Open Gov Data – Pressekonferenz

Eine Veranstaltung der Semantic Web Company, die sich dem Thema Open Government Data widmete, fand am 8.4. bei der OCG in Wien statt. Hier die Notizen zur Pressekonferenz.

Andreas Langegger

Über die Open Knowledge Foundation formieren sich Interessensgruppen, die versuchen, Regierungen anzuhalten, gesammelte Daten öffentlich zugänglich zu machen. Der Nutzen ist vielen noch nicht bewusst, aber es gibt mehrere Gründe diese Daten zugänglich zu machen.

Rufus Pollock

Wir befinden uns mitten in einer technologischen Revolution. Gutenberg änderte unsere Fähigkeiten zu lesen, aber jetzt können wir auch auf Daten und Informationen zugreifen und insbesondere zurück schreiben. Bis dato war der einzige Input von Seiten des Volkes die Wahl – alle 4 bis 6 Jahre. Die Möglichkeit Informationen und Daten einzusehen ist nicht so revolutionär, wie das Zurückschreiben. Es können nicht zwar alle BürgerInnen diese Daten verifizieren, aber einige UserInnen können das und diese können auch ihre Erkenntnisse mit anderen teilen. Wir sind eine read/write-society und nicht mehr nur eine read-society. BürgerInnen können dadurch Kontrolle ausüben. Heute gilt für Firmen, dass nur gute Webauftritte und einfacher Kontakt mit KundInnen (auch vie Web 2.0) Erfolg garantieren. Dasselbe muss auch für Regierungen und Verwaltungen gelten, wie Gordon Brown feststellte. Tim Burners Lee ist nun Berater der UK-Regierung.

Peter Parycek

Seit 10 Jahren gibt es Bewegungen wie Open Source oder Open Access, aber erst jetzt wird das auf Regierungsebene diskutiert. Obama hat diese Bewegung als erstes auf seine Agenda gesetzt. Dadurch hat sich Open Data auch auf Regierungsebene etabliert. Dies ist mitunter ein Schutz vor radikalen Gesellschaftssystemen, da Open Data auch demokratische Prinzipien stärkt. Innerhalb Europas gibt es starke Unterscheide im Bereich der Transparenz. In Österreich sind viele Datensätze bereits verkauft, weshalb kurzfristig keine Änderungen möglich sind und mittelfristig diese Budgets fehlen. Auch der Datenschutz ist in Österreich sehr stark ausgeprägt. Außerdem bedeutet der Verlust der Informationshoheit auch Machtverlust; und niemand lässt sich gern über die Schulter schauen.

Diskussion

BürgerInnen bezahlen für die Inhalte und Daten, können diese aber nicht einsehen und überprüfen. In den aktuellen EU-Strategien werden die Ansätze aus UK und USA übernommen. – Diejenigen, die sich für die Thematik interessieren, müssen sich innerhalb der Gesellschaft für diese Ansätze einsetzen. – Das Geld, das von den Einnahmen für die Daten fehlt, wird vermutlich über Steuern von Unternehmen, die diese Daten verwenden, wieder hereinkommen. – Private Daten sind nicht Teil der Open Data Bewegung; es geht um Daten, die ohnehin zur Verfügung stehen.

3 Kommentare

  1. Artikel zur Veranstaltung & Initiative vom 8. April 2010 – OpenGovData meetup im Rahmen von ZukunftsWeb auf der ORF futurezone:

    http://futurezone.orf.at/stories/1644240/

    Fotos der Veranstaltung:

    Vienna Semantic Web Meetup

    Vienna, AT
    462 Semantic Web Supporters

    We meet each other to discuss applications on top of the semantic web, the web of data and the „linking (open) data“ effort of the W3C. We also discuss possible scenarios of a…

    Next Meetup

    Combining Data Science and Software Engineering

    Tuesday, Mar 1, 2016, 7:00 PM
    41 Attending

    Check out this Meetup Group →

    Gesammelte Slides & mehr zur Veranstaltung:
    http://www.zukunftsweb.at/opengovdata

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