Wikipedia ein kritscher Standpunkt, Tag 2

Samstag, 25. September 2010
Leipzig
http://www.cpov.de/

Blog-Eintrag zum ersten Tag.

Gabriele Blome, Awareness im Medienarchiv

Ein ästhetisch, über die Nützlichkeit hinaus gehend, designtes User-Interface steigert die ‚Awareness’ des Users, wodurch sich die Aufmerksamkeit steigert und der Rezipient mehr Informationen wahrnehmen kann. Interaktive Nutzungsmöglichkeiten ermöglichen neue Zugänge zu Informationsplatformen und die Naviagation darin. Bsp.: SFMOMA ArtScope. Diese Möglchkeiten der Recherche helfen insbesondere bei ergebnisoffener Suche. Die Visualisierung von Daten kann Nutzern helfen sich im Informationsdschungel zurecht zu finden. (Die Wikipedia ist textbasiert und muss sich den Herausforderungen der neuen Medien im Internet stellen. Junge Menschen wachsen nicht mehr in einer textbasierten Welt auf.)

Sabria David, Ein Werk von Vielen. Wikipedia aus der Perspektive Slow Media

Das Internet ist ein Schriftmedium, das nach den Regeln der Mündlichkeit funktioniert. … Detaillierte Informationen finden Sie in einem Blogpost der Autorin, auf dem Blog der Konferenz.

Alan N. Shapiro, Die Zukunft der Bibliothek

In einer Studie über 150 Universitätsbibliotheksportale stellte Shapiro fest, das sämtliche Bibliothekswebsites gleich aussehen. Die Webauftritte der Universitäten sind mechanistisch, prozedural und funktional – ohne Ausnahme. Durch Interdisziplinarität haben sich die Kategorisierungen verändert, und neue Interaktionsmöglichkeiten gilt es zu finden.
Wikipedia kann nicht mit Science Fiction umgehen, weil es bei SF nicht um Fakten geht. Hyperlinkgs zu Zukunftswissenschaften /-technologien aus SF-Filmen helfen neue Technologien zu vestehen. Es gibt in der Wissenschaft oft nur wenig Verständnis für die Beziehung zw. Science Fiction und Science Fact. Science Fiction ist oft eine Inspiration für die Wissenschaft und hat somit direkten Einfluss auf die Realität. Wissen in der Zukunft wird in einer Art-Star-Trek Holodeck konsumiert werden.
Bibliotheken brauchen zwar keine Wikipedia, aber einen verbesserten Nachfolger von Wikipdia (die Wikipedia der Zukunft). Tendenziell hält Wikipedia Studenten davon ab selbst weiter zu forschen oder zu recherchieren. Der Nachfolger von Wikipedia sollte so gestaltet sein, dass er Studenten ermutigt tiefer in ein Thema einzusteigen.

PODIUMSDISKUSSION: WIKIPEDIA UND KRITIK

PodiumsteilnehmerInnen: Geert Lovink, Jan Eissfeldt, Thomas König, Anne Roth und Mathias Schindler.
Moderation: Anja Krieger

Wikipedia hat sich als Enzyklopädie durchgesetzt, weil traditionelle Enzyklopädien sich nicht den Bedürfnissen der potenziellen Leser angepasst haben. Der Gedanke des kollaborativen Arbeitens hat sich durch Wikipedia in der Gesellschaft verbreitet hat. Heute frägt man sicht, warum ist eine Website nicht mehr mit kollaborativen oder partizipativen Elementen versehen?
Alternative Quellen, wie Indymedia Deutschland, werden nicht von Wikipedia akzeptiert. Die klassischen Medienhäuser haben hier ihre Hegemonialmacht erhalten können. Die gewünschte Zukunft der Wikipedia sieht für die Diskutanten sehr unterschiedlich. Allgemein gilt es die Technologie zu erweitern, mit neuen Medien zu verschmelzen und Usability und Userinterface zu verbessern.
Wikimedia gibt zwar an zu versuchen, transparent zu Arbeit, doch selbst Vereinsmitglieder bekommen nicht die gewünschten Antworten auf Fragen. Ebenso stellt sich das Problem der Kontrolle innerhalb der Wikipedia dar, da die Wikipedia gewachsen ist und nicht in Details konstruiert wurde. Wikipedia und Wikimedia befinden sich in einer Wechselwirkung, da Wikimedia Policies in der Wikipedia sichtbar werden.

2 Kommentare

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