Wer von Supply Chain redet und in Abteilungslogik denkt – betrügt sich selbst! #WIR am Department mit Helmut F. Karner

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Im Rahmen des Universitätslehrgangs Professional MSc Management und IT am Department für E-Governance in Wirtschaft und Verwaltung werden unterschiedliche Spezialisierungen angeboten.

Welche Spezialisierungen kann man wählen? Welche Inhalte werden gelehrt? Welche ExpertInnen teilen ihr Wissen mit Studierenden? Was sind derzeitige Themen, Trends und Herausforderungen? Wohin geht die Reise während und nach dem Studium?

#WIR am Department stellen in regelmäßigen Abständen Lehrende vor, die uns diese Fragen beantworten. Heute stellen wir die Spezialisierung Supply Chain Management vor und danken Helmut F. Karner für den Einblick!

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Helmut F. Karner
HFKarnerIn der Spezialisierung Supply Chain Management – des Universitätslehrgangs Professional MSc Management und IT – unterrichtet Helmut F. Karner unter anderem „Demand Chain Management im Kontext neuer Managementsysteme“. Er ist Spezialist auf den Gebieten der Organisation Transformation, Change Management, Leading Change, Strategic Matters, Business Process Reengineering, Knowledge Management, IT, Information Management, New Economy und Internet Start-Up Companies. Außerdem beschäftigt er sich mit Beratungstätigkeiten für Aufsichtsräte und Führungskräfte. Ferner ist er Gründungsmitglied und „Spiritus Rector“ des Föhrenbergkreises.

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5 Fragen – 5 Antworten

Inhalt
Wissen
Studienpraxis
Trends
Berufsbilder
Bedarf

1. Über welches theoretische Wissen müssen zukünftige Fachkräfte im Bereich Supply Change Management verfügen?

Über gutes allgemeines Verständnis betriebswirtschaftlicher Zusammenhänge, vom Markt bis zu Forschung und Entwicklung, also nicht nur „Beschaffung“ oder Produktion und Logistik, wie eine verengte Interpretation des Lehrganges nahelegen würde. Neues betriebswirtschaftliches Denken fängt seit 25 Jahren beim Kunden an („Outside-In-Thinking“), daher heisst der Lehrgang ja auch nach innen „Demand Chain Management“, oder noch besser: „Demand Cycle Management“, weil ja auch die serielle Wertschöpfungskette nicht mehr aktuell ist, sondern auch das Recycling direkt in den Prozess angedacht sein muss!

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2. Sie lehren unter anderem „Demand Chain Management im Kontext neuer Managementsysteme“, welche Praxisbeispiele bearbeiten Studierende während des Lehrgangs?

Sie werden ununterbrochen auf konkrete Beispiele aus Kundenprojekten hingewiesen, die wirklich auf eine gesamthafte Wertschöpfungskette hin ihre Prozesse redesignt haben. Es gibt aber auch zwei „Reading Days“, wo sich die TeilnehmerInnen mit bereits realisierten avantgardistischen Konzepten (z.B. Kooperative Beschaffungssysteme) auseinandersetzen. Zum Abschluss des Lehrganges gibt es einen zweitägigen Workshop, wo jede/r TeilnehmerIn Prozesse in seinem Wirkungsfeld neu designen wird.

Eine Revolution. Der Ausdruck „Supply Chain“ bedeutet ja schon den Abschied von abteilungsbezogenen Aufgaben (wie Einkauf, Logistik, Produktion, Transportwesen, …) hin zu einer gesamtheitlichen horizontalen Prozessgestaltung. Wer also von Supply Chain redet und weiterhin in einer Abteilungslogik arbeitet, betrügt sich selbst und nimmt sich die Vorteile moderner Organisationsformen und damit verbundener Produktivitätssteigerung.

4. Für welche beruflichen Tätigkeiten qualifiziert der MSc Management und IT, mit der Fachvertiefung Supply Change Management?

Für Jobs, die es heute in vielen Unternehmen noch gar nicht gibt, nämlich die Verantwortung für die gesamte „Supply Chain“. Oftmals sind Titel wie „Supply Chain Manager“ missverständlich und hochstaplerisch vergeben und haben nichts mit der gesamten Verantwortung für die Supply Chain zu tun. Die Sicht einer Prozesslogik ist jedoch stark im Kommen, sobald also Unternehmen kapiert haben, dass sie sich so aufstellen müssen, haben mit den AbsolventInnen unseres Lehrgangs dann genau die richtig Qualifizierten.

5. Welche Organisationen/Unternehmen benötigen die Kompetenzen der Supply Change Management AbsolventInnen?

Nur die Besten und Fortschrittlichsten. Wenn sich ein Unternehmen einen akademisch qualifizierten Einkaufs- oder Logistik-Fachmann/frau erwartet, wird es mit einschlägigen „altmodischen“ Lehrgängen besser bedient sein. Dynamische kleinere und mittlere Unternehmen mit einer internationalen Ausrichtung sind erfahrungsgemäß eher sensibilisiert auf diese neuen Konzepte und meist auch flexibel genug, dies ihrer Organisation „anzutun“.

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