#gov2vie – Raum Libra, Vormittag

Inhalt:

  1. Stefan Huber: OGD, Big Data – (un)gewollte politische Konsequenzen
  2. Stefan Pawel: BürgerInnenbeschwerdeplattformen und Julian Ausserhofer: Feedback im öffentlichen Verkehr
  3. Stefan Schartlmüller: Demokratiereform

1. Stefan Huber: OGD, Big Data – (un)gewollte politische Konsequenzen

Judith Schossböck, Florian Sedy, Stefan Huber IMG_8665Wechselwirkungen zwischen Technologie und Gesellschaft – ungewollte politische Konsequenzen Gewollte und ungewollte Konsequenzen von Open Government Data als Teil von Big Data infolge der bevorstehenden Konvergenz der vier Technologiebereiche: Nano-, Bio-, Informations- und Kommunikationstechnologie und Kognitionswissenschaft. Die große Herausforderung besteht darin, eine feine Linie zu definieren zwischen gewollter gesellschaftlicher Veränderung und abzulehnenden Kollateralschäden für die Lebensqualität. Eine politische Lösung kann dadurch erreicht werden, innerhalb eines innovationsfreundlichen Umfelds klare Grenzen durch politische Regulation zu setzen. Die dafür geeignete politische Ebene ist jedoch nicht die eines kleinen Landes wie Österreich, denn Technologie macht an Staatsgrenzen nicht halt. Erst die Ebene der Europäischen Union bietet die Chance technologische Entwicklungen durch Regulation auf ein human-verträgliches Ausmaß und auf eine sozial-verträgliche Geschwindigkeit einzugrenzen.

2. Stefan Pawel: BürgerInnen Beschwerdeanliegen Mgmt.

IMG_9053In Linz war die Response zur BürgerInnenbeschwerdeplattform in 2013 groß: 95.137 Besucher, 1.081 registrierte User, 2.692 App-Downloads, und all das bei 193.486 Einwohnern. Es wurde zwar auch dafür geworben, aber dennoch war die Nachfrage von sich aus sehr groß! Zusätzlich dazu gab es eine Beschwerde-Telefonnummer, die als neu gewonnener Kanal dazuzu zählen ist. Dadurch konnten noch mehr User verzeichnet werden. Die Kategorien der Plattform wurden von Linz vorgegeben. Doch wie viele sind sinnvoll? – So viele wie auf einer App Platz haben. Dabei kommt die Frage auf, ob es Negativ-Werbung für eine Stadt ist, wenn transparent und öffentlich wird, was das Problem ist? Doch durch die Veröffentlichung wird das Problem ja auch gelöst und „es ist doch schön wenn die Karte Grün wird!“ Das heißt, das normale Verwaltungsgeschäft wird nur öffentlich gemacht und somit kommt es auch zu keinem Problem für die Stadt. Tauchen Probleme auf, dann werden sie sofort online gestellt, aber erst zu den Geschäftszeiten bearbeitet. Zusätzlich gibt es auch eine Kommentarfunktion, die zu einer guten Diskussion führen soll und die auch von den Bürgern abmoderiert wird. Beispiel: Es gibt eine laute Schiebetür in einem Zentrum und es wird sich bei der Stadt darüber beschwert. Ein Bürger antwortet: „Was geht das die Stadt an? Kontaktier‘ den Betreiber direkt!“. Der Umgang miteinander auf der Plattform ist sehr fair.

2. Julian Ausserhofer: „ÖffiFeedback“ oeffifeedback.fh-joanneum.at

Öffifeedback ist ein Forschungsprojekt zur Entwicklung eines Feedback-Systems für öffentliche Verkehrsbetreiber. Der Anlass ist zumeist Lob, Beschwerde oder Ideen von Passagieren, das dann ähnlich einem Social-Media-Monitoring analysiert werden soll. Es wird eine leicht verständliche App entwickelt. Es gibt mehrere Kategorien und dazu je 3 Bewertungsmöglichkeiten (positiv, neutral, negativ). 

3. Stefan Schartlmüller: Demokratiereform

IMG_9104„Wie kann Reform organisiert werden“, das steht im Mittelpunkt der Demokratiereform Session. In der Praxis werden/wurden in Irland und Island gemeinsam mit der Bevölkerung neue Verfassungen erarbeitet. Schwerpunkt der Plattform http://www.demokratiebuero.at/ ist es aufzuzeigen, wie der Prozess der Demokratiereform gestaltet werden kann, und nicht, eine weitere Partei aufzubauen. Dazu wurde Kontakt mit den Parteien aufgenommen, es kam zum Lobbying in der „Politik“ für eine gemeinsame Demokratiereform. Grüne, Stronach, Neos arbeiten aktiv mit; auch gibt es Unterstützung seitens der ÖVP und FPÖ. Aufgrund des überschaubaren Interesses dürfte der Leidensdruck in Österreich allerdings wohl noch nicht so stark sein wie dies der Fall bspw. in Island war.

2 Kommentare

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