Workshop: Interdisciplinary Perspectives on eParticipation

Am 3. Juli 2009 fand im ICT&S Center der Universität Salzburg der Workshop „Interdisciplinary Perspectives on eParticipation“ statt. Conference Chair war Dr. Ursula Maier-Rabler.

Der Workshop war eine Tagesveranstaltung des ICT&S Centers in Kooperation mit dem Demokratiezentrum Wien. Der Workshop gab den TeilnehmerInnen Raum für Austausch, Diskussion und Vernetzung zum Thema eParticipation. Ziel der Veranstaltung war es, eine Plattform für die österreichische eParticipation-Gemeinschaft zu konsolidieren und zu erweitern, und sich im Bereich der eParticipation-Forschung in Österreich um eine verstärkte Interdisziplinarität zu bemühen.

ICTandS

Keynote 1
Leah A. Lievrouw (University of California Los Angeles)

Leah A. Lievrouw arbeitet seit 1995 in dem Departement für Informationswissenschaft an der University of California, Los Angeles. Ihr Forschungsinteresse konzentriert sich auf die Beziehung von Medien/Informationstechnologien und sozialem Wandel.

Thema: Information Resources and Democracy 2.0: Social Media and eParticipation

Leah Lievrouw hat sich bei Ihrem Vortrag auf ein Paper bezogen, welches Sie 1994 in einem Journal über Informationsressourcen und Demokratie veröffentlicht hat. Sie sprach über hierarchische (Hierarchie als natürliche Form der sozialen Organisation) und vernetze Strukturen der Massenmedien und neuen Medien, mit Schwerpunkt auf Interaktion und der aktiven Suche nach Informationen und deren Nutzung, stark bezogen auf die junge Generation.

Keynote 2
Eva Feldmann-Wojtachnia (Centrum für angewandte Politikforschung)

Eva Feldmann-Wojtachnia arbeit als Wissenschaftliche Mitarbeiterin seit 1995 im Centrum für angewandte Politikforschung (München). Das CAP ist eines der größten universitäreren Institute der Politikberatung zu europäischen und internationalen Fragen in Deutschland. Eva Feldmann-Wojtachnias Interessen liegen in der Forschung über Europäische Identität und politische Partizipation von Jugendlichen und der Entwicklung von Ausbildungsprogrammen in diesem Bereich. Sie gehört der Forschungsgruppe Jugend und Europa an, welches ein bundes- und europaweit tätiges wissenschaftliches Beratungszentrum für politische Bildungs- und Jungendarbeit ist.

Thema: Foundations of Participation

Eva Feldmann-Wojtachnia ist in ihrem Vortrag stark auf die Beziehung von Jugendlichen zu Politik eingegangen. Es besteht starke Skepsis und mangelndes Wissen von Jugendlichen bezüglich Politik. Dabei ist es enorm wichtig Jugendliche (14 – 26. Jahre) in das politische geschehen einzubinden! Gerade im Bereich der eParticipation muss man bei Jugendlichen sehr vorsichtig und behutsam umgehen, da sie im vergleich zu Erwachsenen schneller sagen: „Das mag ich! – Das mag ich nicht!“ Werden sie falsch angesprochen kann man sie sehr leicht für lange Zeit verlieren. Eine generelle Bereitschaft der jungen Menschen am politischen Diskurs teilzunhemen, ist die Voraussetzung für eine stabile und nachhaltige Beteiligung von Jugendlichen. Dafür müssen angemessen Strukturen und Prozesse geschaffen werden.

Keynote 3
Michael Muller (IBM Watson Research Center)

Michael Muller promovierte im Bereich der kognitiven Psychologie an der Rutgers University. Heute arbeitet er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Sonderforschungsbereich der Gruppe User Experience. Er ist ein international anerkannter Experte in der partizipativen Planung. Seine Forschungsinteressen liegen in folgenden Bereichen:

  • Social Software (qualitative and quantitative Studies)
  • Metrics for the Success of Social Software
  • Communities of Practice
  • Participatory Design
  • Methods for Analysis, Design, and Assessment

Thema: Participation in Web2.0 and e-Participation in Governement: Towards a “Third Space” for Deliberation and Government.

Michael Muller ist in seinem Vortrag auf überraschende Erfahrungen mit Social Software und Web2.0 eingegangen. Dabei sieht er den Raum zwischen Menschen und ihrer Regierung als einen sich ständig verändernden, unbekannten Bereich, der weder im Besitz der Regierung noch der BürgerInnen ist, sonder kontinuierlich von beiden Seiten durch einen sich immer fortführenden Dialog erstellt wird.

Mein persönlicher Eindruck des Workshops:

Der Workshop war sehr gut organisiert und interessant gestaltet. Die Keynotes haben sowohl den technischen wie auch den sozialen und gesellschaftlichen Aspekt von eParticipation angesprochen. In den anschließenden Diskussionen sind die Experten gut auf die Fragen der Teilnehmer eingegangen und haben auch kritische Bemerkungen umfassend kommentiert.

Weiterer Link:

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s