#GovCamp: Open Data und Genealogie (Michael Eisenriegler)

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Sessionname: Open Data und Genealogie
Host: Michael Eisenriegler

In der Genealogie wird mit Daten der Vorfahren gearbeitet. Oft sind bloß Erzählungen von Familienmitgliedern und einzelne Dokumente vorhanden. Mit eigenem familiärem Wissen kann meist – mit der Ausnahme alter Adelsfamilien – nicht das Auslangen gefunden werden. Server, die Einträge aus kirchlichen Büchern speichern, wie etwa des Moravsky Zemsky Archiv Brno, gibt es zahlreiche. Matrikula online (www.matricula-online.eu/ ) digitalisiert große Teile österreichischer kirchlicher Enträge. Dies ist ein gefördertes Projekt unter der Führung der Diözese St. Pölten. Zur Verfügung gestellt werden hier nur Daten, die ein gewisses “Alter” erreicht haben. Spätere, also jüngere Einträge dürfen nicht online gestellt werden. Bis dato war es erforderlich, dass sich Ahnenforscher physisch von Pfarre zu Pfarre bewegen. Die Gemeinschaft der Mormonen nimmt eine Vorreiterrolle in der Ahnenforschung/Dokumentation ein. Auf www.familysearch.org sind derzeit bereits viele Daten verfügbar. Auf dieser Plattform können User sogenannte “Forschungsvorschläge” unterbreiten wie etwa auf das potentielle Fehlen eines Kindes hinweisen. Die dort angebotenen Daten sind in einer Form verfügbar, die Open Data nahe kommt.

Das Startup GenSoup zielt darauf ab, eine Online-Stammbaum-Plattform für Mitteleuropa zu erstellen. Myheritage ist ein Unternehmen mit ähnlichem Gegenstand. Ähnliche Funktionalitäten bietet auch das Portal Zedhia an (“Starten Sie Ihre Recherchen in 744 Büchern mit 1,1 Millionen Seiten ganz einfach über eine Volltextsuche”). Vereinfachungen ergeben sich dadurch, dass z.B.  Daten des (damaligen) Handelsregisters ohne Einschränkungen einsehbar sein dürfen. Auf www.friedhoefewien.at ist eine Grabsuche möglich. Das späte 19. Jahrhundert ist in der Ahnenforschung besser erschlossen als das 20. Jahrhundert (etwa aus datenschutzrechtlichen Gründen).

Die Plattform ist noch im Beta-Test: https://beta.gensoup.com/ Die fertige Version soll in 6 Sprachen online sein.

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Das #govcamp startet! Die Eröffnungsreden im Wortlaut.
User Experience User Research (S. Murth)
Off-/Online-Teilhabe in der Zivilgesellschaft (U. Seethaler)
Re:Think Austria (A. Kovar, M. Tesslaar)
#GovCamp: Spielifizierte Beteiligung (S. Thiel, M. Sachs)
Regierungsprogramm #rotgrün: Kap. 11 (P. Kühnberger, M. Mock)
#Wien2020  als Musterbeispiel der Transparenz (A. Surowiec)
DIY und DIT Demo?kratie Repair-Café (@igdemokratie)
Digitale Agenda Wien: jetzt wird’s konkret! (M.l Hagler)
Stammtisch 3.0 Dynamic Facilitation Bürgerrat
Public Transport Data (R. Harm, S. Hauk, D. Blauensteiner)
Open Data und Genealogie (M. Eisenriegler)
Qualität und Usability von offenen Daten (J. Höchtl)
Digitaler Wandel und Politik # besserentscheiden (A. Kovar)

10 Kommentare

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