OurSpace-Workshops mit SchülerInnen in Wien

Workshops am Brigittenauer Gymnasium: Politische Online-Beteiligung für junge EU-BürgerInnen am Beispiel OurSpace

Das bunte Pausengetümmel ist gerade voll im Gange, als Florian Sedy, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für E-Governance an der Donau-Universität Krems, am 18. Oktober 2013 das Brigittenauer Gymnasium betritt, um für jeweils zwei Stunden in den siebenten Klassen der Schule das Thema politische Online-Beteiligung für junge EU-BürgerInnen am Beispiel OurSpace (www.joinourspace.eu) zu behandeln.

Das EU-Projekt OurSpace: neun Partner aus sieben Ländern

Von der Europäischen Union gefördert, sind insgesamt neun Partner aus sieben Ländern seit 2010 mit der Umsetzung befasst. Die einzelnen Piloten für die Nutzung der Plattform werden in vier Ländern betreut: Großbritannien, Griechenland, Tschechien und Österreich. Die eingesetzten Strategien, jungen EU-BürgerInnen eine politische Teilhabe schmackhaft zu machen, sind in jedem Land andere, in Österreich wird unter  anderem auf Workshops an Schulen gesetzt.

Ziel der Workshops ist es, mithilfe der Online-Plattform OurSpace, die Elemente Sozialer Medien verwendet, das politische Interesse junger Menschen zu stärken, indem ihnen ein virtueller Raum zur Verfügung steht, über den sie ihre Anliegen sichtbar machen, sich mit Gleichaltrigen international vernetzen und an Diskussionen mit politischen EntscheidungsträgerInnen teilnehmen können. Aktuell (November 2013) sind sechs österreichische EU-PolitikerInnen auf der Plattform aktiv.

Der Workshop: Ein paar Trockenübungen – und viel Praxis!

In der ersten Einheit beschäftigten sich die Workshop-TeilnehmerInnen mit verschiedenen politischen Themen rund um den Nationalrat, den Bundesrat und dem EU-Parlament und Florian Sedy zeigte den SchülerInnen anhand von Beispielen den Ablauf von Gesetzen und den Unterschied zwischen dem österreichischen und europäischen Parlament auf. Die zweite Stunde wurde praktisch angelegt, die SchülerInnen begaben sich auf der Plattform auf die Suche nach für sie interessanten Themen, zu denen sie anschließend im Internet Rechercheübungen machten. Die Ergebnisse dieser Recherchen wurden in Form unterschiedlicher Beiträge direkt auf der Plattform gepostet.

Die Plattform: Vier Phasen führen zum Ziel

Herzstück der Plattform ist übrigens ein vierstufiger Meinungsfindungsprozess: In einer ersten Phase können Themen eingebracht und bewertet werden, in einer zweiten Phase wird diskutiert und Lösungsvorschläge werden eingebracht, die beliebtesten Lösungsvorschläge werden in einer dritten Phase ermittelt und eine vierte Phase stellt die abgeschlossenen Debatten und ihre populärsten Lösungsideen im Überblick dar. Im gesamten Prozess haben die jungen TeilnehmerInnen inhaltliche Hoheitsgewalt.

Die SchülerInnen trugen während der Workshops im den gut ausgestatteten EDV-Saal der Schule in Wien vor allem zur Phase zwei bei: Bestehende Themen, die von österreichischen VertreterInnen im EU-Parlament gepostet wurden, standen im Fokus des Interesses.

Die SchülerInnen: Alles andere als „unpolitisch“!

Das Ergebnis der Workshops blieb auch in den darauffolgenden Tagen durch die Plattformstatistik deutlich sichtbar: Es kam zu einem signifikanten Anstieg an Aktivität auf der Plattform.

„Es hat Spaß gemacht, die Klassen zu unterrichten“, erzählt Florian Sedy im Anschluss. „Im Internet effektiv nach Informationen zu suchen, stellte sich zwar anfänglich als nicht ganz einfach dar, aber die Klassen waren motiviert und neugierig, arbeiteten gut mit – und zeigten sich alles andere als unpolitisch!“

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