ODI Summit 2015

Das Open Data Institute (ODI) hat auch 2015 wieder zum ODI Summit eingeladen – und das Zentrum für E-Governance als Teil des ODI Node Vienna war dabei.

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Die Eröffnung wurde von Sir Tim Berners Lee und Sir Nigel Shadbolt, geistige Gründerväter des Open Data Institutes vorgenommen. In ihrer Eröffnungsrede wiesen sie auf die Bedeutung offener Daten für Innovation hin und betonten, dass offenen Daten auch ein Machtinstrument sind, welches entsprechend eingesetzt werden kann und sollte. Im Fahrwasser von Open Data gewinnt eine weitere Diskussion zunehmend an Bedeutung: Das Spektrum von geschlossenen Daten bis hin zu offenen Daten als Input für Big Data Analysen. Vom ODI wurde in diesem Zusammenhang das Open Data Spektrum erstellt, eine Übersicht der Anwendungsbereiche von Daten und eine Übersicht für Entscheidungsträger und Wirtschaftstreibende um diesen die Angst davor zu nehmen, das Daten nicht automatisch immer „offen“ bedeuten muss.

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Eine wichtige Erkenntnis des Summits war auch, dass die Öffentlichkeit zwar rohe Daten möchte – daneben verlangt sie aber vor allem auch Antworten auf brennende Fragen, ein Aufruf an Wirtschaft und DatenwissenschatlerInnen Lösungen zu produzieren, die einen Mehrwert stiften. Eine häufig auftretende Anforderung von Anwendungen offener Daten ist es, Daten mit anderen Bereichen zu verschneiden. Daten er öffentlichen Verwaltung werden dabei selten mit eindeutigen Kennzeichnern veröffentlicht, was deren Verschneidung schwierig macht. ThomsonReuters hat mit dem permID (permanent Identifier) ein Projekt gestartet, bei dem öffentliche Daten mit stabilen Identifiern (URI’s) ausgestattet werden. Für ApplikationsentwicklerInnen soll es damit in der Zukunft einfacher sein, Daten verschiedener Bereiche mit einander zu verknüpfen.

ODI Node Vienna am Summit

Der ODI Node Vienna, eine gemeinsame Initiative der Donau-Universtiät Krems, der WU Wien, der TU Wien und der Semantic Web Company, ist seit Juni 2015 Mitglied des ODI Node Netzwerks. Geimeinsam mit Vertretern anderer Nodes wurde besprochen, welche Projekte für das nächste Jahr geplant sind, wie der Informationsaustausch zwischen den Nodes optimiert werden kann und vor allem welcher Mehrwert von den Nodes den StakeholderInnen in den jeweiligen Niederlassungen geboten werden kann. Viel Beachtung  unter den anderen Nodes fand ein von der FFG gefördertes und von den Node-Partnern Donau-Universtiät Krems, WU Wien und Semantic Web Company eingebrachtes Projekt zur Steigerung der Datenqualität. ADEQUATe wird in den nächsten 28 Monaten Prozesse identifizieren, Werkzeuge kreieren und Standards umsetzen, um die Qualität von Daten und Metadaten auf offenen Datenportalen zu steigern. Die Ergebnisse werden zuerst für die Portale data.gv.at und opendataportal.at bereitstehen, in der Folge aber veröffentlicht werden und somit nutzenstiftend für alle Datenportalbetreiber sein.

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