GovLab Austria auf der Innovate 2016

Innovative Ansätze fördern

Auf Einladung von Bundeskanzleramt Österreich, Stadt Wien, Wirtschaftsuniversität Wien, Hertie School of Governance, Contrast EY Management Consulting und Wonderwerk Consulting trafen sich am 17. Mai 2016 180 Führungskräfte, österreichische und internationale ExpertInnen aus Verwaltung und Privatwirtschaft zu einem Austausch über innovative Ansätze und zentrale Herausforderungen der kommenden Jahre. Neben ExpertInnen-Diskussionen bot die Innovate 2016 Gelegenheit – im Rahmen von insgesamt 8 ExpertInnen-Streams – erfolgreiche Innovationsprojekte und -methoden aus unterschiedlichen Themenbereichen kennenzulernen, diese in Kleingruppen zu diskutieren und Anknüpfungspunkte zum eigenen Tätigkeitsfeld zu entwickeln.

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GovLab Austria

Im Rahmen eines ExpertInnen-Streams erfolgt die Präsentation des GovLabAustria, ein Kooperationsprojekt von Bundeskanzleramt Österreich und Donau-Universität Krems. Das neu geschaffene Innovationslabor soll es ermöglichen, zentrale Herausforderungen des öffentlichen Sektors in einem offenen und interdisziplinären Experimentierraum zu adressieren und organisationsübergreifende Lösungsansätze unter Einbindung der jeweils relevanten Stakeholder in einem wissenschaftlich-praxisnahen Kontext zu erarbeiten.

Zentrale Ziele des GovLab Austria:

  • prototypische Umsetzung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten im Bereich Verwaltungsinnovation und evidenzbasierter Politikgestaltung,
  • internationale Beobachtung von innovativen Projekten, Methoden und Lösungsansätzen im öffentlichen Sektor,
  • Etablierung eines nationalen Kontaktpunktes (NCP) für Innovationslabore im Governance-Bereich,
  • Zusammenführung von Expertise aus Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft ,
  • Multiplikation des entstandenen Wissens durch Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen.

ExpertInnen-Stream: Input

Roland LEDINGER, Bundeskanzleramt

Peter PARYCEK, Donau-Universität Krems

Ursula ROSENBICHLER, Bundeskanzleramt

Der ExpertInnen-Stream verstand sich als Auftaktveranstaltung des GovLabAustria. Dieser Experimentierraum inspiriert, begleitet und koordiniert Innovationsideen, -AkteurInnen -Projekte, um gemeinsam zu lernen und Transfer und Implementierung in bestehende Strukturen schneller gewährleiten zu können. Die Leitprinzipien des GovLabAustria folgen den bekannten Cos: Co-Creation, Co-Leadership und Collabration, aber auch Co-Implementation und Co-Design. Fokus des GovLabAustria ist die Erarbeitung zukunftsrelevanter Fragestellungen und BürgerInnen-fokussierter Lösungsansätze im Rahmen dieses offenen „Experimentierraums“. Regelmäßige Reflexion und Wirkungsmessung sind stabile Bestandteile des GovLabAustria.

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Impulse durch neue Technologien

Die digitale Transformation ist ein wesentliches Element, das Innovation anfeuern und initiieren kann, beispielsweise durch Prozesse der „augmented reality“, also des Einflusses von Technologie auf unsere Lebensbereiche und Wahrnehmung der Realität. Für die Verwaltung bedeutet dies, dass es nicht mehr darum geht, Prozesse zu digitalisieren, sondern Prozesse und Services anders zu betrachten. Zum Ausprobieren neuer Technologien braucht es aber einen inspirierenden Raum, um neue Möglichkeiten auf ihre Potentiale prüfen zu können. Einen solchen Raum soll das GovLabAustria zur Verfügung stellen. [Input Roland Ledinger]

Fragestellungen und Handlungsfelder

Thematisiert wurde u.a. die Rolle der Universität: von einer transdisziplinären Perspektive (Lernen steht im Vordergrund) zu einer Methodenvielfalt, die je nach Bereich verschiedene Methoden anwendet.  [Input Peter Parycek]

ExpertInnen-Stream: Output

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Nach den Fachinputs und der Vorstellung des GovLabAustria wurden die TeilnehmerInnen mit der Frage nach den Herausforderungen für Staat und Verwaltung in 20 bis 30 Jahren befasst. Welches werden die zentralen Fragestellungen sein? Welche Rolle wird die Innovationskraft haben? Wem soll Innovation nutzen? Wie kann das Spannungsverhältnis von Stabilität und Flexibilität produktiv genutzt werden? Welche individuellen und kollektiven Anforderungen müssen von Politik und Verwaltung aufgegriffen und gelöst werden? (und welche wird es dann noch geben?)

Diese und andere Fragen wurden in thematischen Kurz-Workshops diskutiert. Dabei wurden in einem engen zeitlichen Gerüst die genannten Kernfragen an frei gebildete Kleingruppen zur Bearbeitung übergeben. Hierbei stand keine vollinhaltliche Ausarbeitung im Vordergrund, sondern die Assoziationen, Kommentierung und wechselseitige Inspiration, um möglichst rasch Kondensationskerne in den Themenbereichen Arbeit und Soziales, Bildung, Gesundheitswesen, Mobilität, Sicherheit Wirtschaftsstandort und zwei freien Themenbereichen zu identifizieren.

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