eGov09: E-Government Fachtagung

Die Herausforderungen der täglichen Verwaltungsarbeit und die Umsetzung der bürgernahen Behörden wurden von internationalen Experten am vergangenen Donnerstag und Freitag bei der E-Government-Fachtagung, die von der Donau-Universität Krems in Kooperation mit dem Land NÖ und der Kommunalakademie NÖ veranstaltet wurde, diskutiert.

egovernment konferenz 2009

Zentrale Rolle der Donau-Universität bei E-Government

Ingeborg Rinke, die Bürgermeisterin der Stadt Krems, betonte in ihrer Ansprache die zentrale Rolle der Donau-Universität Krems im Bereich E-Government und verwies auf die Chancen und Potentiale von E-Government für Städte und Gemeinden. Alfred Riedl, Präsident des Gemeindevertretungsverbands der niederösterreichischen ÖVP, bekräftigte die Notwendigkeit von Verwaltungsreform mit Hilfe von E-Government, wobei die Verfahren zu überdenken und die Schnittstellen zu anderen Behörden zu definieren seien. Die Notwendigkeit der Zusammenarbeit, Weiterbildung und Koordinierung der Aktivitäten unterstrich auch Rupert Dworak, Präsident des Gemeindevertretungsverbandes der niederösterreichischen SPÖ. Thomas Weninger, Generalsekretär Österreichischer Städtebund, schloss sich den Vorrednern an und verwies auf die Notwendigkeit von Shared Services, wie sie im aktuellen Projekt der Referenzstädte prototypisch umgesetzt werden.

„Verwaltungsreform und E-Government müssen gemeinsam betrachtet und zusammengeführt werden. Nur so können die tatsächlichen Effizienzpotentiale genutzt werden“, so Peter Parycek, Leiter des Zentrums für E-Government der Donau-Universität Krems. Ziel für die Verwaltung von morgen müsse das durchgängige elektronische Verfahren, vom elektronischen Antrag über die interne digitale Bearbeitung bis hin zur elektronischen Zustellung sein. Dazu müssten die internen Prozesse optimiert und digitalisiert werden. Die gesetzlichen Regelungen und die technischen Spezifikationen für die elektronische Abwicklung der Verwaltungsverfahren seien ausgearbeitet und die ersten Behörden hätten dies bereits umgesetzt. Oft würden aber die Veränderungen an der Behördengrenze enden und leider noch nicht organisationsübergreifend gedacht. Dies werde in den nächsten Jahren auch aufgrund der Dienstleistungsrichtlinie aber von zentraler Notwendigkeit sein, erklärte Parycek.

Trends im E-Government

Ein weiterer Schwerpunkt der Tagung war die Barrierefreiheit von Webseiten, die in Österreich rechtlich verbindlich vorgesehen ist. In der Diskussion wurde betont, dass Barrierefreiheit nicht nur eine Frage der Technik ist sondern auch die RedakteurInnen geschult werden müssen. Ein zentraler E-Government-Trend ist die zunehmende Zusammenarbeit der Gemeinden. Von so genannten HELP-Partnerschaften, über E-Government-Referenzstädte bis hin zu E-Government-Verbänden wie amtsweg.gv.at oder der ELAK-Government-Verbund erstrecken sich die zahlreichen Kooperationen. Somit wird es auch für die kleinen Gemeinden möglich sein, den BürgerInnen E-Government anzubieten. Mit der fortschreitenden Digitalisierung der Verwaltung wird auch die Frage der Sicherheit immer dringlicher. Auch kleinere Verwaltungseinheiten müssen sich zukünftig mit Sicherheits- und Ausfallskonzepten auseinandersetzen.

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