Wirtschaftskrise und Sicherheit – Zur Zukunft der Sicherheit in Österreich

Am 21. Oktober referierte Dr. Walter Seböck im Rahmen der Österreichischen Sicherheitstage 2009 in Saalfelden über die Ergebnisse einer Studie des Zentrums für Praxisorientierte Informatik (Auftraggeber: Kuratorium Sicheres Österreich). Gemeinsam mit namhaften Sicherheitsexperten wurden Szenarien für die Zukunft entworfen.

Die Studienautoren (Mag. Edith Huber / Dr. Walter Seböck) analysierten die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Sicherheitslage; 12 namhafte Experten aus dem Sicherheitsbereich wurden befragt und die Ergebnisse mit vorhandenen Studien abgeglichen. Das Ziel war es, ein Zukunftsszenario zu entwerfen. Die Ergebnisse sind teilweise alarmierend. So wird die Massenkriminalität zunehmen, neue Deliktsformen, wie zB. Online-Betrügereien werden ansteigen. Die wirtschaftliche Situation in den Nachbarländern wird den Kriminaltourismus verstärken. Einen starken Einfluss auf die Kriminalität wird die illegale Migration haben, damit verbunden sind profitable Märkte wie Schlepperei.

Wirtschaftskrise fördert Aggression und Kriminalität

Ausgelöst durch die Wirtschaftskrise wird das Aggressionspotential steigen; die Experten erwarten hier einen Anstieg an innerfamiliären Gewaltdelikten. Die wirtschaftliche Situation ist nach Meinung der Experten auch Auslöser für eine stark steigende Wirtschaftskriminalität.

Die organisierte Kriminalität wird dort neue „Branchen“ finden, wo es gesellschaftliche Mängel gibt: hier sehen die Experten den Organhandel. In Bezug auf den Terrorismus sehen die Experten neben professionell  organisierten und finanziell gut ausgestatteten Terrornetzwerken die zunehmende Bedrohung durch Einzelpersonen und Kleingruppen, die sich Aufmerksamkeit verschaffen wollen, da sie politisch und gesellschaftlich nicht eingebunden sind. Hier wird es in Zukunft weniger um Brand- oder Bombenanschläge gehen sondern mehr um die Destabilisierung von (logistischen, elektronischen) Infrastrukturen.

Die Präsentation der Studienergebnisse stieß auf großes öffentliches Interesse und vor Ort konnten bereits fortführende Arbeiten besprochen werden.

Zusammenfassung der Studie

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