5th Int. Conference on eGovernment, Boston

Die ICEG wurde heuer von der Suffolk University, Boston,  USA von 19. bis 20. Oktober veranstaltet. Die Donau-Universität Krems war mit dem Thema „An eGovernment Survey Among Austrian Municipalities“, ein Artikel von Johann Höchtl, Peter Parycek und Walter Seböck, vertreten.

Boston Skyline by brentdanley

Johann Höchtl nahm an der Konferenz in Boston teil und präsentierte die Gemeindeumfrage 2008. Einen Überblick über die Inhalte der Konferenz erhalten sie in diesem PDF-Dokument. Seine  Zusammenfassung der wesentlichsten Beiträge:

Integrated Architecture Framework for e-Government: An assessment of the e-Government initiatives in Zimbabwe

Ephias Ruhode and Vesper Owei
Kernproblem in Simbabwe ist nicht die Analphabetenrate. Nach afrikanischen Maßstäben können im städtischen Bereich fast 100% der Leute lesen und schreiben, im ländlichen Raum immerhin noch 90%. (Was allerdings „afrikanische Maßstabe“ bedeutet, blieb unklar.) Hauptproblem ist die schlechte Versorgung mit elektrischem Strom, das instabile politische System sowie der technokratische Ansatz, dass eine Technologisierung passieren wird, indem Computer gratis abgegeben werden. Aber das in Regionen ohne Strom!

Characterizing and Improving Collaboration and Information-Sharing Across Emergency Preparedness and Response Communities.

Deborah Bodeau, Jane Fedorowicz, Lynne Markus and Joann Brooks
MITRE-Projekt: Im Fall eines Desasters ist nicht das einzig wichtige über ICT nachzudenken, denn im Fehlerfall kann diese fehlschlagen. Wichtig ist die Notifikation von betroffenen Personen im Katastrophenfall. Die größten Schwierigkeiten in Notsituationen sind soziale- und organisatorische Aspekte.

State Specific Governmental Factors Associated with Interagency Collaboration

Jane Fedorowicz
Ziel dieses Projektes war die Identifikation von Faktoren, die zur Gründung von PSN (public safety networks) führen. Die wichtigsten Faktoren sind:

  • foreign born
  • population
  • state employees
  • full time employees

Advice: centralized PSN’s, no proliferation

E-Governance as Digital Ecosystem: a new way to Think About Citizen Engagement and the Internet?

Mark Balnaves and Mathew Allen
In West-Australien wurde das E-Government Büro geschlossen: IT ist nur ein Instrument! Die frühere Funktion des Büros wurde in die anderen Abteilungen eingegliedert. Eine Funktion von E-Government ist Perception Management: Wie kann man Menschen überzeugen.

City of Boston MIS Department

David Nero
Boston hat seit kurzem eine sehr interaktiv gestaltete Webseite cityofboston.gov mit sehr vielen GIS Elementen. Um Useranforderungen zu entsprechen gibt es unter anderem auch eine iPhone-Applikation mit vordefinierten Menüpunkten:

  • Request Service
  • Fill Pothole
  • Fix Street Light
  • Remove Graffiti – Dieses Service wurde näher dargestellt: BürgerInnen fotografieren störende Graffiti; die GIS Daten werden vom I-Phone an das GIS-System übertragen; der „Melder“ bekommt eine Tracking-Nummer unter welcher der Status des Prozesses des Entfernens-Lassens überprüft werden kann; eine zuständige Person kann das Graffiti entfernen (lassen).

Weitere Anwendungen: Einwohner rufen in der Stadtverwaltung an, dass auf der Strasse dringend ein Schneepflug gebraucht wird. Viele der Schneepflüge sind mit GPS ausgestattet und senden den Standpunkt im Abstand einer Minute an eine Datenbank. Damit kann auf der Karte intern der/die nächstgelegene SchneepflugfahrerIn dirigiert werden. Diese Anwendung hat zu Beginn viel Widerstand hervorgerufen, da es Bedenken gab und gibt, ArbeiterInnen würden „getrackt“.

E-Government as a Tool to Promote Transparency and Openness: the Case of Bangladesh

Nahid Rashid
Bei diesem Beitrag wurde man von der Konferenz auf den Boden der Realität zurück geholt: In Bangladesh muss man Beamte bestechen, nur um zu einem Formular zu kommen, oder um ein reguläres Zugticket zu erhalten. Bangladesh steht gänzlich am Anfang von E-Government, hat aber einige Services die über Information und online Formulare hinausgehen, wie ein Tracking-System für Service Requests (Das wäre auch für Österreich interessant: eine ID mit der man elektronisch prüfen kann, wo der Akt liegt; direkt aus dem ELAK generiert und extern einsehbar.)

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