Datenschutzbeauftragte werden in Zukunft eine wichtige Rolle im Unternehmen spielen – #WIR mit Thorsten Jost

Mit dem/r Datenschutzbeauftragten wurde eine Rolle geschaffen, die bei der Umsetzung der datenschutzrechtlichen Vorgaben helfen soll. Kontrollen zur Gewährleistung des Datenschutzes und damit verbundene organisatorische und technische Maßnahmen gehören zu den Aufgaben des/r Datenschutzbeauftragten. Daher ist ein entsprechendes Fachwissen erforderlich.

Unser neuer Lehrgang “Geprüfte/r Datenschutzbeauftragte/r” vermittelt die aktuellen rechtlichen Anforderungen und gesetzlichen Notwendigkeiten zur Verarbeitung von personenbezogenen Daten im Unternehmen. Zusätzlich lernen Sie die wesentlichen Zusammenhänge zwischen Datenschutz und Informationssicherheit kennen und erfahren, wie Sie in der Praxis entsprechende Prozesse gestalten. Sie erhalten somit umfassende Kenntnisse, um in Ihrem Unternehmen die Funktion des/r Datenschutzbeauftragten wahrzunehmen.

Was sagen unsere Vortragenden zu ihren Fachgebieten, welche Trends sehen sie für die Zukunft der AbsolventInnen?

#WIR am Department haben bei Thorsten Jost nachgefragt, was es mit der Ausbildung auf sich hat.

Bisherige #WIR

Jetzt informieren! Neues Seminar „Geprüfte/r Datenschutzbeauftragte/r“.

thorstenjostThorsten Jost hat nach mehrjähriger Tätigkeit als Konzernbeauftragter für Informationssicherheit (Group CISO) in einem internationalen Konzern das Beratungsunternehmen secriso Consulting (www.secriso.com) gegründet. Mit diesem berät er seit einigen Jahren Unternehmen in Österreich und Deutschland zu den Themen Cybersicherheit, Datenschutz und Risikomanagement sowie zur Abwehr von Wirtschafts- und Industriespionage. Er führt des Weiteren IT-, Informationssicherheits- und Datenschutz-Audits durch und ist Zertifizierungsauditor für ISO/IEC 27001.

Jost ist Lektor an der Donau Universität Krems für Lehrgänge zu Informationssicherheit (ISO 27001) und Datenschutz als auch Landessprecher der IT-Security ExpertsGroup der Wirtschaftskammer Kärnten.

Foto: privat

1. Was kann man sich genau unter der Ausbildung zum/r Datenschutzbeauftragten vorstellen?

Thorsten Jost: Die Ausbildung stellt grundsätzlich die Voraussetzung für die richtige und damit meine ich gesetzeskonforme Umsetzung der datenschutzrechtlichen Vorgaben dar. Wir behandeln einerseits die Anforderungen des österreichischen Datenschutzgesetzes (DSG 2000) sowie der bereit verabschiedeten EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), die mit Mai 2018 sanktioniert wird. Die TeilnehmerInnen erhalten ein umfassendes Verständnis zu dem, was die Gesetze von Unternehmen verlangen und lernen, welche konkreten Maßnahmen in den Unternehmensbereichen Recht, Organisation, Prozesse und auch IT im Zusammenhang mit einem Datenschutzmanagementsystem (DSMS) umgesetzt werden müssen. Dazu gibt es einige Tipps aus der Praxis von einem Rechtsanwalt als auch einem Sicherheitsberater.

2. Was sind die Voraussetzungen und Kriterien, um den Kurs zu
besuchen?

Der Kurs richtet sich in erster Linie an MitarbeiterInnen oder Führungskräfte, die mit der Umsetzung des Datenschutzes betraut werden oder auch schon sind. Diese kommen meist aus unterschiedlichen Bereichen des Unternehmens. Die TeilnehmerInnen sollten ein Basisverständnis für Recht mitbringen. Zusätzlich wird jedenfalls die Arbeit als Datenschutzbeauftragter auch immer wieder Interaktion mit technischen Bereichen wie der IT als auch Bereichen wie die Unternehmensorganisation mit sich bringen. Diese Zusammenhänge geben wir den TeilnehmerInnen im Seminar jedenfalls mit.

Die TeilnehmerInnen erhalten einen Überblick über die gesetzlichen Anforderungen aus DSG 2000 als auch DSGVO. Sie lernen, welche Maßnahmen sinnvoll beim Aufbau eines Datenschutzmanagementsystems (DSMS) sind. Da ein wesentlicher Teil des Datenschutzes auch die Informationssicherheit ist, haben wir hierzu ganz spezielle Themen abgedeckt. Ein Beispiel wäre, wie ein Richtlinienkonzept und somit Vorgaben für Informationssicherheit in der Praxis aussehen könnten. Aus der neu geforderten Datenschutz-Folgenabschätzung zeige ich den TeilnehmerInnen zum Beispiel auch, wie ein Risikomanagement und die Bewertungsmethodik aussehen könnten.

4. Was sind die Anforderungen an Datenschutzbeauftragte?

Datenschutzbeauftragte werden in Zukunft eine wichtige Rolle im Unternehmen spielen. Aufgrund der Verschärfung der gesetzlichen Anforderungen – insbesondere in Bezug auf die im Mai 2016 verabschiedete EU-Datenschutzgrundverordnung – sind Unternehmen mit extrem hohen Strafen (bis zu 20 Mio Euro) konfroniert. Der Datenschutzbeauftragte wird die Anforderungen im Unternehmen so einführen müssen, dass er diese einerseits erfüllt aber andererseits auch die Geschäftsprozesse nicht massiv behindert werden. Der Datenschutzbeauftragte sollte jedenfalls offen und kommunikativ sein aber auch gewisse Strenge ausüben können, um die Einhaltung der von ihm eingeführten Datenschutzrichtlinien zu forcieren.

5. Seit wann gibt es diese Ausbildung und warum ist diese gerade jetzt so wichtig?

Wir haben diese Ausbildung mit einem neuen und aktuellen Konzept in diesem Jahr gestartet. Das dafür großer Bedarf besteht, erfahren wir immer mehr von unseren Kunden. Die Unternehmen haben erkannt, dass nur gut ausgebildete Mitarbeiter und Führungskräfte die Organisation vor datenschutzrechtlichen Strafen schützen können.

6. Was ist Ihr persönlicher Zugang zum Thema „Datenschutz“?

Dazu gibt es aus meiner Sicht nur eine Antwort. Datenschutz ist wichtig. Nicht nur für das Unternehmen um sich vor Strafen zu schützen, sondern vielmehr um die Vorteile für das Unternehmen selbst daraus zu generieren. Denken Sie nur an die verschiedensten Maßnahmen, die dazu verwendet werden können, um die eigenen vertraulichen Unternehmensdaten – die oftmals den Wettbewerbsvorteil darstellen – zu schützen, aber auch um das Vertrauen zu den Kunden zu erhalten. Dabei sollte jedoch nicht vergessen werden, risikoorientiert vor zu gehen und nicht über das Ziel hinaus zu schießen.

Neues Seminar „Geprüfte/r Datenschutzbeauftragte/r“

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Neues Seminar: „Geprüfte/r Datenschutzbeauftragte/r“

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