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Zugang, Freiheit und Kontrolle im Internet
Workshop #1, 1. Juni 2012, Graz
Das Co:llaboratory.at startet mit der Workshopreihe Menschenrechte und Internet:
Anhand von Impulsvorträgen und Diskussionen sollen technische, rechtliche und soziologische Aspekte des Themas “Menschenrechte und digitale Gesellschaft” behandelt werden. Die Ergebnisse werden in einer Publikation gesammelt. Wir laden herzlich zur Teilnahme ein, für das leibliche Wohl ist gesorgt, die Workshop-Teilnahme ist kostenlos.
Der Grazer Workshop versteht sich als Auftakt zur Konzeption und Planung weiterer Workshops in Salzburg und Wien.
Wo: RESOWI-Gebäude, Universitätsstraße 15/C1, SR 15.15 (Bauteil C, 1. Stock)
Wann: 1. Juni 2012, 11–17 h
Um Anmeldung unter clara.landler (at) donau-uni (dot) ac (dot) at oder judith.schossboeck (at) donau-uni (dot) ac (dot) at wird herzlich gebeten!
Jemand darf mit Input und Teilnahme bei diesem Thema nicht fehlen? Bitte um Weiterleitung der Einladung an interessierte TeilnehmerInnen!
Bisher fixierte Impulsvorträge in Graz:
Das Blog der österreichischen Initiative des Co:llaboratory.de ist online – und damit der Aufruf für Interessierte, mitzumachen, sich zu vernetzen und auszutauschen. Was ist das Co:llaboratory AT und worum wird es gehen?
Geplant sind Aktivitäten, Workshops und Publikationen – wer an der Mailingliste interessiert ist, schickt bitte einfach ein kurzes Mail (Kontakt s.u.).
Wie unsere KollegInnen in Deutschland verstehen wir uns als offenen ExpertInnenkreis von AkteurInnen aus Wissenschaft, Verbänden, Daten- und Verbraucherschutz sowie Internetunternehmen. Gemeinsam möchten wir an Lösungsansätzen zu gesellschaftlichen Fragen rund um das Internet arbeiten. Schwerpunktmäßig wird es vor allem um die Themen Open Government und Open Data, Open Access, Social Media und Netzwerke, aber auch allgemeine Fragen rund um Politik, Staat und Verwaltung sowie Veränderungen von Demokratie und Gesellschaft gehen. Denn eines ist sicher: moderne Technologien zur Information und Kommunikation verändern die Art, wie wir Politik machen, aber auch ganz allgemein kommunizieren – und damit die Welt, wie wir sie kennen. Ob zum Guten oder zum Schlechten, ob Techno-Optimismus oder – Pessimismus – alle Meinungen und Sichtweisen sollen im Netzwerk zur Sprache kommen. Auch Österreichische Spezifika und Schwerpunkte stehen im Zentrum des Interesses.
Wir arbeiten darüber hinaus daran, nicht nur in Workshops zu den Themen zu diskutieren, sondern die darin gewonnen Erkenntnisse und Ideen auch für die Allgemeinheit aufzuarbeiten – zum Beispiel auf unserem Blog – an dem sich Interessierte ebenfalls beteiligen können.
Ein offenes Netzwerk zum Thema Internet und Gesellschaft- oder: Wer sind wir?
Wir sind der österreichische Strang des Internet und Gesellschaft Co:llaboratory Deutschland. Ähnlich wie unsere KollegInnen haben wir uns den Veränderungen der Gesellschaft durch technologische Entwicklungen im Kontext von Politik, Staat und sozialen Bewegungen verschrieben. Wir sind ein ExpertInnenkreis aus Interessierten aus verschiedensten Organisationen in Wissenschaft, Politik, Verwaltung, NGOs und Wirtschaft.
In diesem Thread findet ihr meine Aufzeichnungen der Nachmittags-Sessions des Government 2.0-Camps.
