Gov2.0Camp Vienna, Jhoechtlduk

Vorträge in diesem Blogpost:

Open (Government) Data

Thomas Thurner, Martin Kaltenböck und Johann Höchtl
ADV 2, 11:45 – 12:30

Die erste Session stellte die Bewegung Open Government Data vor. Ziel ist es, durch Aufklärungsarbeit bei Verwaltungsbeamten und Politikern das Thema Open Data zu sensibilisieren und langsam zu einem geänderten Verständnis für offene Daten zu kommen. Dazu müssen Fragen beantwortet werden, warum Verwaltungen überhaupt Daten veröffentlichen sollen und welcher gesellschaftliche Mehrwert damit gegeben ist.

Ein sensibles Thema ist Trust, also Vertrauen in die Daten als auch die darauf aufbauenden Anwendungen zu schaffen. Viel Arbeit ist noch offen, etwa die Schaffung einer einfachen Open Data Infrastruktur. Die Bewegung Open Government Data erweitert sich mit Übernahme der Agenden der OKFN, Chapter Austria um das thematisch ähnlich gelagerte Themengebiet Open Science.

In der folgenden Diskussion wurde das Thema Lizenzen und Haftung länger diskutiert. Die Beteiligten waren sich einig, dass ein gesellschaftlicher Mehrwert durch Nutzen der market intelligence (Datenanreicherung durch die Community) gegeben ist.


Wie Unternehmen & Wirtschaft von Open Government Data profitieren können

Max Kossatz
ADV 2, 11:45 – 12:30

Max Kossatz gab zuerst einen Überblick über Open Data und was eben nur fast Open Data ist. Anschließend stellte er verschiedene Open Data Anwendungen in Kategorien vor. Seiner Meinung nach sind viele Open Data Portale Zahlenwüsten, die eben hübsch visualisiert werden, aber mit fraglichem Nutzen.

Ein besonders gelungenes Beispiel für Bürgerbeteiligung im Breich Open Data ist seiner Ansicht nach Miami311. Weitere Beispiele: SFPark: Dynamische Anpassung der Parkgebühr: Dort wo gerade alles zugeparkt ist, werden die Parkgebühren dynamisch erhöht, in Gegenden wo alles frei ist, werden die PArkgebühren gesenkt, bis wieder Auslastung herrscht. Für New York: eat.clean.ly: eine Heatmap, die Hygienezustände in Lokalen auf einer Google Map darstellt. Die Daten dazu kommen von der Hygienebehörde.

Für die Zukunft kann sich Max Kossatz Anwendungen vorstellen wie einen elektronischen Briefkastenfinder, eine Anwendungen, die Schulen transparent gegenüberstellt oder etwa Kameras bei Sperrmüllplätzen oder neuralgischen Fahrbereichen um einzuschätzen, ob es sich auszahlt hinzufahren.

„Nur ein transparenter Staat darf über die Transparenz seiner Bürger nachdenken“

Diskussionen und Statements: Der Hauptnutzen oder der primäre Sinn von Open Data sollte die transparente Darstellung des Budgets respektive des Budgetvollzugs sein.

Selbst vordergründig banale Daten lösen Motivationen aus und können zu sinnvollen Anwendungen führen

Umweltdaten: Österreich ist nach EU-Richtlinie verpflichtet, Umweltdaten an die EU zu liefern, was Österreich auch tut. Die Veröffentlichung und Visualisierung von Teilen der Daten auf der EU-Plattform verbietet die Österreichische Regierung jedoch.

Konkrete Anwendungen mit Nutzen für Verwaltung und BürgerInnen

Johann Höchtl
ADV 2, 15.20-16.00

In der letzten Session versuchte Johann Höchtl die Diskussionen des Tages etwas zusammenzufassen und konkret das Thema darauf zu lenken, welche Daten sollen von Poitkern und Verwaltung eingefordert werden. Ausgehend von  einer Motivationsintensitätsklassifikation von Clay Shirky in Cognitive Surplus startete die Diskussion, welche Daten und Anwendungen gefordert werden.

Einige Kommentare des Tages waren

  • „Denkt nicht über Geschäftsmodelle nach, sondern zuerst die Daten. Let it fail“
  • „In der evolutionären Vielfalt liegt das Potential. Viele Applikationen werden erstellt werden, wenige werden sich durchsetzen, erfolgreich werden und weiterentwickelt werden“
  • Basisdaten now

Wichtig ist die zur Verfügung Stellung von Basisdaten wie Bevölkerungsstatistiken, Bildungsdaten oder Verkehrsdaten. Eine zentrale Forderung war, dass Behörden nicht versuchen sollten, alles aus einer Hand zu machen, sondern sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Den wenn alles aus einer Hand kommt, bleibt wenig Platz für Open Data, da dann häufig das Argument kommt, es gäbe ja bereits alles (Solarflächen in Wien; Leider können die Daten aus dem WebGIS nicht weiterverwendet werden)

4 Kommentare

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