eGovernment und IT 2027 – BRZ-Event 2012

Am diesjährigen BRZ KundInnen- und PartnerInnen-Event stande die Herausforderungen des eGovernment, der IT und der Verwaltung mit Blick in die Zukunft im Mittelpunkt. Mit einem Ideenwettbewerb der Futurezone und Donau-Universität Krems blickte man sogar auf das Jahr 2027. Wir werden hier live vom Event bloggen.

Das Programm findet sich hier.

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Begrüßung und Eröffnung

Dipl.-Ing. Roland Jabkowski eröffnete die kleine Zeitreise in die Zukunft, die aufgrund des 15jähigen Bestehens des BRZ auch ein wenig nostalgischer Ausflug war.

1996 pries der damalig2012-12-04 12.56.20e Präsident des BRZ die Ausgliederung der MitarbeiterInnen. Diese sollte „in der Verselbstständigung“ die Chance erhalten, ihre hervorragenden Produkte zu vermarkten und somit „Deckungsbeiträge zu generieren“. Vom Rechenamt zur IT-Factory – so der Slogan des BRZ heute. Jabkowski verwies auf ein zentrales Ziel des Hauses: nicht ständig das Rad neu zu erfinden (Stichwort Standardiierung) sowie die Erfolge des BRZ, wie z.B. die Auszeichnung mit dem Euro Cloud Award. Nicht der Blick in die Vergangenheit, sondern die unmittelbar anstehenden Herausforderungen sind heute jedoch Thema. Denn durch die Beschäftigung mit der Zukunft gestalten wir diese nich nur nach unseren Vorstellungen, sondern schaffen auch Freiraum für Innovationen.

Ebenso angesprochen wurden die Themen Cyberkriminalität und IT-Sicherheit – Herausforderungen, denen sich das Cyberkompetenzzentrum annehmen soll. Innenministerin Mikl-Leitner berichtete, das in den n2012-12-04 14.11.43ächsten Wochen eine gemeinsame Cyber-Sicherheitsstrategie für Österreich auf dem Tisch gelegt werden soll. Ein Thema das das BRZ sehr fordert ist das der Identitäts-Sicherheit bzw. des Identitäts-Missbrauchs. Das Bundesministerium widmet sich diesen Them im Rahmen eines Cyber-Security-Schwerpunkts, mit dem man auf den Anstieg der Internet-Kriminalität reagieren möchte.

Vor dem Blick in die Zukunft gab es ein kurzes Interview mit dem Aufsichtsratvorsitzenden Mag. Schöppl. Als „digital immigrant“ hat Schöppl vor 23 Jahren seinen ersten Computer gekauft, während jetzt sein Sohn am selben Computer wie selbstverständlich spielt. Das stimmt nachdenklich, macht aber auch die Rasantheit einer Entwicklung deutlich.

Roundtable: „2027: Herausforderungen und Ziele für die Verwaltungs-IT“

Es diskutierten

SC Dr. Elisabeth Freismuth, BMWFWissenschaft für Bildung und Forschung, sC Dr. Elisabeth Freismuth

BL Mag.a Heidrum Strohmeyer, BMUKK

SC Dr. Josef Bosina, BMJ

SC  Hermann Feiner, BMI

SC Dr. Manfred Matzka, BKA

GL Dkfm. Eduard Müller, BMF

Moderation: Mag. Gerald Reischl, Chefredakteuer futurzone.at

Das schöne von Zukunftsvisionen und Utopien ist, dass man mit ausgefallenen Ideen große mediale 2012-12-04 14.41.20Aufmerksamkeit erzeugen kann. Auch wird einen meist niemand zur Rechenschaft ziehen, wenn diese Vision nicht eintritt. Als Einstieg in die Diskussion wurde ein kleiner „Zukunfts-Trailer“ (Unterstützung durch fabasoft und futurzone) gezeigt. Er zeigte die Vision der Integration von IT-Anwendungen in den Alltag, beispielsweise einer persönlichen Assistentin im  Spiegel🙂

Prognostiziert wurde außerdem, dass sich die Zuständigkeiten der Verwaltungseinheiten mehr und mehr verwischen werden. Eine andere Vision, die bereits Realität ist, ist der Einsatz von Videokonferenz-Technologie im Gericht (Vorteil u.a.: kürzere Verfahrensdauer), was noch weiter ausgebaut werden soll.

2012-12-04 15.13.38Ein weiteres Diskussionsthema waren Apps und Open Data: Gibt es 2027 überhaupt noch Apps? Und wie wichtig ist bei Open Government Data die Community? Für die Zukunft ist anzunehmen, dass Offenheit nicht immer Kostenfreiheit bedeuten muss.

Dr. Freismuth betonte die Wichtigkeit von Programmen wie sparkling science und Orientierung an einer Wissensgesellschaft. Sie sieht sowohl die reale als auch die virtuelle Begegnung zwischen Lehrenden und Studierenden als Bestanteil der „Lehre der Zukunft“. Mag.a Strohmeyer betonte, dass sich das Bildungswesen nicht ganz so schnell wie die Technik entwickle. Anknüpfungspunkte zum Bildungswesen zeigen sich im eigenverantwortlichen Lernen, der Verschiebung der Rollen von Schule und LehrerInnen und in Schlagworten wie Vernetzung und Teilen. So sei es auch fraglich, ob wir im Jahr 2027 wirklich noch Schulbücher besitzen werden.  Zukunftstheme sind z.B. education clouds oder Applikationen. Nach wie vor spielen aber Lerntypen neben der speziellen Technik eine große Rolle. Wissensaneignung findet aber zunehmend im eigenen Tempo statt, auch Modelle wie der „flipped classroom“ sind verbreitet (hier kennt man z.B. das Material der Vorlesung bereits, bevor man in diese geht).

Ideenwettbewerb: „eGovernment 2027“

Wie sehen Lösungen für die Verwaltung der Zukunft aus? Ziel bei diesem Wettbewerb war die Einbindung der Community,2012-12-04 15.18.53 was auch gut geklappt hat – bereits nach zwei Wochen waren zwei gute Einreichungen vorhanden. Dr. Peter Parycek vom Zentrum für eGovernance der Donau-Universität Krems betonte, dass die große Herausforderung für die Verwaltung nicht in der IT, sondern in gesellschaftlichen Veränderungen liegt. Fujitsu spendete ein paar Android-Tablets.

Der 3. Platz ging an Prof. Richard Kirchner für sein Projekt „Knowledge Sharing – Best Practice-Beispiele innerhalb der Verwaltung“. Hier handelt es sich um eine gelungene Kombination der Themen Wissensmanagement und IT.

Der 2. Platz ging an das Projekt-Team von „Crowdsourced Knowlege Database“.

Der 1. Preis war eine Reise zum internationalen Open Knowledge Festival in Genf und ging an das Projekt „Graz Government Transparency“ von Georg Felgitsch, Norbert Haberl, Matthias Kranisch und Johannes Rummel von der FH Joanneum GesmbH. Das Projekt widmet sich der Aufbereitung von politischen Informationen für BürgerInnen.

In der Pause konnte man sich eine Karikatur des Künstlers Reini Buchacher anfertigen lassen oder sich dem 3D-Drucker des Metalabs widmen.

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Nach der Pause: Roundtables (parallele Workshops)

Leider ist die Bloggerin wieder einmal bei den Leuten vom Metalab.at und dem 3D-Drucker hängengeblieben, weshalb im nächsten Post kein Bericht aus den Parallel-Sessions, aber vom Druckprojekt erfolgt. Außerdem: Der Vortrag von Prof. Zeilinger.

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