Vergessen im Internet (Ralf Lesser)
Inspirationsfrage zur Themeneingrenzung: Wie wirkt es sich eigentlich auf unsere Gesellschaft aus, dass das Internet nichts vergisst und sich das Verhältnis von Erinnern und Vergessen sich grundlegend wandelt?
Die Session wurde zu Beginn eingegrenzt (je nachdem, worüber die TeilnehmerInnen diskutieren wollten). Als da wären:
- Das Löschen einzelner Daten
- Findet man mit Erinnern und Vergessen überhaupt den richtigen Punkt? Die neue Dimension ist eher das Auffinden als das Vergessen – Gespeichert wurden die Informationen ja schon vorher.
- Wie wirken sich diese Veränderungen auf die Gesellschaft aus?
Grundsätzlich erhöht sich die Menge der Publikationen und ebenso die Speicherbarkeit. Daten im Zugriff zu halten und immer laufend neu zu kopieren ist ein Problem des Archivs. Spannend ist wohl, welches Vergessen wir eigentlich meinen, weil die Archivierung ohnehin passiert (das Internet archiviert sich gewissermaßen selbst). Vergisst nicht aber jedes Medium nicht? Das Internet vergisst auch insofern, weil gewisse Dinge nicht mehr verlinkt und dann nicht mehr als relevant wahrgenommen werden. Worin unterscheidet sich aber der Vergessensprozess im Internet zu jenen, die wir von früher her kennen? Vielleicht lässt sich Publizieren in Büchern auch mit dem Publizieren in wissenschaftlichen Journalen vergleichen – was zitiert wird, ist aktiv im Erinnerungsvermögen vorhanden.
Hier finden Sie eine Vorankündigung einer Session im Rahmen des Government 2.0-Camps am 2.12.2011 in Wien.
Vergessen im Internet: gesellschaftliche Bedeutung und mögliche Lösungswege
Das Internet weiß (fast) alles. Ereignisse, Erlebnisse und Alltäglichkeiten stehen im Netz, öffentlich und dauerhaft, nichts wird vergessen. Diese Art der ewigen Präsenz und der ständig abrufbaren Vergangenheit kann – je nach Situation und Perspektive – Segen oder Fluch sein. Wollen wir wirklich, dass alles aus unserer Vergangenheit, aus unserem Privatleben immer verfügbar ist und bleibt? Welche technischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Möglichkeiten gibt es, mit der ständigen Verfügbarkeit von Informationen im Netz umzugehen? Wie wirkt es sich auf unsere Gesellschaft aus, dass sich mit dem Internet das Verhältnis von Erinnern und Vergessen umkehrt, zumindest aber stark verändert? Welche Chancen bringt dieser Prozess mit sich, welche Risiken bestehen?
16. & 17. September 2010, St. Anne’s College, Oxford
- Blog Post about Day 2: click here
Opening by Helen Margretts & Arthur Lupia
Arthur Lupia
Online participation has high goals, but most attempts concerning online participation have failed; presently failure seems to be the norm. The main reasons for failure are that people are ignorant, lazy and apathetic. It is a common believe that good intentions are sufficent. Motivation is influenced by biologal factors such as a working memory, which is very constraint and has limited capacity and a high decay rate. Lupia stated that pre-conditions for persuasion are attention, elaboration, and credibility. According to him, the core question is: How do we get people to memorize things? People have to set words into the context of what is important to them. If they do not see it essential for their own goals, it is neccessary to talk about things that are relevant to them. Chunks of information leave a legacy if the recipient perceives them as unique and highly relevant.
Arthur Lupia outlined how to win battles for attention. One should make participation projects on a local level as consequences of such projects are concrete and immediate for the people involved, and the desired outcome has to be possible to achieve. He presented a study showing that threats are weak motivations for participation. He then underlined the study’s results by analysing wordings concerning monetary support by Obama and H. Clinton. Clinton’s wordings were much more frightening than those of Obama, and Obama raised much more money that Clinton did. Lupia finished his presentation with popular differences between online & offline debates. While traditional communication is marked by interruption (white interrupt more often that non-white persons, men interrupt more often than women) and an order of who speaks first (the first contribution ist far more likely to be picked up for further discussion), internet based deliberation doesn’t have these effects and merely the abscence of these effects will have an impact on society.
