich / Anzenberger

1. Was kann man sich genau unter der Ausbildung zum/r Datenschutzbeauftragten vorstellen?

RA Dr. Michael M. Pachinger: Datenschutz ist heutzutage umfassend zu sehen und betrifft Unternehmen in den Bereichen Recht, Prozesse, Organisation und IT. Die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sieht eine ganze Reihe von Aufgaben für den Datenschutzbeauftragten vor: unternehmensinterne Beratung, Überwachung der Einhaltung der datenschutzrechtlichen Vorschriften und Zusammenarbeit mit der Aufsichtsbehörde, um nur einige zu nennen. Um diese Vorgaben erfüllen zu können bedarf es solider Kenntnisse der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen, um entsprechende Maßnahmen in den unternehmensinternen Prozessen umsetzen zu können. Dafür wollen wir mit dieser Ausbildung den Grundstein legen.

2. Was sind die Voraussetzungen und Kriterien, um den Kurs zu
besuchen?

Unternehmen als für Datenschutz Verantwortliche unterliegen mit der DSGVO verschärften Vorgaben über die Verarbeitung personenbezogener Daten. Ein Unternehmen erfolgreich zu führen erfordert auch einen sorgsamen und transparenten Umgang mit Daten. Wir wenden uns daher einerseits an UnternehmensleiterInnen, GeschäftsführerInnen und Führungskräfte, andererseits aber auch an EntscheidungsträgerInnen und MitarbeiterInnen aus den verschiedenen Fachabteilungen des Unternehmens, die mit Datenverarbeitungen zu tun haben und beim Aufbau eines Datenschutzmanagementsystems mitwirken. TeilnehmerInnen bringen Affinität zum Datenschutzrecht oder zu IT/Technik/Management mit.

Wir möchten den TeilnehmerInnen anhand unserer Erfahrungen aus der Praxis zeigen, wie man die Verarbeitung personenbezogener Daten im Unternehmen strukturiert, transparent gestaltet, koordiniert und zweckmäßig aufbereitet, um für die Wahrung der Rechte von Betroffenen oder auch einen Datenvorfall vorbereitet zu sein. Wir versuchen auch darzustellen, wie man ein Datenschutzmanagementsystem aufbaut, Datenschutz-Audits durchführt und die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) anhand klar definierter „Kontrollen“ und „Maßnahmen“ umsetzt.

4. Was sind die Anforderungen an Datenschutzbeauftragte?

Mit der DSGVO steigt die Eigenverantwortung von Unternehmen im Datenschutz erheblich. Wir sprechen von „Accountability“ oder „Rechenschaftspflicht“. Der Datenschutzbeauftragte wird also in Zukunft eine ganz zentrale Rolle einnehmen. Ihm kommt Schnittstellenfunktion im Unternehmen zu und er sorgt für eine regelmäßige Überprüfung/Untersuchung, ob die genannten Bereiche (Recht, Prozesse, Organisation und IT) geforderte Standards erfüllen („Auditierung“). Die Geschäftsleitung wird auf seine profunde Unterstützung angewiesen sein.

5. Seit wann gibt es diese Ausbildung und warum ist diese gerade jetzt so wichtig?

Die Ausbildung basiert auf dem aus unseren Erfahrungen in der täglichen Praxis erarbeiteten und bereits in zahlreichen Lehrgängen erfolgreich umgesetzten Konzept der ganzheitlichen Beleuchtung des Themas Datenschutz. Dies haben wir jetzt im Hinblick auf die neuen Vorgaben der DSGVO erweitert, abgestimmt bzw speziell darauf ausgerichtet. Also, topaktuell genau zum richtigen Zeitpunkt! Denn, die Zeit bis Mai 2018 ist sehr kurz, um entsprechende Datenschutz-Audits oder Projekte zur Umsetzung der DSGVO im Unternehmen umzusetzen.

6. Was ist Ihr persönlicher Zugang zum Thema „Datenschutz“?

Datenschutz und Datensicherheit haben schon in den letzten Jahren laufend an Bedeutung gewonnen. Jetzt kommen viele neue Verpflichtungen auf uns zu. Wir sollten versuchen, diese nicht nur als „lästige Pflichten“ zu sehen, sondern auch als Möglichkeiten zu Gestaltung und Mehrwert für Unternehmen selbst wahrnehmen und nutzen. Nehmen wir nur die neue Pflicht zur Führung eines Verzeichnisses über Verarbeitungstätigkeiten. Damit kann auch ein tiefer Einblick in das eigene Unternehmen gewonnen werden. Dies sollte auch zum eigenen Vorteil genutzt werden.

Neues Seminar „Geprüfte/r Datenschutzbeauftragte/r“

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Neues Seminar: „Geprüfte/r Datenschutzbeauftragte/r“

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