Prüfung E-Government: Abschluss-Fachvertiefung

Das Zentrum für E-Government kann die weiße Flagge hissen: Alle drei Fachvertiefungsgruppen konnten am Donnerstag, den 23. September 2010 erfolgreich ihre Projektarbeiten präsentieren. Diese weisen durchgängig einen hohen Praxisbezug auf und befinden sich bereits teilweise in der Umsetzung.

(Picture@TheSportsBank.net)

Erhard Capelare, Hannes Baumgartner (beide BMLVS) und Andreas Pircher (BMF) entwarfen mit ihrer Projektarbeit eine Planungshilfe für das BMLVS zur Einführung eines elektronischen Dienstausweises. Dabei wurden die Erfahrungen der eDA-Einführung beim BMF genutzt und auf das BMLVS umgelegt. Sehr früh im Projektverlauf wurden die grundlegenden Unterschiede der beiden Ressorts deutlich. Zweck und Einsatzgebiet eines elektronischen Dienstausweises unterscheiden sich beträchtlich. In der Arbeit wurde das good-practice-Beispiel des BMF mit vielen notwendigen Abstrichen auf das BMLVS übertragen. Ein wesentliches Ergebnis ist eine Checkliste zur Implementierung, die sehr detailliert rechtliche und organisatorische Einschränkungen berücksichtigt.

Manfred Gröber (Microsoft) und Barbara Meyer (Stadt Graz) beschäftigten sich in ihrer Arbeit mit der Einsatztauglichkeit einer Unified Communication-Lösung innerhalb der Verwaltung. Das technologische Rückgrat bildet dabei der Microsoft Office Communication Server und zur Evaluierung der Vor- & Nachteile klärte sich die IT-Abteilung der Stadt Graz bereit. Wesentlicher Bestandteil der Arbeit bildet eine Empfehlung zur Projektumsetzung, die unter anderem zu erwartende Widerstände der stakeholder skizziert und Lösungsmöglichkeiten empfiehlt. So wurde auch in der Defensio mit Nachdruck darauf hingewiesen, daß die Personalvertretung frühzeitig in das Projekt einzubeziehen ist, zumal es um heikle Themen wie eine Statusanzeige der online-Verfügbarkeit geht.

Michael Butz (A-Trust), Anton Klein & Heimo Tillian (beide Landesschulrat für Salzburg) starteten mit dem Rollout eines Dienstausweises mit Bürgerkartenfunktion für LehrerInnen an einer Bundesschule ebenfalls ein sehr praktisches Projekt. Schnell wurde klar, daß sich die  Gruppe eines heiklen Themas angenommen hatte, zumal das Projekt edu.card (bei oberflächlicher Betrachtung) seit einiger Zeit ähnliche Ziele verfolgt. Das Projekt der Gruppe geht aber über die Ziele der edu.card hinaus und beschreibt Funktionalitäten wie einen sicheren elektronischen Briefkasten, der über den e-Tresor der A-Trust realisiert werden kann. Viele Interdependenzen zu anderen Behörden und Dienststellen (z.B. pm-SAP des BMF zur elektronischen Übermittlung des Entgeltnachweises), der umfassende aber ausgezeichnet erarbeitete Rechtsrahmen und der für außenstehende schwer erschließbare Zuständigkeitsdschungel steigern die Komplexität des Projektes.

Wir vom Zentrum für E-Government gratulieren allen Projektgruppen sehr herzlich zur bestandenen Abschlußprüfung!

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