Political Participation and Petitioning
Andreas Jungherr from Otto-Friedrich-Universität, Bamberg Germany on the topic: The political click: political participation through e-petitions in Germany.
Am 24.11.2009 wurde im ORF KulturCafé die Kinderstudie von mobilkom austria vorgestellt. Im Mittelpunkt stand der Zugang von 6-14Jährigen zu Handy, Internet, Facebook & Co. Wie beeinflussen Computer und Netzwerke die junge Generation in ihrer sozialen Interaktion?
Medien als Mittel zum Zweck
Unternehmenssprecherin Mag. Elisabeth Mattes stellte die wichtigsten Ergebnisse der seit 2003 durchgeführten Studie vor und betonte, dass Medien und soziale Netzwerke für die Kinder als „early adopter“ hauptsächlich ein Mittel zum Zweck darstellen: Nach wie vor sind FreundInnen am wichtigsten. Diese Priorisierung ändert sich nicht durch mediale Einflüsse – interaktive Netzwerke können als Verstärker sozialer Kontakte gesehen werden und wirken im Vergleich zu „realer“ Kommunikation nicht isolierend. 54 % der Zielgruppe sind in sozialen Netzwerken registriert, jedoch sprechen nur 15 % mit ihren Eltern über Themen wie Cybermobbing.
Die Geschichte des Internets beginnt am 29.10.1969 mit der Fehlübertragung “LO” über die Distanz von 400 Meilen. Eigentlich wollten sich die amerikanischen Wissenschafter mit einem “LOGIN” auf einem anderen Rechner anmelden, doch das System brach nach dem zweiten Zeichen zusammen.
Wenig später funktionierte die erste erfolgreiche Übertragung von ”LOGIN”. Heute ist das Internet nicht mir aus unseren Gesellschaften wegzudenken. Wie sich das Internet auf technischer Ebene entwickelt hat, zeigt das folgende.
Weitere Informationen
- Video auf 3sat: 40 Jahre Internet – 20 Jahre WWW
- Artikel auf 3sat: 40 Jahre Internet – 20 Jahre WWW
Wir wünschen dem Internet alles Gute zum 40sten Geburtstag.
Glückwünsche im Kommentarbereich leiten wir gerne weiter!

“E-Government & E-Democracy in der Praxis” (Workshop)
Veranstalter: Bundeskanzleramt und Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
Ort: Seminarraum 2.4, Donau-Universität Krems, Dr. Karl Dorrek Strasse 30, 3500 Krems
Dauer: 10-17 Uhr
Termin: 25. April 2007
Ein Workshop, der praktische Anwendungsbeispiele für BürgerInnen im Rahmen der österreichischen E-Government-Initiative vorstellt.
Lernen Sie E-Österreich kennen.
Im Rahmen des Workshops werden praktische Anwendungsbeispiele für BürgerInnen im Rahmen der österreichischen E-Government-Initiative vorgestellt. Vorträge, Diskussionen und Live-Demonstrationen finden in Seminar- und PC-Räumen statt. Die TeilnehmerInnen können das österreichische E-Government Angebot auch aktiv kennen lernen, wie beispielsweise die Aktivierung der Bürgerkarte – für diese Option bitte die eCard und einen Lichtbildausweis (Führerschein oder Reisepass) mitnehmen.
Bei dieser Veranstaltung werden insbesondere folgende Schwerpunkte präsentiert und diskutiert:
- help.gv.at und andere Internetplattformen der Verwaltung
- Informationssuche im Internet
- elektronischer Behördenweg (Internetformular – Bürgerkarte – elektronische Zustellung)
- E-Democracy & eParticipation
- E-Government im Bildungsbereich
Kostenfreie Anmeldung bis 15. April 2007 bei Frau Irene Lehr unter 02732/893 2314.









