IRIS16 – Netzwerke

Das 19. Internationale Rechtsinformatik Symposion fand von 24.2.2016 – 27.2.2016 an der Universität Salzburg statt und stand unter dem Generalthema “Netzwerke”. Das Zentrum für E-Governance der Donau-Universität Krems beteiligte sich mit einigen Beiträgen.

MozarttalerIRIS16

Aspekte der Inklusion aus Sicht der E-Partizipation

Im Track „E-Democracy III – E-Partizipation“ am Donnerstag nachmittag präsentierten Vinzenz Heussler von der Universität Wien und Judith Schossböck von der Donau-Universität Krems einen Beitrag zum Thema „Aspekte der Inklusion“, basierend auf einem gemeinsam mit Janos Böszörmenyi verfassten Arbeitspapier. Die rege Beteiligung an der Diskussion zeigte, dass E-Inklusion im Bereich der elektronischen Beteiligung ein besonders aktuelles Thema ist, insbesondere, was das Thema Barrierefreiheit und die Inklusion verschiedener Bevölkerungsgruppen betrifft. Die Präsentation stellte die Zielgruppen der E-Inklusion, die rechtlichen Rahmenbedingungen und Standards sowie Empfehlungen zu Inklusion und Barrierefreiheit vor, die auf den im KIRAS-Projekt ePartizipation gewonnenen Erfahrungen basierten.

 

Workshop zum Forschungsprojekt „ADEQUATe“

Im Rahmen des Hackathons stellte Thomas Lampoltshammer das von der FFG geförderte Projekt ADEQUATe vor. In Zusammenarbeit mit der Semantic Web Company GmbH und der Wirtschaftsuniversität Wien forscht die Donau-Universität Krems im Bereich der automatisierte Verbesserung der Qualität offener Daten in bestehenden Datenportalen. Während der Diskussion zeigte sich, dass EntwicklerInnen durchaus bereit wären für eine höhere Datenqualität auch zu bezahlen. Auch die Problematik der Aktualität von Daten und wer die „Pflege“ dieser übernimmt wurde intensiv diskutiert. Seitens der Datenbereitsteller – im konkreten Fall des Workshops Firmen und Verlage – wurde vor allem der Punkt standardisierter Schnittstellen zur Einspeisung und (semi-) automatisierter Qualitätssicherung angesprochen.
Die Präsentation und Diskussionsrunde auf der IRIS war einer von mehreren Workshops zur Erhebung von Anforderungen und konkreten Problemen von Datenproduzenten und AnwenderInnen. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in das Projekt zurück und beeinflussen unmittelbar die Entscheidung für erste Algorithmen und Ansätze zur Verbesserung der Datenqualität offener Daten in Österreich.

 

„openlaws“ hackathon

Im Zuge der Zusammenarbeit des Studiengangs Informationstechnik und System-Management der FH-Salzburg und des EU-Projekts „openlaws“ fand während der IRIS 2016 ein Hackathon für offene Rechtsinformationen statt. Das Projekt „openlaws“ setzt sich für Offenheit im Bereich Rechtsinformationen in der EU ein. Durch die Verschmelzung von Ansätzen im Bereich Open-Innovation, Open-Data und Open-Source-Software wird durch eine neu etablierte Community-Plattform der Zugang zu Rechtsinformationen erleichtert und der Austausch zwischen ExpertInnen und Nicht-ExpertInnen gefördert. Während der knapp drei Tage entstanden viele spannende Konzeptvorschläge rund um das Thema offene Rechtsinformationen. Im Zuge des Wettbewerbs konnte sich Thomas Lampoltshammer vom Department für E-Governance in Wirtschaft und Verwaltung der Donau-Universität Krems mit seinem Beitrag den 2. Platz sichern. Lampoltshammer demonstrierte, wie mittels Geoinformatik und offenen Rechtsinformationen – im konkreten Fall Entscheidungen des OGHs – eine Kompetenz Landkarte bzgl. RechtsexpertInnen in Österreich erstellt werden kann. Der erste Preis ging an ein die Idee eines automatisierten Übersetzers bzgl. juristischer Abkürzungen. Weitere vorgestellte Konzepte zeigten Möglichkeiten zur kontextbezogenen Textanalyse von Rechtstexten oder auch komplexe Monitoring- bzw. Visualisierungsmöglichkeiten im Backend von offenen Rechtsinformationssystemen.

 

Weitere Vorträge mit Beteiligung des Deparments für E-Governance in Wirtschaft und Verwaltung ware:

  • Bürokratieabbau durch Vernetzung von Organisationen
    Arthur Winter, Silke Gspan
  • Rechtsvisualisierung als Vernetzung von Sprache und Bild – Anmerkungen zum Buch >Kennst du das Recht?<
    Caroline Walser Kessel, Friedrich Lachmayer, Vytautas Cyras, Peter Parycek, Yueh-Hsuan Weng

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