Ergebnis: Alpbach Technolgoy Forum 09, AK 10

Digital Government im Spannungsfeld zwischen Bürger und Verwaltung

Referenten: Johannes Hahn, Horst Westerfeld, Manfred Matzka, Arthur Winter, Roland Jabkowski, Helmut Leopold, Andrea Di Maio, Peter Parycek, Achim Kaspar

Im Rahmen der vom Austrian Institute of Technology (AIT) und der Ö1 Wissenschaftsredaktion organisierten Alpbacher Technologiegespräche vereinte der vom Bundesrechenzentrum (BRZ) initiierte 10. Arbeitskreis namhafte Referenten aus öffentlicher Verwaltung, Forschung und Wirtschaft, um das interdisziplinäre Thema E-Government zu diskutieren und gemeinsam wegweisende Schritte für die Zukunft zu setzen.

Die Republik Österreich ist im Bereich E-Government in vielerlei Hinsicht europaweit führend. Das bestätigen EU-weite Rankings seit Jahren. Zunehmend zeigt sich, dass Vieles uneinheitlich angeboten wird. Daher plädieren alle Referenten, dass im Interesse der leichteren Nutzbarkeit für Menschen und Unternehmen einheitliche, standardisierte, kompetenzübergreifende One-Stop-Lösungen angeboten, sowie Prozesse neu designed werden müssen.

Durch die fortschreitende Digitalisierung und zunehmende Vernetzung der Inhalte und Prozesse besteht die Gefahr von Vertrauensverlust in Verwaltung und Politik. Der einhellige Tenor der Diskussion war, dass Vertrauen nur durch Transparenz entstehen kann. Weiterer wichtiger Baustein für die Akzeptanz von neuen Technologien und Medien ist die Partizipation durch Einzelne. Beteiligung und Vernetzung von Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft fördert Vertrauen und Innovation in der Verwaltung. Gerade für die anstehende Verwaltungsreform sind E-Government-Lösungen der Schlüssel zu Vereinfachung, mehr Bürgerfreundlichkeit und stärkerer Serviceorientierung der Verwaltung.

Die öffentliche Verwaltung muss Maßnahmen treffen um durch ein Shared-Service-Modell das optimale Führungskonzept zu entwickeln, das die vielfach zu hohe Fragmentierung und Uneinheitlichkeit von Verwaltungsprozessen signifikant reduzieret, sowie parallele Prozesse vermindert.

Nicht allein das Vorhandensein der Technologien verändert eine Gesellschaft, sondern das Wechselspiel zwischen technischen Lösungen und neuen sozialen Verhaltensmustern. Durch neue Kommunikationstechnologien hat sich eine neue Kulturtechnik in der Gesellschaft etabliert.

Ein wichtiger Treiber ist der Umstand, dass etablierte Community-Netzwerke beginnen, ihre für sie notwendigen Applikationen und Services selbst zu realisieren. Es obliegt den Stakeholdern und der öffentlichen Verwaltung verantwortungsvoll mit dieser Dynamik umzugehen und ihre Dienstleistungsangebote wirtschaftlich sinnvoll mit ihren Diensten und Kundenzugängen in Einklang zu bringen. Nur auf diesem Weg kann jenes Maß an Vertrauen und Sicherheit generiert werden, dass die Grundlage für die Einbindung und Etablierung neuer Prozesse und Abläufe mit Hilfe digitaler Dienste in der öffentlichen Verwaltung bildet, um eine neue Dimension der Produktivität und Effizienz erreichen. Die Diskussion der Experten hat dies ganz klar bestätigt und unterstrichen, dass eine Vorreiterrolle und eine Themenführerschaft für eine positive Entwicklung in der Gesellschaft, vor allem in dem extrem dynamischen Umfeld der neuen digitalen Medien, ein unabdingbares Muss ist.

Durch die Live-Berichterstattung während des Arbeitskreises im Blog des Zentrums für E-Government auf <https://digitalgovernment.wordpress.com> konnten externe Interessenten in die Diskussion einbezogen werden.

Quelle:

  • Europäisches Forum Alpbach 09. Alpbach Technology Forum 2009. Ergebnisse der Arbeitskreise. „Arbeitskreis 10 – Digital Government im Spannungsfeld zwischen Bürger und Verwaltung.“ 29.08.2009.

Wir bedanken uns herzlich bei den Organisatoren dieser Veranstaltung und den Interessierten, die unser Angebot im  Blog und über Twitter genutzt haben und Feedback gegeben haben.

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