Umfrage: Verwaltungsreform

Im Rahmen des BRZ-Kunden- und Partnerevents 2010 führen wir eine online-Umfrage zum Thema „Verwaltungsreform“ durch. Wir bitten Sie, dazu 5 Fragen zu beantworten und Ihre FreundInnen und KollegInnen darauf aufmerksam zu machen. Wir werden live vom Event bloggen. Beteiligen Sie sich am 30.6.2010 per SMS an +43 680 305 97 92 oder mit #brz2010 (Twitter) an der Diskussion.

1. Frage

2. Frage

3. Frage

4. Frage

5. Frage

13 Kommentare

  1. Wird aus 2 Gründen nicht stattfinden:
    1. Gewerkschaften: Die Zusammenlegung von Polizei und Gendarmerie wurde 20 Jahre lang blockiert, weil aus 280 dienstfrei gestellten Betriebsräten nur 120 übrig geblieben sind. Aktuelles Beispiel: Schulreform!!!
    2. Föderalismus: Welcher Landeskaiser verzichtet freiwillig auf Macht und die Möglichkeit Entscheidungen zu treffen und diese durch den Bund zahlen zu lassen (Beispiel: Spitäler, Schulwesen, Bauwesen, usw.)?

    Gefällt mir

  2. Um eine Verwaltungsreform sinnvoll und schlüssig zu gestalten, muss man diese aus meiner Sicht „am System vorbei“ organisieren. Die beharrenden Kräfte in den bestehenden Organisationen sind zu groß.

    Dazu allerdings fehlt (der Politik) das Bild, wie und wo wir Deutschland in den kommenden Jahren sehen. Das ist zwingend Ausgangspunkt, um überhaupt Auftrag und Ziele „der Verwaltung“ festlegen zu können. Schließlich soll diese dazu beitragen, den angestrebten Zustand zu erreichen.

    Mit „am System vorbei“ meine ich den modellhaften Gedanken, dass beispielsweise eine zur Zielerreichung definierte Aufgabe von einer neuen Organisation übernommen wird und nicht von einer bestehenden. Von dieser bestehenden Organisationseinheit wird Aufgabe um Aufgabe (oder Ziel um Ziel, Auftrag um Auftrag) „weggenommen“ und an die neue Organisation in neuer Form übertragen. Dadurch sind Aufgabenkritik und neue Wege machbar.

    Gefällt mir

  3. Die bisherigen Kommentare zeigen Emotionalität und nur geringes sozio-technisches Wissen über die Funktionen in einer Gesellschaft und lassen auf nur geringes demokratiepolitisches Verständnis schließen. Einseitigkeit, geringes Objektivitätsverständnis und mangelndes Verständnis für komplexe Gesellschaftsprozesse sind kontraproduktiv für positive Veränderungen, welche bei allen Entscheidungen und Handeln den Menschen in den Mittelpunkt stellen sollte, und sollten daher in einer Demokratie eigentlich in solcher in den Kommentaren zum Ausdruck gebrachten Form eigentlich einer (unseligen) Vergangenheitsform angehören.

    Gefällt mir

  4. Wenn Landes- bzw. Bürgermeisterwahlen dazu führen, dass auf nationaler Ebene keine heiklen Entscheidungen mehr getroffen werden, dann ist wohl kaum zu erwarten, dass eine zweckmäßige Verwaltungsreform über die Bühne gebracht wird, vor allem, wenn eigentlich die Landesfürstentümer endlich abgeschafft werden müssten.

    Die derzeitige Politik verursacht leider nur mehr Kopfschütteln. Überall in Europa werden massive Maßnahmen in die Wege geleitet, nur bei uns gibt es keine Anzeichen, obwohl wir schon seit Jahren wenn nicht Jahrzehnten davon reden.

    Es muss wohl erst richtig weh tun, damit die Masse zu mobilisieren ist und eine andere Richtung vorgibt, oder mal Halt schreit.

    Wie kann es sein, dass bei der ÖBB noch immer ein Durchschnittsalter von 52 besteht?? Kurzes Raunzen und dann war es schon wieder.

    Gefällt mir

  5. 1) ist schon sehr viel passiert, was leider, so vermute ich, aus mangelnder IT-Kompetenz der Bevölkerung nicht wirklich wahrgenommen wurde.
    2) kann die Verwaltung nur klar vorgegebene Ziele verfolgen und Kosteneinsparung ist kein produktives Ziel.
    3) muß man einen Weg finden mit dem Angebot die Zielgruppe auch zu erreichen, wobei die Zielgruppe nicht nur der Bürger, sondern hauptsächlich wieder Verwaltungen selbst sind.
    4) muß man akzeptieren, daß IT und eGov in einigen Bereichen auch kontraproduktiv sein kann.

    Gefällt mir

  6. Verwaltungsreform erfordert:
    Echter Reformwille – dzt. zuviele fragwürdige Eigeninteressen
    Gemeindeübergreifende Zusammenarbeit Verwaltungsgemeinschaften sind ein muß (Bauamt, Buchhaltung…)
    Schnittstellen zwischen Gemeinden und Länder wichtig. Derzeit bei den GVV und Ländern wenig bis keine Bereitschaft.
    Als Projektleiter von GO ELAK (Elektronischer Akt für Städte und Gemeinden), Gemeindekooperation mache ich seit Jahren diesbezüglich gemeinsam mit dem Bundeskanzleramt Bewußtseinsbildung. Das Vorzeigeprojekt läuft sehr gut, sollte jedoch Österreich schneller vorangehen.
    Projektleiter: Anton Deimel, ELAK-GOVERNMENT-VERBUND

    Gefällt mir

  7. Der gute Wille wäre in der Beamtenschaft überwiegend schon vorhanden – doch will 1. die Politik an sich nichts ändern, vielmehr erzieht sie mehr denn je Beamte als Hausmacht und 2. bei dem Förderalismus zur 3. Potenz der in Österreich praktiziert wird, kann das Vorhaben gar nicht gelingen.

    Gefällt mir

  8. Das Beharrungsvermögen ist ursächlich nicht in einer mangelhaften Veränderungsbereitschaft der Bediensteten im öffentlichen Bereich zu sehen, sondern vor allem in den politischen und strukturellen Verfilzungen zu suchen und auch zu finden; die dadurch zum Ausdruck kommenden Befindlichkeiten, Machtfelder und politischen Abwägungen hemmen systematisch durchaus veränderungsbereite Verwaltungsbedienstete, ja schließen sogar veränderungswillige Personen von innovativen Aktivitäten aus, weil darin eine Gefahr für Positionen gesehen wird und althergebrachte Durchsetzungsmethoden (proporzmäßige Quoten und Machtfelder) ein fachlich kompetentes, ziel- und plangerichtetes, transparentes Vorgehen aus egomanischen Gründen für nicht erwünscht erachten. Die Fragen, die sich ein/e gelernte/r österreichischer Bürger/Bürgerin, Bürokrat/in stellen muss charakterisieren dies treffend:
    1. Können wir es?
    2. Wollen wir es?
    3. Dürfen wir es?
    4. Ist es erwünscht?
    Dass in diesem „Fragenetz“ die Innovation und der Reformwille auf der Strecke bleiben, möge jeder selbst aus seiner Position und Sichtweise beurteilen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang Keck

    Gefällt mir

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s