mGovernment: ‚Mobile Apps für den öffentlichen Bereich‘

Moblile Apps

Am 30.4.2015 hat die Wirtschaftsagentur Wien zum Business Treff unter dem Motto: „Mobile Apps für den öffentlichen Bereich“ Praxis und Wissenschaft zum Austausch eingeladen.

Am Programm stand eine Doppelconférence zum Thema E-Government vs. App-Entwicklung. In dieser diskutierten Johann Höchtl (Zentrum für E-Governance) und Christian Adelsberger (Kompetenzzentrum evolaris) Themen des mobilen Government. Durch den digitalen Wandel ist neues strategisches und kreatives Denken bei der Interaktion zwischen Bürgern und öffentlichen Behörden gefragt. Mobile Apps ermöglichen der Verwaltung serviceorientiertes E-Government, das an die Bedürfnisse der NutzerInnen angepasst ist. Ermöglicht wird die mobile, zeit- und ortsungebundene Nutzung von Online-Services nicht nur für BürgerInnen, sondern auch behördenintern.
Im Vordergrund stehen: Effizienz, Transparenz, schnelle und einfache Kontaktaufnahme.

Das Highlight der Veranstaltung waren ‚Good Practices & Lessons Learned‘ aus der Praxis. Wiener Unternehmer und Entwickler aus der App-Branche haben ihre Expertise und Erfahrungen bei der Produktion von Apps für den öffentlichen Bereich geteilt:

  • Reinhard Pickel (advantage:apps) stellte die App des Wiener Wohnservice vor. Komplexe Inhalte müssen für NutzerInnen klar, einfach und strukturiert dargestellt werden. Eine App soll viele Informationen enthalten, auf die Wichtigsten soll man schnell und einfach zugreifen können: in diesem Fall z.B. Standortanzeige, Suchfunktion und Filterfunktion.
  • Michael Steiner (all about apps) betonte die Notwendigkeit von definierten Anforderungn durch Use Cases/Stories um die Bedürfnisse und den Mehrwert für NutzerInnen hervorzuheben, die Auslandsservice App informiert über Urlaubsziel, gibt Ratschläge für Notfälle und hilft die nächste Botschaft oder das Konsulat zu finden.
  • Jörg Hofstätter (ovos media) zeigte den Energiespar-Coach von klima:aktiv und die Möglichkeiten auf spielerische Art und Weise Informationen zu vermitteln. Um auf die Bedürfnisse der EndnutzerInnen einzugehen, emfiehlt er iteratives Design – auch nach Release der App, empfiehlt er die Durchführung von Evaluationen.
  • Thomas Lichtenecker (straight4ward) stellte den Mietenrechner vor. Als lessons learned betonte er das Achten auf Timelines und genaue Vorgaben, wie z.B. auf Styleguides – um einheitliches Branding aufzubauen und die Wiedererkennung zu erhöhen.
  • Gerald Aichholzer (Blue Monkeys) zeigte die Extrawürschtel App. Das Ziel dieser ist die Verbesserung der Kommunikation und Information mit/für KundInnnen. Best Practices sind für ihn der Einbezug der Zielgruppe, die genaue Analyse und Zielsetzung beim Konzept, vor allem auch Support nach der Martkeinführung einer App.
  • Martin Sprengseis (bluesource) arbeitet bei der Umsetzung von Apps mit klickbare Prototypen und kooperiert mit Crowd Testing Anbietern um direkt an der Zielgruppe zu evaluieren. Die Apotheken und Medikamente App informiert über Öffnungszeiten, Standorte, Medikamente usw.
  • Rainer Sieber (IQ mobile) stellte die Perchtoldsdorfer App vor, die einerseits Service und Dienstleistungen für BürgerInnen im Ort bietet, andererseits die Verwaltung entlastet. Seine Best Practice bei der Einführung waren die Zielsetzung der Funktionen und das Setzen vielfältiger Angebote rund um die App.

„Was muss eine App für die Stadt Wien können?“ Diese Frage beantwortete Robin Heilig (MA14) in seinem Impulsreferat: Sie muss den NutzerInnen den Alltag erleichtern, Kommunikation mit der Verwaltung ermöglichen, Partizipation ausbauen, Service bieten und sinnvollen Mehrwert.

Anschließend wurde zum Thema „Braucht die Verwaltung eigene Apps?“ mit ExpertInnen und Vertretern aus der Wiener Stadtverwaltung diskutiert.

Weitere Informationen zu Mobilen Apps, Trends, App-Standort Wien und Förderungen finden Sie im Technologiereport: Mobile Apps.

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