co:llaboratory meeting Vol. 2 – OS 21

     OS 21 Meeting Vol. 2    

Unter dem Motto „OS 21 – offene Staatskunst in Österreich“ diskutierten am 18. August 2011 ExpertInnen und Interessierte im Rahmen eines offenen Forschungs- und policy-Netzwerkes. Allgemeines Motto war die Frage, wie Politik und Verwaltung Open Government-Strategien umsetzen können und welche neuen Perspektiven dabei entstehen. Neben Themen wie Open Innovation standen auch aktuelle Leadership-Konzepte sowie Open Data-Strategien zur Diskussion.

Zu Beginn wurden im Rahmen eines Workshops die Stärken und Schwächen der aktuellen demokratischen Entwicklung in Europa diskutiert. Im Mittelpunkt standen dabei zukünftige Politikkonzepte, aber auch, welche Rolle Interessensvertretungen und Parteien in einer fragmentierten Gesellschaft innehaben. Allgemein stellen zunehmender Vertrauensverlust der Bevölkerung und Desinteresse an demokratischen Strukturen die Politik heute vor starke Herausforderungen. Ad-hoc-basierte Strukturen lösen teilweise jene von Hierarchien und Märkten ab. Stärken aktueller Demokratie in Europa sind hingegen vor allem eine starke Bürgerkultur sowie die Fähigkeit, mit Krisen umzugehen.

Ein weiterer Workshop fasste die Konzepte Open Innovation und Open Value Chain design zusammen und fragte, inwieweit derartige Konzepte in Politik und Verwaltung einsetzbar sind.  Das Thema Leadership bzw. Open Leadership kreiste um die These, dass Open Government von MitarbeiterInnen und Führungskräften einen anderen „spirit“ verlange. Hier wurden Eigenschaften zukünftiger Führungskräfte, aber auch einer neuen Führungskultur thematisiert. Hier war man sich einig, dass es sich dabei um keine völlig neuen Konzepte handeln würde, sondern bereits seit längerer Zeit von der Führungstheorie vertretene Konzepte durch Netzwerk- und offene Strukturen jedoch angestoßen würden.

Zwei weitere Schwerpunkte des Netzwerkes bei diesem Treffen waren die bereits im ersten Treffen angestoßenen Themen Social Media Policy und Open Data. Hier wurden insbesondere die Chancen, Risiken und Hürden des Einsatzes bestimmter Medien in Politik und Verwaltung angesprochen.

Aufgrund der Erfahrungen der TeilnehmerInnen aus unterschiedlichen Kontexten (Wissenschaft, Verwaltung, Unternehmen) wurden die Erfolgsfaktoren für die Umsetzung von Open Data diskutiert. Abseits jener Faktoren, die auf dem „großen Modell von Offenheit“ basieren, welches auch große Anstrengungen im Mindset erfordert, gibt es jene, die direkt von Politik und Verwaltung ablesbar sind: beispielsweise ist Open Data in Großbritannien aufgrund des Korruptionsproblems so populär; ähnliches gilt für Open Data der Weltbank, wenn über Open Data beispielsweise Prozesse der Kreditvergabe, legitimiert werden können.

Geplant ist eine Publikation zum Thema sowie die Vorstellung der Ergebnisse auf dem diesjährigen Government 2.0-Camp in Berlin. Stay tuned!

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